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Widerruf ist in manchen Fällen noch „ewig“

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Obwohl der „ewige“ Widerruf von Verbraucherdarlehensverträgen durch eine Anfang diesen Jahres beschlossene Gesetzesänderung erheblich zu Lasten der Verbraucher eingeschränkt worden ist, ist dieser immer noch in einigen Fällen möglich.

Erste Voraussetzung für den Fortbestand des „ewigen“ Widerrufrechtes für den Kreditnehmer ist zum einem der Gebrauch einer fehlerhaften Widerrufsbelehrung seitens der Kreditinstitute. Zum anderen muss der betroffene Vertrag zwischen Juni 2010 und März 2016 zustandegekommen sein. Alle später abgeschlossenen Verträge unterfallen einer absoluten Widerrufsfrist von einem Jahr und 14 Tagen, wohingegen alle zwischen den Jahren 2002 und 2010 abgeschlossenen Verträge seit dem 21.06.2016 gar nicht mehr widerrufbar sind. Nach Meinungen von Experten sind viele Verträge, die in dem oben erwähnten Zeitraum zustandekamen, noch heute widerrufbar, da viele Kreditinstitute teilweise sehr viel Zeit benötigt haben, um die neuen gesetzlichen Vorgaben zu erfüllen. Belegt wird diese Vermutung durch eine Entscheidung des OLG München aus dem Jahr 2015, welches die Fehlerhaftigkeit zweier Widerrufsbelehrungen aus den Jahren 2011 und 2012 rechtskräftig bestätigt.

Ewiger“ Widerruf bringt massive Geldersparnisse mit sich

Durch den Widerruf von Altdarlehen und der dadurch erfolgenden Umschuldung könnten Verbraucher Beträge im vier- bis fünfstelligen Bereich sparen. Denn ein Widerruf ermöglicht es den Verbrauchern, unkompliziert aus ihrem alten Kredit auszusteigen und auf einen aufgrund der aktuell historisch niedrigen Zinsen auf deutlich günstigeren Kredit umzusteigen. Das zwischen Verbraucher und Kreditinstitut bestehende Vertragsverhältnis wandelt sich durch den Widerruf in ein Rückgewährschuldverhältnis um. Demnach muss das Kreditinstitut die bislang erhaltenen Zinsen sowie die bis zum Zeitpunkt des Widerrufes gezahlten Raten dem widerrufenden Kreditnehmern auszahlen. Außerdem wird die im Falle einer Kündigung fällige Vorfälligkeitsentschädigung im Falle eines Widerrufes nicht fällig. Diese stellt im Falle einer Kündigung eine Art „Schadensersatz“ dar, und führt aufgrund der Höhe des Betrages meistens zu einer wirtschaftlichen Sinnlosigkeit der Umschuldung.

Deutlichkeitsgebot wird regelrecht ignoriert

Sämtliche Kreditinstitute bundesweit haben in den vergangenen Jahren immer wieder das gesetzlich vorgegebene Deutlichkeitsgebot regelrecht ignoriert. Danach sind die Banken und Sparkassen bundesweit eigentlich von Gesetzes wegen dazu verpflichtet, den Verbraucher in eindeutiger, präziser und unmissverständlicher Art und Weise über sein Widerrufsrecht zu belehren. Hält die bei Abschluss eines Immobiliendarlehensvertrages verwendete Widerrufsbelehrung diese gesetzlichen Vorgaben nicht ein, so ist die verwendete Widerrufsbelehrung regelmäßig fehlerhaft.

Die Kreditinstitute haben unter anderem in den letzten Jahren den Verbraucher nicht eindeutig über die durch den Widerruf entstehenden Rechte und Pflichten belehrt. Die Kreditnehmer wurden demnach unter anderem nicht darüber belehrt, ob und wann das Kreditinstitut dem Verbraucher im Falle eines Widerrufes das bereits von diesem Geleistete zurückgewähren muss. Der betroffene Kreditnehmer kann dadurch seine Liquidität im Falle eines Widerrufes nicht hinreichend planen. Deswegen könnte eine solche Widerrufsbelehrung den Verbraucher regelrecht daran hindern, sein ihm zustehendes Widerrufsrecht auszuüben.

Anwalt mandatieren – Widerruf durchsetzen

Aufgrund vieler Erfahrungen aus den vergangenen Jahren zeigt sich, dass sämtliche Banken und Sparkassen im Falle eines Widerrufes bei der Hinzuziehung eines fachkundigen Anwaltes direkt deutlich kompromissbereiter sind. Viele Kreditinstitute bieten bei Hinzuziehung eines Anwaltes häufig direkt äußerst lukrative Kompromissvorschläge, bei denen in den meisten Fällen bereits eine Halbierung des vorherigen Zinssatzes erreicht werden kann. Insbesondere die ING DiBa und die Sparda Bank bemühen sich in vielen Fällen um außergerichtliche Kompromisse. Anders sieht dies jedoch bei der Deutschen Bank, DKB Commerzbank und DSL aus: diese zeigen ohne eine Klage vor Gericht grundsätzlich keinerlei Kompromissbereitschaft. Die Mandatierung eines fachkundigen Anwaltes zur erfolgreichen Durchsetzung des Widerrufes ist demnach unumgänglich und wird dringend angeraten!

Mit Werdermann | von Rüden Widerruf erfolgreich durchsetzen – Erstberatung kostenlos!

Verbraucher, die zwischen 2010 und 2016 einen Darlehensvertrag abgeschlossen haben, sollten ihren Vertrag schnellstmöglich von unseren besonders erfahrenen Anwälten überprüfen zu lassen, um von den heutzutage besonders niedrigen Zinssätzen zu profitieren. Das Hinzuziehen eines erfahrenen Anwaltes wird dringend empfohlen, denn nur so kann gewährleistet werden, dass alle relevanten Einzelfallumstände berücksichtigt werden und der Widerruf auch zum gewünschten Erfolg führt. Die Kanzlei Werdermann | von Rüden bietet neben einem kompetenten, erfahrenen Team von Anwälten eine kostenlose Erstprüfung von Vertragsunterlagen auf Widerrufbarkeit!

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  4. Wir sagen Ihnen, was die Rechtsdurchsetzung kostet.
  5. Wir sagen Ihnen, wie lange es dauert, bis Sie aus dem Vertrag herauskommen.

Kurz: Sie wissen, was Ihnen zusteht und was es kostet!


Rechtstipp aus dem Rechtsgebiet Bankrecht & Kapitalmarktrecht

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