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Wann steht ein Widerrufsrecht bei Maklerprovisionen zu

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Wann steht ein Widerrufsrecht bei Maklerprovisionen zu?

Wenn eine Immobilie oder ein Grundstück über einen Makler zum Kauf angeboten wird, bedeutet das für den Käufer in der Regel Mehrkosten. Nicht immer muss jedoch der Käufer die Maklerprovision am Ende auch bezahlen (BGH, Az. I ZR 30/15 und I ZR 68/15).

Hat der beauftragte Makler per Email, online oder Telefon nicht korrekt über das Widerrufsrecht belehrt, kann der Käufer widerrufen und die Zahlung einer Maklerprovision ist dann nicht zu zahlen. Hierbei sollte der Käufer, der in den vergangenen zwölf Monaten einen Makler für den Kauf einer Immobilie eingeschaltet hat und Provisionen zahlen musste, das Kleingedruckte im Vertrag von einem Anwalt überprüfen lassen.

Die Vereinbarung könnte wegen formeller Fehler der Widerrufsbelehrung oder sogar fehlenden Widerrufsbelehrung null und nichtig sein. Dann braucht der Käufer bzw. Verbraucher die Maklerprovision erst gar nicht zahlen oder er bekommt sogar sein Geld zurück.

Rechtsprechung BGH

Der Bundegerichtshof (BGH) hatte in zwei Fällen den Maklern Provisionsansprüche in Höhe von 15.000,00 Euro und 23.205,00 Euro versagt, weil die Makler in den per Email geschlossenen Verträgen nicht auf das 14-tägige Widerrufsrecht hingewiesen haben. In den Geschäftsräumen des Maklers geschlossenen Verträgen sind davon ausgenommen. 

Fehlerhafte Widerrufsbelehrung

Die Widerrufsfrist beginnt allerdings nur dann, wenn die Belehrung fehlerlos ist. Bei kleinen Fehlern der Widerrufsbelehrung können Verbraucher noch Wochen oder Monate widerrufen. Für Verträge, die vor dem 13.06.2014 geschlossen wurden, ist der Rücktritt vom Vertrag bereits abgelaufen. Die Möglichkeit des Rücktritts endete hier grundsätzlich am 27.06.2015. 

Widerrufsrecht bei neuen Maklerverträgen

Auch hier gibt es nicht das ewige Widerrufsrecht. Der Rücktritt aus einem fehlerhaften Maklervertrag ist nur bis zu einem Jahr und 14 Tage nach Vertragsabschluss möglich. Der Verbraucher sollte sich hier auf jeden Fall anwaltlich beraten lassen.




Rechtstipp aus dem Rechtsgebiet Allgemeines Vertragsrecht

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