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VW-Abgasskandal: Rückruf VW Touareg (Euro 6)

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Der VW-Abgasskandal nimmt kein Ende. So teilt das Kraftfahrt-Bundesamt bzgl. des VW Touareg 3.0 l Diesel Euro 6 mit:

„Bei der Überprüfung des VW Touareg 3.0 l Diesel Euro 6 durch das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) wurden zwei unzulässige Abschalteinrichtungen nachgewiesen. Im Prüfzyklus NEFZ springt bei diesen Fahrzeugen zum einen eine sogenannte schadstoffmindernde Aufwärmstrategie an, die überwiegend im realen Verkehr nicht aktiviert wird. Zum anderen wurde bei Fahrzeugen mit SCR-Katalysator eine Strategie eingesetzt, die die Nutzung von adBlue unter bestimmten Bedingungen unzulässig einschränkt.“

Der Rückruf betrifft 25.800 Fahrzeuge in Deutschland, weltweit insgesamt 57.600. Die Volkswagen AG wurde nun aufgefordert, betroffene Fahrzeuge zurückzurufen und umzurüsten. Wie sich die Software-Updates auf die Fahrleistung auswirken, ist jedoch umstritten. So klagen ein Großteil der betroffenen Käufer über technische Schwierigkeiten nach der Umrüstung sowie über einen erhöhten Spritverbrauch.

Rechtlos gestellt ist der Käufer hier jedoch nicht. So haben zahlreiche Gerichte geurteilt, dass das Aufspielen des Software-Updates dem Kunden nicht zugemutet werden kann. Sowohl gegen den Händler als auch gegen die VW AG selbst kann der Käufer Schadensersatz geltend machen.

Vom Händler kann Nachlieferung eines Neufahrzeugs, Nachrüstung oder Minderung verlangt werden. Alternativ kommt auch ein Rücktritt vom Kaufvertrag in Betracht. Hierbei wird das Fahrzeug zurückgegeben und der Kunde erhält den Kaufpreis (abzüglich gefahrene Kilometer) zurück.

Gegen den Hersteller bestehen Schadensersatzansprüche.

Wurde der Fahrzeugkauf über ein Darlehen finanziert, kommt bei einer Fehlerhaftigkeit der Widerrufsinformation auch ein Widerruf mit der Folge der Rückabwicklung aller Verträge in Betracht.


Rechtstipp vom 27.12.2017

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