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Welche Geheimzeichen im Arbeitszeugnis sind unzulässig?

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Sie sind berühmt und berüchtigt und verunsichern viele Arbeitnehmer, die von ihrem Arbeitgeber ein Arbeitszeugnis erhalten – geheime Zeichen im Arbeitszeugnis. Schließlich hat ein solches Zeugnis eine große Bedeutung für das weitere berufliche Fortkommen. Nahezu jeder Arbeitnehmer wird sich daher schon einmal die Frage gestellt haben, ob sein Arbeitszeugnis verbotene Geheimzeichen enthält.

Nach § 109 der Gewerbeordnung (GewO) muss das Zeugnis klar und verständlich formuliert sein. Es darf keine Merkmale oder Formulierungen enthalten, die den Zweck haben, eine andere als aus der äußeren Form oder aus dem Wortlaut ersichtliche Aussage über den Arbeitnehmer zu treffen.

So ist es beispielsweise unzulässig, ein im Geschäftsleben unübliches Papier zu benutzen, etwa Papier minderer Qualität oder auch farbiges Papier. Ebenfalls darf keine ungewöhnliche Tintenfarbe verwendet werden und es ist unzulässig, Teile des Zeugnistextes doppeldeutig hervorzuheben, indem sie unterstrichen, kursiv oder fett gedruckt werden. Gleiches gilt für die Verwendung von Anführungs-, Ausrufe- oder Fragzeichen.

Unzulässig ist es auch, ein in der Branche oder in dem Gewerbe übliches Merkmal oder einen üblichen Zusatz wegzulassen. Nach der Rechtsprechung ist das Fehlen der Schlussformel jedoch kein Geheimzeichen.

Die folgenden geheimen Zeichen sind bekannt und unzulässig: Ein Häkchen nach rechts steht für die Mitgliedschaft in einer rechts stehenden Partei. Ein Häkchen nach links steht für die Mitgliedschaft in einer links gerichteten Partei; ein doppeltes Häkchen nach links gar für die Mitgliedschaft in einer linksgerichteten verfassungsfeindlichen Organisation. Ein senkrechter Strich links neben der Unterschrift ist ein geheimes Zeichen für die Mitgliedschaft in einer Gewerkschaft.

Achten Sie auch auf das Datum auf Ihrem Arbeitszeugnis! Es sollte mit dem Datum der tatsächlichen Beendigung des Arbeitsverhältnisses übereinstimmen. Trägt es ein früheres Datum, kann dies ein Signal für eine Beendigung des Arbeitsverhältnisses im Streit sein.


Rechtstipp vom 29.11.2017
aus der Themenwelt Beendigung und Arbeitszeugnis und dem Rechtsgebiet Arbeitsrecht

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