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Was Sie wissen sollten: Alle Fakten für VW-Kunden auf einen Blick

Der Abgasskandal bei VW weitet sich immer mehr aus. Mittlerweile sind nicht nur Diesel-Fahrzeuge, sondern auch Benziner betroffen. VW hüllt sich bisher in Schweigen und erklärt nicht, wie es zu den Falschangaben gekommen ist. Entweder hat Volkswagen wie bei den Diesel-Fahrzeugen die Tests manipuliert oder der Automobilhersteller hat bei der Zulassung der Fahrzeuge Werte angegeben, die sich von den Prüfungsergebnissen unterscheiden.

Mittlerweile sind auch Benziner betroffen

Volkswagen hat inzwischen zugegeben, dass bei der Zulassung einiger Benziner zu niedrige Verbrauchsangaben und CO2-Werte festgelegt wurden. Die betroffenen Fahrzeuge verbrauchen somit mehr Sprit und stoßen mehr Kohlendioxid aus. Laut Volkswagen sind rund 800.000 Fahrzeuge betroffen. Zu diesen gehören mittlerweile auch diverse Benziner des Automobilherstellers. Bisher bekannt sind die VW-Modelle Golf, Polo und Passat, die Audi-Modelle A1 und A3, Seat Leon und Seat Ibiza sowie der Skoda Oktavia. Bisher ist es noch unklar, welche Baujahre betroffen sind und um wie viele Fahrzeuge es sich genau handelt. Volkswagen macht bisher noch keine Angaben zum tatsächlichen Kraftstoffverbrauch und Kohlendioxid-Ausstoß. Der CO2-Wert spielt nicht nur im Hinblick auf die Umweltbelastung eine wichtige Rolle.

Der CO2-Wert wirkt sich auf die Kfz-Steuer aus

In Ihrem Fahrzeugschein, im Feld V.7, ist genau angegeben, wie viel Kohlendioxid Ihr Auto offiziell ausstößt. Bei älteren Fahrzeugen hängt die Höhe der Kfz-Steuer ausschließlich von der Größe des Hubraums ab. Bei allen Fahrzeugmodellen, die seit dem 1. Juli 2009 zugelassen wurden, spielt zusätzlich auch der CO2-Wert bei der Festlegung der Kfz-Steuer eine tragende Rolle. Jedes Gramm Kohlendioxid pro gefahrenen Kilometer, das sich über der gesetzlichen Freigrenze befindet, erhöht die Kfz-Steuer um 2 Euro. Bei neueren Fahrzeugmodellen (Zulassung nach dem 1. Januar 2014) liegt die Freigrenze bei 95 Gramm pro Kilometer. Bei älteren Modellen sind die Freigrenzen entsprechend höher. Aus diesem Grund ist es besonders ärgerlich, wenn ein Neufahrzeug einen höheren CO2-Wert besitzt.

Müssen die Fahrzeughalter Steuern nachzahlen?

Besitzen Sie eines der betroffenen Fahrzeugmodelle von Volkswagen, dann kann es sehr gut sein, dass sich Ihre Kfz-Steuer deutlich erhöht. Die rechtliche Situation ist zu dieser Zeit noch etwas unklar. Verkehrsminister Alexander Dobrindt will eine Lösung finden, bei der die Fahrzeughalter nicht zusätzlich belastet werden. Auch die Verbraucherzentrale fordert: Eventuelle Nachforderungen sollen die Fahrzeughalter direkt an Volkswagen schicken. Wir empfehlen Ihnen auf jeden Fall, den weiteren Verlauf des Abgasskandals und dessen Auswirkungen genau zu verfolgen.

Können die Betroffenen Ihr Fahrzeug zurückgeben?

Die Verbraucherzentralen in Deutschland fordern, dass die durch den Abgasskandal verursachten Schäden nicht zulasten der Fahrzeughalter gehen sollen. Laut einer Sprecherin sollen Kunden, die von VW beim Kraftstoffverbrauch getäuscht wurden, ihre Fahrzeuge ohne Probleme zurückgeben können. Ob dies tatsächlich so kommt, hängt davon ab, wie das Kraftfahrtbundesamt und Volkswagen nun weiter agieren. Bisher gibt es noch keine Angaben zu einem Rückrufplan für die neuen betroffenen Fahrzeuge. In diesem Zusammenhang erweisen die Verbraucherzentralen auf ein Urteil vom Bundesgerichtshof (Aktenzeichen VIII ZR 19/05). Damals hatten die Richter entschieden, dass eine Spritverbrauch-Abweichung von mindestens 10 % als erheblicher Mangel einzustufen ist.

In diesem Fall können die Fahrzeughalter von ihrem Vertrag zurücktreten. Ob dies der Fall ist, können wir, die Kanzlei Mingers & Kreuzer, kostenfrei für Sie prüfen. In einer ersten Sichtung wird sich herausstellen, welche Ansprüche Sie gegenüber VW bspw. erheben können & klären in einem ebenso kostenlosen Erstberatungsgespräch, wie am besten vorzugehen ist.   


Rechtstipp vom 07.11.2015

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