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Wenn der Arbeitgeber nicht zahlt ! - Teil 1: Die Problemstellung

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Das Gehalt ist für die meisten Arbeitnehmer die einzige Einnahmequelle. Umso schlimmer, wenn diese versiegt; etwa weil der Arbeitgeber - mit der Arbeitsleistung unzufrieden - die Zahlung einstellt.

In Arbeitsverträgen finden sich in den seltensten Fällen exakte Regelungen zur konkreten Arbeitsverpflichtung des Arbeitnehmers. Zwar werden im Regelfall Tätigkeits- und Aufgabenbeschreibungen die Grundlage des Vertrages bilden, was die genau geschuldete Arbeitsleistung sein soll, wird vom Arbeitgeber aber erst im Rahmen seines Direktionsrechtes näher zu konkretisieren sein.

Da die Struktur des Arbeitsvertrages von der Vorleistungspflicht des Arbeitnehmers ausgeht, liegt es damit zunächst in seiner Entscheidungsgewalt, seine Arbeitsleistung so anzubieten, wie er es für richtig und vertragskonform hält. Konflikte mit dem Arbeitgeber sind hier vorprogrammiert; hat dieser oftmals gänzlich andere Vorstellungen davon, welche Leistung vom Arbeitnehmer geschuldet wird.

Ist zwischen den Parteien erst einmal ein Streit hierüber entbrannt, liegt für den Arbeitgeber im Extremfall die Versuchung nahe, den betreffenden Arbeitnehmer ohne Vergütungsfortzahlung von der Arbeit freizustellen. Diese Situation ist im Regelfall für den Arbeitnehmer deutlich unangenehmer als für den Arbeitgeber, bekommt er die finanziellen Folgen der ausbleibenden Zahlung doch recht schnell zu spüren.


Björn Blume, Rechtsanwalt

Weitere Informationen im Teil 2: Handlungsmöglichkeiten des Arbeitnehmers


Rechtstipp vom 12.02.2009
aus der Themenwelt Arbeitsverhältnis und dem Rechtsgebiet Arbeitsrecht

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