Zur Navigation springen Zum Inhalt springen Zum Footer springen

Widerruf Darlehen: Mit dem Widerrufsjoker auf der Erfolgsspur!

(7)

Erneutes Urteil zum Vorteil der Verbraucher: Das Landgericht Hamburg gibt am 13.11.2017 den Verbrauchern Recht und urteilt, dass die Hamburger Sparkasse AG ein Immobiliendarlehen rückabwickeln muss (LG Hamburg 13.11.17 – Az.: 326 O 286/15). Die Widerrufsfrist des im Februar 2007 abgeschlossenen Vertrages sei aus der Sicht des Gerichts am Tage des Zugangs der Widerrufserklärung noch nicht abgelaufen gewesen. Des Weiteren sei die Widerrufsbelehrung fehlerhaft, da die Formulierung „frühestens“ keine eindeutige Aussage bezüglich des Beginns der Widerrufsfrist darstellt. Zwar könne der Darlehensnehmer durch diese Formulierung erkennen, dass weitere Voraussetzungen angeknüpft sind, ihm wird jedoch nicht uneingeschränkt deutlich, welche Bedingungen dies sein sollen. Bezug nimmt das LG Hamburg hierbei auf ein bereits gefälltes Urteil des Bundesgerichtshofs aus dem vergangenen Jahr (Az.: XI ZR 564/15).

Darlehensnehmer verklagen Hamburger Sparkasse AG

Eheleute aus Barsbüttel schlossen im Jahre 2007 mit der Sparkasse einen Darlehensvertrag über 110.000 Euro zu einem Zinssatz von 4,54 Prozent p.a. ab. Dank des Urteils des LG Hamburg vom 13.11.2017 muss die Sparkasse Hamburg das Darlehen nun rückabwickeln und dem Paar aus Barsbüttel die bereits gezahlten Beiträge in Höhe von 57.570,04 Euro auszahlen, sowie einen Nutzungswertersatz, der 31.720,22 Euro beträgt.

Verbraucher gegen die Sparkasse Essen vor dem OLG Hamm

Auch vor dem OLG Hamm kam es zu einer Entscheidung zugunsten der Verbraucher und gegen die Sparkasse Essen, obwohl die Klage in der vorherigen Instanz abgewiesen wurde. Konkret ging es im verhandelten Fall um ein Immobiliendarlehen in Höhe von 350.000 Euro sowie um ein KfW-Darlehen und eine im Jahre 2015 abgeschlossene Anschlussfinanzierung. Auch hier ging es um die typischen Fehler in den Widerrufsbelehrungen der Sparkasse („frühestens“, „bitte Frist im Einzelfall überprüfen“). Das OLG Hamm riet den Parteien im Zuge der Verhandlungen zu einem Vergleich, da die Widerrufsbelehrung faktisch fehlerhaft sei und auch keinerlei Beweise bezüglich des durch die Sparkasse Essen angezeigten Rechtsmissbrauchs oder einer Verwirkung vorlagen.

Widerrufsjoker als Erfolgsjoker!

Unschwer erkennbar ist, dass der Widerrufsjoker vor Gericht noch längst nicht verwirkt ist. Viele Urteile fallen zum Wohlgefallen der Verbraucher aus, die dadurch ihre Verträge rückabwickeln lassen können und somit bares Geld zurück erhalten. Häufig ist man sogar vonseiten der Banken dazu bereit eine angemessene außergerichtliche Vereinbarung zu treffen und eine Klage zu vermeiden. Besonders gilt dies für Darlehensverträge aus den Jahren 2010/11, die den problematisch zu beurteilenden Klammerzusatz ohne Nennung der Aufsichtsbehörde enthalten. Auch in diesen Fällen sind Kreditinstitute oft gewillt, sich außergerichtlich zu einigen.

*** Wir bieten Ihnen als Darlehensnehmer daher an Ihren Vertrag im Zuge einer kostenlosen Ersteinschätzung zu überprüfen und somit Ihre Chancen auf einen Widerruf abzuwägen. Schicken Sie uns Ihre Unterlagen daher noch heute unverbindlich per E-Mail zu. Wir kämpfen auch im Kampf gegen große Unternehmen für Ihr gutes Recht! Wir freuen uns auf Sie! ***


Rechtstipp vom 06.12.2017

Sie haben Fragen? Gleich Kontakt aufnehmen!

Profil-Bild
            Rechtsanwalt Markus Mingers (Rechtsanwälte Mingers & Kreuzer, Erstkontakt kostenfrei.) Rechtsanwalt Markus Mingers

Rechtstipps zum Thema

Rechtstipps des Autors

Alle Rechtstipps von Rechtsanwalt Markus Mingers (Rechtsanwälte Mingers & Kreuzer, Erstkontakt kostenfrei.)
Damit Sie wissen, wann Sie im Recht sind Neue Urteile, hilfreiche Tipps und Kurioses im wöchentlichen anwalt.de-Newsletter.

Damit Sie wissen, wann Sie im Recht sind

Informationen über aktuelle Gesetzesänderungen, neue Urteile, hilfreiche Tipps und Kurioses im wöchentlichen anwalt.de-Newsletter

Ihre E-Mail-Adresse wird nur für den anwalt.de-Newsletter verwendet und nicht an Dritte weitergegeben. Sie können den anwalt.de-Newsletter jederzeit wieder abbestellen.