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Waldorf Frommer Abmahnung wegen "Vacation - Wir sind die Griswolds"

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Waldorf Frommer mahnt  für diverse Rechteinhaber urheberrechtliche Verstöße wegen des Uploads/Bereitstellens (Filesharing) urheberrechtlich geschützter Werke Internetanschlussinhaber ab. Die Verstöße sollen über einschlägige Netzwerke, wie z. B. BitTorrent, eDonkey oder eMule begangen worden sein.

Vorliegend handelt es sich um den Film „Vacation - Wir sind die Griswolds”, einem US-amerikanischen Film aus dem Jahr 2015, der an die „Griswold”-Komödien­serie aus den 1980er Jahren anschließt. Der Kinostart in Deutschland war am 20. August 2015.

Worum geht es Waldorf Frommer?

Hauptsächlich geht es um zwei Sachen:

  • Die Abgabe einer strafbewehrten Unterlassungserklärung.
  • Die Zahlung eines Pauschalbetrages, der dem Abgemahnten als „wohlgemeinten" Vergleichsbetrag dargestellt wird.

Es ist sinnvoll, sich gegen die geltend gemachten Ansprüche zur Wehr zu setzen, zumal insbesondere die vom Abmahner beigefügte Unterlassungserklärung für lange Zeit, hohe finanzielle Risiken mit sich trägt.

Bei jeglicher Art von Unterlassungserklärung ist es wichtig fachlich prüfen zu lassen, ob überhaupt eine derartige Erklärung abzugeben ist. Dies ist im Regelfall nur der Fall, wenn der Anschlussinhaber tatsächlich selbst den Upload vorgenommen hat (Täterhaftung) oder der Anschlussinhaber für Mitnutzer (Familienmitglieder, Besucher, Kinder, Verwandte oder WG-Mitbewohner) haften (Störerhaftung). Dies ist oftmals nicht der Fall. Aufgrund der vielen Konstellationen ist anwaltlicher Rat unbedingt zu empfehlen.

Auch ist die Rechtsprechung nicht so eindeutig, wie es die Abmahner gerne darstellen.

Beispielsweise hat der Bundesgerichtshof in der sog. BearShare-Entscheidung bestätigt, dass der Anschlussinhaber nicht für das Filesharing volljähriger Familienmitglieder haften muss. (BGH I ZR 169/12 – BearShare). 

Soweit die Familenmitglieder noch nicht volljährig sind, kommt eine Haftung nur in Frage, wenn der Anschlussinhaber selbige nicht darüber belehrt hat, dass das Filesharing über seinen Anschluss zu unterbleiben habe. Den Beweis hierzu muss der Rechteinhaber erbringen. (BGH, I ZR 74/12 – Morpheus).

Es ist auch wichtig sich klar zu machen, dass auch bei nachweislich unterbliebener Belehrung, nur eine Haftung des Anschlussinhabers im Raum steht, wenn die unterbliebene Belehrung auch in „direktem Zusammenhang“  mit der Rechtsverletzung gestanden hat.

Es ist also zu klären:

1) Ist in meinem konkreten Fall überhaupt eine Unterlassungserklärung abzugeben?

2) Ist in meinem konkreten Fall der geforderte Betrag zu bezahlen, und wenn ja, in welcher Höhe?

Nutzen Sie keine Standardvorlagen aus dem Internet, denn jeder Fall ist aufgrund zahlreicher Konstellationen und vielfältiger Rechtsprechung einzeln zu betrachten. 

Dieser Tatsache werden/können eben solche Vorlagen in keiner Weise gerecht werden.

Es sei nochmals betont, dass insbesondere eine nicht auf ihren Einzelfall verfasste Unterlassungserklärung lebenslang hohe finanzielle Unwägbarkeiten mit sich bringt.

Beachten Sie:

  • Ruhig bleiben!
  • Nicht die Fristen verstreichen lassen.
  • Nicht selbst in Kontakt mit der Kanzlei Waldorf Frommer treten.
  • Keine Unterlassungserklärung (insbesondere keine Standardvorlagen aus dem Internet) unterzeichnen.
  • Keine Zahlungen leisten.
  • Anwaltlichen Rat einholen!

Was kann ich als Rechtsanwalt für sie tun?

Übermitteln Sie das vollständige Abmahnschreiben zusammen mit Ihrer Telefonnummer per E-Mail oder per Fax.

Das erste Beratungsgespräch ist kostenlos. 

Wir besprechen hier die genauen Umstände ihres konkreten Einzelfalls, und bauen dementsprechend eine auf Sie passende Verteidigungsstrategie auf.

Mehr Informationen zu Abmahnungen finden Sie im Internet auf unserer Homepage www.abmahnungsberater.de

Ihr Rechtsanwalt Tawil


Rechtstipp aus dem Rechtsgebiet Urheberrecht & Medienrecht

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