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Was ist zu tun, wenn ich ein schlechtes Arbeitszeugnis erhalte?

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1. Rechtliche Ausgangslage

Jeder Arbeitnehmer hat einen einklagbaren Anspruch auf Erstellung eines Arbeitszeugnisses, das die Leistungen am Arbeitsplatz wahrheitsgemäß wiedergeben muss, wobei der Arbeitgeber bei der Formulierung des Arbeitszeugnisses ein gewisses Wohlwollen walten lassen muss.

Allerdings ist zu beachten, dass kein Anspruch auf ein „geschöntes Arbeitszeugnis“ besteht und stets der Wahrheitsgrundsatz gilt.

Aus dem Wahrheitsgrundsatz folgt, dass der Arbeitgeber Leistungen am Arbeitsplatz nicht besser beurteilen darf, als diese in Wahrheit waren.

Zwischen dem Wahrheitsgrundsatz und dem Wohlwollensgrundsatz besteht damit ein gewisses Spannungsverhältnis.

2. Problemstellung

Bei der Suche nach einer neuen Arbeitsstelle spielt der Inhalt des Arbeitszeugnisses eine wesentliche Rolle und kann über den Verlauf einer Karriere am Arbeitsplatz entscheiden.

Gelegentlich stellt ein Arbeitgeber ein Arbeitszeugnis aus, das auf den ersten Blick für einen Arbeitnehmer sehr günstig aussieht, jedoch „versteckte Codes“ enthält, die auf eine negative Beurteilung hindeuten.

Nicht alles, was auf den ersten Blick positiv erscheint, ist es in Wirklichkeit auch.

In der einschlägigen Literatur hat sich hierzu der Begriff der „geheimen Codes der Personalchefs“ eingebürgert.

Hierbei handelt es sich im Kern nur um den geschickten Umgang mit der deutschen Sprache und um Standardformulierungen, die ohne verletzend zu wirken, einen negativen Inhalt haben.

Diese gilt es zu erkennen und durch eine Formulierung zu ersetzen, die der wahren Leistung des Arbeitnehmers entsprechen.

Fazit

Bei der Suche nach einem neuen Arbeitsplatz kommt dem Arbeitszeugnis eine tragende Rolle zu.

Daher ist es von großer Bedeutung, dass das Arbeitszeugnis inhaltlich richtig formuliert ist und keine versteckten negativen Aussagen enthält.

Ich setze für Sie Ihre Ansprüche auf die Erstellung eines wahrheitsgemäßen und wohlwollenden Arbeitszeugnisses oder auf die Berichtigung eines für Sie ungünstigen Arbeitszeugnisses durch.

Ferner berate ich Sie bereits im Vorfeld, wenn es darum geht, dass bestimmte Klauseln aus einem Ihnen vorgelegten Zeugnisentwurf entfernt werden sollen.

Sie erreichen mich telefonisch oder per E-Mail.


Rechtstipp vom 06.10.2017
Aktualisiert am 05.07.2018
aus der Themenwelt Beendigung und Arbeitszeugnis und dem Rechtsgebiet Arbeitsrecht

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