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VW Skandal – Ex-VW Chef Martin Winterkorn könnte zur Rechenschaft gezogen werden

Rechtstipp vom 09.05.2018
Rechtstipp vom 09.05.2018

Es läuft gerade nicht für Volkswagens Ex-Chef Martin Winterkorn: Nicht nur, dass der einstige Vorzeigemanager in den USA per Haftbefehl gesucht wird, nun zeichnet sich auch ab, dass ihm sein Ex-Arbeitgeber ans Vermögen will. Volkswagen scheint ihm eine Mitschuld am Dieselskandal-Desaster zu geben und erhofft sich aus anstehenden Verfahren einen Zuschuss von rund einer Milliarde Euro zur Schadensdeckung. Diese Summe soll Winterkorn in seiner aktiven VW-Zeit verdient haben.

Was haben nun VW-Besitzer davon, die Schadensersatz für die von Winterkorn offenbar mit zu verantwortenden Betrügereien fordern können?

Rechtsanwalt Georg Schepper aus Bielefeld, Kooperationsanwalt der IG Dieselskandal: „In den meisten Fällen geht es bei Klagen rund um den EA189-Motor, der bis 2014 verbaut wurde, um eine Schadensersatzklage gegen VW, da die Gewährleistung gegen Händler vielfach abgelaufen ist. So ein Fall ist leicht im Verfahren zu gewinnen a.) wenn eine vorsätzliche Täuschung über die Abschaltsoftware nachgehalten werden kann und b.) wenn man einen dafür Verantwortlichen benennen kann. Teil eins ist durch Winterkorns Geständnis aus September 2015 abgehakt, Teil zwei erledigt sich grad von selbst, denn VW rückt den Top-Manager ins Fadenkreuz der Ermittlungen.

Schepper empfiehlt insbesondere den Besitzern von VW, Audi, Skoda und Seat-Modellen mit dem EA189-Motor zeitnah eine Klage einzureichen, denn die Ansprüche drohen zum 31. Dezember 2018 zu verjähren. Er empfiehlt sich zudem, nicht zu große Hoffnungen in die von der großen Koalition angestrebte Sammelklage zu stecken, denn die könnte unter Umständen nicht rechtzeitig installiert werden. Außerdem ist der Ausgang eines solchen Verfahrens für alle Teilnehmer bindend. Jeglicher Vergleich mit VW würde unter dem Maximal-Schadensersatz liegen, der aktuell auf juristischem Weg erreicht werden kann.


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