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Weitere Einschränkung der Rechte des Geschädigten durch den Bundesgerichtshof

aus dem Rechtsgebiet Verkehrsrecht

Mit Urteil vom 07.02.2017, Az.: VI ZR 182/16 hat der BGH erneut die Rechte des Geschädigten nach einem Verkehrsunfall eingeschränkt.

In der Entscheidung ging es darum, dass der Geschädigte eines 9 1/2 Jahre alten Fahrzeugs zwar die Durchführung sämtlicher Reparaturen an seinem Fahrzeug in einer markengebundenen Fachwerkstatt nachweisen konnte, jedoch nicht die Durchführung der letzten Inspektionen. Hieraus folgerte der BGH, dass der Geschädigte damit zu erkennen gibt, dass er keinen Wert auf die Durchführung einer Reparatur in einer Markenwerkstatt legt. Damit kann er im Rahmen der fiktiven Abrechnung an eine kostengünstigere Werkstatt verwiesen werden. Der BGH bleibt daher bei seiner versicherungsfreundlichen Linie, wie in vielen andere Entscheidungen der jüngsten Vergangenheit.

Daher der dringende Rat an Unfallgeschädigte, Unterstützung bei einem kompetenten Anwalt für Verkehrsrecht einzuholen. In den Fällen, in denen der Geschädigte den Unfall nicht verschuldet hat, müssen die anwaltlichen Kosten vom Verursacher bzw. dessen Versicherung ausgeglichen werden.

Frühzeitige Rücksprache mit dem Anwalt für Verkehrsrecht verbessert die Ausgangsposition des Geschädigten.

Lehnen Sie Verhandlungen und Gespräche mit der gegnerischen Versicherung ab, diese gehen immer zu Ihren Lasten.

Lassen Sie sich nicht darauf ein, auf einen eigenen unabhängigen Sachverständigen zur Ermittlung der Schadenshöhe zu verzichten. Auch diese Kosten müssen vom Unfallverursacher bzw. dessen Versicherung getragen werden, wenn kein sogenannter Bagatellschaden vorliegt.


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            Rechtsanwalt Dieter Mortensen (Rechtsanwalte Mortensen, Kaffka, Weissbach) Rechtsanwalt Dieter Mortensen

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