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Welche Gesichtspunkte gilt es bei einem Pferdekauf zu berücksichtigen?

Rechtstipp vom 12.12.2014
Rechtstipp vom 12.12.2014

Pferdekaufrecht/Teil 1

Welche Gesichtspunkte gilt es bei einem Pferdekauf zu berücksichtigen?

Wer mit dem Gedanken spielt, Pferdebesitzer zu werden und sich ein Turnier- oder Freizeitpferd zu kaufen, muss persönliche und rechtliche Aspekte bedenken.

Bedenken Sie Kosten, Aufwand und Rassenauswahl

Ein eigenes Pferd ist teuer – neben dem einmaligen Kaufpreis fallen weitere und teilweise laufende Kosten an, z. B. für Tierarzt, Futter und Boxen. Wer sich also ein eigenes Pferd anschaffen möchte, sollte sorgfältig prüfen, ob die monatlichen Kosten auch tragbar sind.

Neben der finanziellen Belastung spielen auch der hohe Arbeits- und Zeitaufwand eine Rolle bei einer Kaufentscheidung. Vergessen Sie nicht, dass ein Pferd Grundbedürfnisse wie Licht, Luft, Bewegung, Gesellschaft, Futter und Wasser hat. Die tägliche Reinigung der Box sowie Pflege und Fütterung des Pferdes sind sehr zeitintensiv.

Außerdem müssen Sie sich intensiv mit der Frage auseinandersetzen, welche Pferderasse zu den eigenen Anforderungen und Vorhaben passt. Pferde verhalten sich je nach Rasse unterschiedlich. Nicht jedes Pferd eignet sich als Turnierpferd und nicht mit jedem Pferd können Geländeritte unternommen werden.

Kaufvertrag nach § 433 BGB

Der Kauf von Tieren wird im Rechtsverkehr gemäß § 90a BGB wie der Kauf von Sachgegenständen behandelt, soweit nicht etwas anderes bestimmt ist. Da es keine anderen Regelungen gibt, gilt für den Pferdekauf das Kaufrecht nach den §§ 433 ff. BGB. Folglich muss zwischen dem Käufer und dem Verkäufer ein Kaufvertrag im Sinne von § 433 BGB abgeschlossen werden.

Grundsätzlich ist der Vertrag formfrei. Er kann auch mündlich geschlossen werden. Falls eine Beschaffenheitsvereinbarung bewiesen werden muss, ist der schriftliche Kaufvertrag jedoch vorzuziehen. Das gibt den Vertragspartnern Rechtssicherheit. So können sich die Vertragsparteien – Käufer und Verkäufer – absichern, und der Verkäufer kann seine Haftung begrenzen.


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