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Waldorf-Frommer-Abmahnung für die Universum Film GmbH wegen „A Most Violent Year“

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Die Münchener Anwaltskanzlei Waldorf Frommer ist nach wie vor für diverse Rechteinhaber wegen Verfolgung sog. Filesharings urheberrechtlich geschützter Werke tätig. Die Verstöße sollen über einschlägige Netzwerke, wie z. B. BitTorrent oder eMule begangen worden sein.

Hier geht es um den Film „A Most Violent Year”, einem US-amerikanischer Thriller von J. C. Chandor aus dem Jahr 2014. In den Hauptrollen spielen Oscar Isaac und Jessica Chastain. Der Film hatte seine Premiere beim AFI Fest am 6. November 2014.

Die Universum Film begehrt:

1) eine Abgabe einer strafbewehrten Unterlassungserklärung (eine vorgefertigte liegt dem Schreiben bei)

2) die Begleichung eines Vergleichsbetrages von 815,00 €, welcher sich aus Schadensersatz und Anwaltskosten zusammensetzt.

Durch die Setzung einer sehr knappen Frist sollen die Empfänger des Schreibens zu unüberlegtem und vorschnellem Handeln, sprich zum kommentarlosen Erfüllen der angeblichen Ansprüche, bewegt werden. Es macht allerdings mehr Sinn, zunächst Ruhe zu bewahren und besonnen zu bleiben.

In vielen Fallkonstellationen haftet der abgemahnte Anschlussinhaber nicht für die vorgeworfene Urheberrechtsverletzung, da dieser den Verstoß gar nicht begangen hat (keine Täterhaftung), sondern vielmehr ein Dritter (Familienmitglieder, Mitbewohner, Freunde oder Bekannte). In diesen Fallkonstellationen bestehen einige Verteidigungsmöglichkeiten, um einer möglichen Haftung zu entgehen (keine Störerhaftung).

Auch die Rechtsprechung ist nicht so abmahnerfreundlich wie gerne dargestellt wird.

Beispielsweise hat das Amtsgericht Flensburg die Klage des Rechteinhabers mit Urteil vom 28.07.2015 (Az. 62 C 143/14) abgewiesen. Das Gericht verwies darauf, dass der Beklagte als Anschlussinhaber durch seine Darlegungen die zunächst bestehende Vermutung der Täterschaft hinreichend erschüttert hat. Der beklagte Familienvater gab in der Verhandlung an, dass nicht nur er, sondern sowohl seine Frau, als auch sein Sohn Zugang zu dem gegenständlichen Internetanschluss haben würden. Das reichte dem Gericht.

Der Richter wies darauf hin, dass es bereits ausreiche, wenn die Möglichkeit eines anderen Geschehensablaufes besteht. Dies ist hier der Fall, weil sowohl die Ehefrau wie der volljährige Sohn die vorgeworfene Handlung begangen haben könnten. Der Beklagte sei somit seiner sekundären Darlegungslast gerecht geworden.

Aus diesem Grunde müsste der Rechteinhaber nachweisen, dass der Beklagte auch tatsächlich die „Tat“ begangen hat. Diesen Beweis konnte in der Verhandlung jedoch nicht erbracht werden, weil die Angehörigen sich auf ihr Zeugnisverweigerungsrecht berufen haben. Hieraus dürfen jedoch keine negativen Schlussfolgerungen gezogen werden.

Es ist also zu klären:

1) Muss ich in meinem Fall überhaupt eine Unterlassungserklärung abgeben?

2) Muss ich in meinem Fall den geforderten Betrag bezahlen, und wenn ja, in welcher Höhe?

Nutzen Sie keine Standardvorlagen aus dem Internet, denn jeder Fall ist aufgrund zahlreicher Konstellationen und vielfältiger Rechtsprechung einzeln zu betrachten.

Beachten Sie:

  • Ruhig bleiben!
  • Nicht die Fristen verstreichen lassen.
  • Nicht selbst in Kontakt mit der Kanzlei Waldorf Frommer treten.
  • Keine Unterlassungserklärung (insbesondere keine Standardvorlagen aus dem Internet) unterzeichnen.
  • Keine Zahlungen leisten.

Lassen Sie die geltend gemachten Ansprüche prüfen:

Übermitteln Sie das vollständige Abmahnschreiben zusammen mit Ihrer Telefonnummer per E-Mail oder per Fax.

Das erste Beratungsgespräch ist kostenlos.

Wir besprechen hier die genauen Umstände ihres konkreten Einzelfalls, und bauen dementsprechend eine auf Sie passende Verteidigungsstrategie auf.

Mehr Informationen zu Abmahnungen finden Sie im Internet auf unserer Homepage www.abmahnungsberater.de.

Ihr Rechtsanwalt Tawil


Rechtstipp aus dem Rechtsgebiet Urheberrecht & Medienrecht

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