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Was ist unter „Güterrecht“ im Familienrecht zu verstehen?

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Das eheliche Güterrecht regelt die vermögensrechtlichen Beziehungen der Ehegatten ab dem Zeitpunkt der Eheschließung. Das Bürgerliche Gesetzbuch benennt drei verschiedene Güterstände:

  • die Zugewinngemeinschaft,
  • die Gütertrennung,
  • die Gütergemeinschaft.

Treffen die Ehegatten weder vor der Ehe noch während der Ehe eine Vereinbarung, so führen sie ihre Ehe im gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft. Die Vereinbarung eines anderen Güterstandes ist jedoch jederzeit möglich. Für die Vereinbarung des Güterstandes der Gütertrennung oder der Gütergemeinschaft ist der Abschluss eines notariellen Ehevertrages erforderlich.

Die Wahl des Güterstandes wirkt sich insbesondere auf folgende rechtliche Fragen aus:

  • zu welchem Vermögenstransfer kommt es zwischen den Eheleuten:
  • zu Beginn der Ehe,
  • während der Ehe,
  • bei Beendigung des Güterstandes,
  • wer verwaltet das Vermögen,
  • wem stehen die Nutzungen des Vermögens zu,
  • wer haftet für welche Schulden.

Es gibt keine güterstandslose Ehe. Den Ehegatten ist es aber auch nicht gestattet, einen „selbstgebastelten" Güterstand zu vereinbaren.


Rechtstipp vom 24.02.2012
aus der Themenwelt Familie und Beziehung und dem Rechtsgebiet Familienrecht

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