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Wegfall von 1,1 Millionen Jobs bis Jahresende: So bereiten Sie sich vor

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Ein Beitrag von Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck und Dr. Attila Fodor, Berlin und Essen.

Die KfW, eine Förderbank, rechnet damit, dass jedes sechste mittelständische Unternehmen im laufenden Jahr 2020 Stellen abbaut. Im Durchschnitt könnte es jeden fünften Arbeitsplatz treffen, insgesamt 1,1 Millionen Jobs, so die KfW in einer aktuellen Studie. Das berichtet tagesschau.de am 22.10.2020.

Der Kündigungsschutzexperte Anwalt Bredereck weiß, wie man sich als Arbeitnehmer am besten auf einen Stellenabbau vorbereitet:

1. Rechtsschutzversicherung

Ich rate Arbeitnehmern zum Abschluss einer arbeitsrechtlichen Rechtsschutzversicherung. Wer noch keine Rechtsschutzversicherung hat, sollte das so schnell, wie möglich nachholen.

Falls man noch keine Rechtsschutzversicherung hat, sollte man eine mit einer Wartezeit von drei Monaten abschließen. Auch wenn man eine in diesem Jahr ausgesprochene Kündigung damit nicht abdecken kann: Die Versicherung lohnt sich jedenfalls für eventuelle Folgekündigungen.

Wichtig zu wissen: Viele Kündigungsschutzklagen lohnen sich auch ohne Rechtsschutzversicherung. Eine anwaltliche Vertretung lohnt sich ohne Kostendeckung häufig auch, wenn man die Konditionen eines Aufhebungsvertrages nachverhandeln will. Nur: Mit einer Rechtsschutz minimiert man seine Kosten, und man ist während des Verfahrens und der Verhandlungen erfahrungsgemäß gelassener.

2. Kündigungsschutz

Informieren Sie sich, inwieweit Sie Kündigungsschutz haben. Gilt das Kündigungsschutzgesetz für Sie? Fallen Sie unter eine Reglung des Sonderkündigungsschutzes? Wie stehen Sie da im Fall einer Sozialauswahl? Über diese Themen sollten Sie möglichst Bescheid wissen. Schauen Sie sich dazu beispielsweise informative Videos im Internet an oder: Fragen Sie einen Arbeitsrechtler, Anwalt oder Fachanwalt für Arbeitsrecht.

3. Maßnahmen des Arbeitgebers

Arbeitnehmer sollten genau prüfen, ob sie einer Änderungskündigung zustimmen, durch die sie sich in einem anderen Bereich des Unternehmens wieder finden. Wer hier zustimmt, kann unter Umständen leichter gekündigt werden. Denn: Die Voraussetzungen für eine betriebsbedingte Kündigung unterscheiden sich oft nach Unternehmensbereich und Tätigkeitsfeld.

Es kommt vor, dass sich Arbeitgeber Abteilungen „bauen“, nur um später allen dort tätigen Arbeitnehmern zu kündigen, und das oft mit besseren Chancen, beispielsweise weil sie in dem Fall kaum Fehler bei der Sozialauswahl zu befürchten haben.

4. Vorsicht bei Lohnverzicht

Wer auf Lohn verzichtet, muss wissen, dass man in dem Fall weniger Arbeitslosengeld bekommt! Daher: Auch wenn man solidarisch mit seinem Arbeitgeber sein will und eine Lohnkürzung in Betracht zieht: Wägen Sie dabei auch die Nachteile ab, die ein Lohnverzicht für Sie mit sich bringt.

5. Bei drohender Insolvenz: Aufhebungsvertrag prüfen

Sind Sie bei einem Arbeitgeber beschäftigt, der in naher Zukunft Insolvenz anmelden könnte? Falls ja, sollten Sie einen Aufhebungsvertrag und das Abfindungsangebot, das Ihr Arbeitgeber vor der Insolvenz anbietet, unbedingt in Betracht ziehen. Denn: Wer die Insolvenz abwartet und dann erst die Kündigung bekommt, riskiert es, keine oder nur eine sehr geringe Abfindung zu bekommen.

Generell gilt aber: Lassen Sie jeden Aufhebungsvertrag, der Ihnen angeboten wird, von einem Anwalt oder Fachanwalt für Arbeitsrecht überprüfen.

Haben Sie eine Kündigung erhalten? Droht Ihnen eine Kündigung? Haben Sie Fragen zu Ihrer Abfindung?

Rufen Sie noch heute Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck an. In einer kostenlosen und unverbindlichen telefonischen Ersteinschätzung beantwortet er Ihre Fragen zum Kündigungsschutz und zur Abfindungshöhe.

Bundesweite Vertretung

Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck vertritt seit mehr als 22 Jahren Arbeitnehmer und Arbeitgeber bundesweit bei Kündigungen und im Zusammenhang mit dem Abschluss von Aufhebungsverträgen und Abwicklungsvereinbarungen. 

Alles zum Arbeitsrecht finden Sie auf der Kanzleihomepage.


Rechtstipp aus dem Rechtsgebiet Arbeitsrecht

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