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Waldorf Frommer Abmahnung i.A.d. Warner Bros. Entertainment GmbH wegen "Run All Night"

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Die Münchener Kanzlei Waldorf Frommer verschickt weiterhin Abmahnungen im Namen der Warner Bros. Entertainment GmbH an Anschlussinhaber für das Bereitstellen urheberrechtlich geschützter Filme, Musik oder anderer Medien über Tauschportale, wie z. B. BitTorrent oder eMule ab.

Aktuell handelt es sich um das Werk „Run All Night”, einem Gangsterfilm geschrieben von Brad Ingelsby und mit Jaume Collet-Serra als Regisseur aus dem Jahre 2015.

Warner Bros. verlangt:

1) Die Abgabe einer entsprechenden (beigefügten) Unterlassungserklärung und

2) die Zahlung eines pauschalisierten Vergleichsbetrags von 815,00 €.

Es ist sinnvoll sich juristisch gegen ein derartiges Schreiben zu wehren.

Beispielsweise hat der Bundesgerichtshof in der sog. BearShare-Entscheidung bestätigt, dass der Anschlussinhaber nicht für das Filesharing volljähriger Familienmitglieder haften muss (BGH I ZR 169/12 – BearShare). 

Soweit die Familienmitglieder noch nicht volljährig sind, kommt eine Haftung nur in Frage, wenn der Anschlussinhaber selbige nicht darüber belehrt hat, dass das Filesharing über seinen Anschluss zu unterbleiben habe. Den Beweis hierzu muss der Rechteinhaber erbringen (BGH, I ZR 74/12 – Morpheus).

Es ist auch wichtig sich klar zu machen, dass auch bei nachweislich unterbliebener Belehrung, nur eine Haftung des Anschlussinhabers im Raum steht, wenn die unterbliebene Belehrung auch in „direktem Zusammenhang“  mit der Rechtsverletzung gestanden hat.

Die Klärung folgender Fragen ist essentiell:

1) Muss ich in meinem Fall überhaupt eine Unterlassungserklärung abgeben?

2) Muss ich in meinem Fall den geforderten Betrag leisten, und wenn ja, in welcher Höhe?

Nutzen Sie keine Standardvorlagen aus dem Internet, denn jeder Fall ist aufgrund zahlreicher Konstellationen und vielfältiger Rechtsprechung einzeln zu betrachten. Dieser Tatsache werden/können eben solche Vorlagen in keiner Weise gerecht werden.

Beachten Sie:

  • Ruhig bleiben!
  • Nicht die Fristen verstreichen lassen.
  • Nicht selbst in Kontakt mit der Kanzlei Waldorf Frommer treten.
  • Keine Unterlassungserklärung (insbesondere keine Standardvorlagen aus dem Internet) unterzeichnen.
  • Keine Zahlungen leisten.

Lassen Sie die geltend gemachten Ansprüche prüfen:

Übermitteln Sie das vollständige Abmahnschreiben zusammen mit Ihrer Telefonnummer per E-Mail oder per Fax.

Das erste Beratungsgespräch ist kostenlos. Hier wird eruiert, wie das für sie bestmögliche Ergebnis erzielt werden kann.

Mehr Informationen zu Abmahnungen finden Sie im Internet auf unserer Homepage.

Rechtsanwalt Sascha Tawil


Rechtstipp vom 29.07.2015
aus der Themenwelt Urheberrecht und dem Rechtsgebiet Urheberrecht & Medienrecht

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