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Warum ist es sinnvoll, ein Testament zu errichten?

Rechtstipp vom 07.10.2017
Aktualisiert am 21.02.2018
(1)
Rechtstipp vom 07.10.2017
Aktualisiert am 21.02.2018
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1. Ausgangslage

Jeder, der das sechzehnte Lebensjahr vollendet hat, gilt als testierfähig und kann daher selbstständig in einem Testament seinen letzten Willen rechtsverbindlich bestimmen.

Der Umfang des Erbrechts jedes einzelnen Erben bestimmt sich nach dem Willen des Gesetzgebers regelmäßig an der Höhe des Vermögens des Erblassers und an der Größe des Personenkreises, aus dem die potenziellen gesetzlichen Erben bestimmt werden.

Die Erbenstellung bestimmt sich nach dem Willen des Gesetzgebers nach der Beziehung der „Erben“ zu dem Erblasser. Diese Beziehung kann wegen eines Verwandtschaftsverhältnisses oder wegen einer Ehe bestehen.

Die gesetzliche Erbfolge tritt immer dann ein, wenn der Erblasser keine anderslautende, eigene Bestimmung getroffen hat.

2. Letztwillige Verfügungen

Im Einzelfall können Gründe bestehen, von dieser Erbfolge abzuweichen und eine eigene Regelung im Hinblick auf die Verteilung des Vermögens des Erblassers zu treffen.

Dies insbesondere dann, wenn der Erblasser ein engeres Verhältnis zu bestimmten erbberechtigten Personen hat oder gar andere weitestgehend von der Erbfolge ausschließen möchte.

Bei Erbfällen, in denen Unternehmensanteile zur Erbmasse gehören, ist es sinnvoll, dass diese auf Personen übertragen werden, die verstehen, wie ein Unternehmen zu führen ist, sodass spezielle Regelungen zur Unternehmensnachfolge testamentarisch getroffen sollten.

Auch kann der Erblasser seinen letzten Willen in einem Vermächtnis niederlegen.

Dieses ist von einem Testament zu unterscheiden. Es ordnet an, dass der Erbe oder die Erben einen bestimmten Vermögensgegenstand aus dem Erbschaftsvermögen an den Vermächtnisnehmer herauszugeben haben.

Der Vermächtnisnehmer ist aber kein Erbe und kann daher auch kein Mitglied einer Erbengemeinschaft sein. Er hat nur einen schuldrechtlichen Anspruch gegen den oder die Erben auf Erfüllung des Vermächtnisses.

Wenn also Gründe bestehen, bestimmte Personen von der Erbfolge auszuschließen oder diesen bestimmten Gegenstand zuzuwenden, so muss dies durch eine formwirksame letztwillige Verfügung von Todes wegen angeordnet werden.

Geschieht dies nicht, so tritt die gesetzliche Erbfolge ein.

3. Fazit

Wenn Gründe bestehen, von der gesetzlichen Erbfolge abzuweichen, so kann dies durch letztwillige Verfügung (Testament, Erbvertrag) geschehen.

Ich berate Sie gerne, wenn es darum geht, im Rahmen einer letztwilligen Verfügung ihre Vorstellungen von der von Ihnen gewollten Erbfolge zu formulieren und umzusetzen.

Sie erreichen mich telefonisch oder per E-Mail.


Rechtstipp aus dem Rechtsgebiet Erbrecht

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