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Was man bei einem Kfz-Versicherungswechsel beachten sollte

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Was man bei einem Kfz-Versicherungswechsel beachten sollte
Ein neuer Versicherungsvertrag kann sich lohnen.
  • Erst neuen Vertrag abschließen, dann alten Vertrag rechtzeitig kündigen.
  • Darauf achten, dass die Schadenfreiheitsklasse übertragen wird.
  • Einen genutzten Freischadenbonus oder -rabatt übernimmt die neue Versicherung nicht.

Am 30.11.2017 endet bei den meisten Versicherungsverträgen die Kündigungsfrist. Ohne Kündigung verlängert sich der Versicherungsvertrag um ein weiteres Jahr. Versicherungsgesellschaften locken vor dem Stichtag oft mit günstigen Angeboten zum Wechsel. Daher lohnt es sich für viele Versicherungsnehmer, ihre Verträge mit aktuellen Angeboten zu vergleichen. Damit der Wechsel aber tatsächlich günstig bleibt, sollten folgende Punkte beachtet werden:

Erst neuen Vertrag abschließen, dann kündigen

Kündigen Sie nicht, bevor Sie eine neue Versicherung abgeschlossen haben. Denn die neue Versicherung kann unter Umständen den Antrag ablehnen, sodass kein Versicherungsschutz besteht. In diesem Fall ist die Benutzung des Autos verboten. Allerdings ist dieser Fall unwahrscheinlich, wenn der Versicherungsantrag bei der neuen Versicherung richtig und vollständig ausgefüllt ist.

Alten Vertrag rechtzeitig kündigen

Bei den meisten Versicherungen endet die Vertragslaufzeit zum 31.12. und verlängert sich automatisch um ein Jahr, wenn nicht bis zum 30.11. gekündigt wird. Bei sogenannten unterjährigen Versicherungen, können aber auch andere Fristen gelten. Also wenn zum Beispiel die Versicherung am 31.08. zu laufen beginnt, dann muss zum 31.07. gekündigt werden. Achten Sie darauf, dass die Kündigung rechtzeitig, also in den meisten Fällen bis zum 30.11., zugeht. Der Brief sollte daher mindestens drei Tage vorher abgesendet werden. Vorsorglich sollten Sie zum Nachweis den Brief als Einwurfeinschreiben versenden. Der sicherste Nachweis ist die Übersendung per Fax mit Sendeprotokoll, dass man zu den Unterlagen legt.

Die Übertragung der Schadensfreiheitsklasse veranlassen

Um dieselbe Schadensfreiheitsklasse zu erhalten, teilen Sie der neuen Versicherung Ihre erreichte Schadensfreiheitsklasse, die bisherige Versicherungsgesellschaft und Ihre dortige Vertrags- und/oder Kundenummer mit. Die neue Versicherung prüft dann bei der alten Versicherung Ihren Versicherungsverlauf und übernimmt dann die Schadensfreiheitsklasse.

Vorsicht bei Freischadensbonus oder Freischadenrabatt

Manche Versicherung enthalten einen sogenannten Freischadensbonus oder Freischadenrabatt: Nehmen Sie nach einem Unfall den Bonus bzw. Rabatt in Anspruch, wird „so getan“, als würden Sie nicht zurückgestuft werden und bezahlen Ihren bisherigen Tarif weiter. Tatsächlich aber stuft die Versicherung Ihre Schadensfreiheitsklasse herab. Hatten Sie in Ihren bisherigen Tarif einen solchen Freischadensbonus oder -rabatt und haben diesen in Anspruch genommen, wird dieser von der neuen Versicherung nicht übernommen. Wechseln Sie nun die Versicherung, legt diese die tatsächliche Schadensfreiheitsklasse zugrunde, was zu einer höheren Prämie führen kann.

(FMA)

Foto : ©Fotolia.com/contrastwerkstatt


Rechtstipp vom 28.11.2017
aus den Rechtsgebieten Verkehrsrecht, Versicherungsrecht

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