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Was ändert sich 2018 im Steuerrecht? Wichtige Änderungen

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Was ändert sich 2018 im Steuerrecht? Wichtige Änderungen:


Abgabefristen:

Die allgemeine Frist zur Abgabe der Steuererklärung (§ 149 AO) verlängert sich um zwei Monate und beträgt künftig sieben Monate anstatt der bislang geltenden fünf Monate. Das bedeutet, dass die Abgabefrist regelmäßig am 31. Juli des auf das Kalenderjahr folgenden Jahres oder sieben Monate nach dem im Gesetz bestimmten Zeitpunkt endet. In den abschließend im Gesetz aufgezählten Fällen, in denen die Steuererklärungen durch steuerliche Berater angefertigt werden, erfolgt für die Abgabe eine Fristverlängerung auf den letzten Tag des Monats Februar des zweiten Folgejahres. Die Fristverlängerung wird nach verbreiteter Auffassung fachkundiger Kreise dazu führen, dass bislang individuell vom Finanzamt gewährte Fristverlängerungen in Zukunft seltener erteilt werden.


Einkommenssteuertarif – §32a EstG:

Grundfreibetrag und Kinderfreibetrag werden erhöht. Ab 01.01.2018 steigt der einkommenssteuerliche Grundfreibetrag auf 9000 EUR und der Kinderfreibetrag auf 2394 EUR pro Kind.


Individuelle Kassennachschau – Einführung von §146b AO:

Gewerbetreibender aufgepasst! Durch die Einführung von § 146b AO wird den Finanzbehörden die Möglichkeit eröffnet, angekündigt eine individuelle Kassennachschau durchzuführen. Dies betrifft computergestützte Kassensysteme gleichermaßen wie auch Registrierkassen und offene Ladenkassen. Die Kassennachschau selbst stellt dabei keine Außenprüfung im Sinne des § 193 AO dar. Sollten sich jedoch Mängel bei der Nachschau ergeben, kann ohne vorhergehende Prüfungsanordnung zu einer Außenprüfung übergegangen werden. Dies eröffnet den Finanzbehörden weiteren Handlungsspielraum zur Bekämpfung von Steuerhinterziehung.


Sofortabschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter gem. §6 Abs. 2, 2a EStG:

Die Wertgrenze für die Sofortabschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter steigt von bislang 410 € netto auf 800 € netto. Dazu wurde auch die Wertgrenze eines gegebenenfalls gebildeten Sammelpostens von 150 € auf 250 € angehoben.


Einkommenssteuererklärung ab Veranlagungszeitraum 2017- keine Belegpflicht:

Die bislang geltende Verpflichtung, Belege und ggf. separate Aufstellungen automatisch der Steuererklärung beizufügen, endet. Belege und Aufstellungen müssen jedoch weiterhin vorgehalten werden und bei Anforderung des Finanzamts übersendet werden. Die Zeiten von verlorengegangen Belegen und Nachweisen im Einflussbereich der Finanzbehörden dürften daher ein Stück weit vorbei sein. Es bleibt jedoch abzuwarten, in welchem Umfang fortan Belege durch die Finanzbehörden angefordert werden.


Rechtstipp vom 01.02.2018
aus der Themenwelt Steuererklärung und Absetzbarkeit und dem Rechtsgebiet Steuerrecht

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