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Widerruf / Rückabwicklung von Lebensversicherungen: tausende Euro zurück

Rechtstipp vom 21.07.2017
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Rechtstipp vom 21.07.2017
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Nun greift auch die Zeitschrift Stiftung Warentest Finanztest (aktuelle Ausgabe August 2017) dieses Thema (wieder) auf. Lingnau Rechtsanwälte hatten bereits im Februar 2017 zu diesem Thema auf ihrer Homepage einen Artikel dazu veröffentlicht. Für viele Versicherte gibt es nach dem Widerspruch ihrer Lebens- oder Rentenversicherungen mehr Geld als etwa durch eine Kündigung. Dank der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ist der Widerspruch 

  • auch noch nach Jahren möglich, 
  • auch noch nach einer Kündigung möglich und
  • bei bestehenden Verträgen ohnehin möglich.

Entscheidend ist der Zeitpunkt des Vertragsschlusses. Von der Widerrufs- bzw. Widerspruchs- sowie Rücktrittsmöglichkeit sind Versicherungsverträge von August 1994 bis Ende 2007 betroffen. Insbesondere können durch den Widerspruch die oftmals sehr hohen Abschluss- und Verwaltungskosten zurückerlangt werden. Demgegenüber werden diese im Fall einer Kündigung nicht erstattet. Denn bei einer Kündigung erhält der Versicherte lediglich den aktuellen Rückkaufswert ausgezahlt.

Wann kann sich der Widerspruch lohnen?

  • Günstig ist ein Widerspruch grundsätzlich, wenn der Vertrag bereits gekündigt wurde. Ob schon der Rückkaufswert ausgezahlt wurde, spielt keine Rolle. 
  • Günstig kann ein Widerspruch auch dann sein, wenn das Geld der Versicherung dringend gebraucht wird. Durch den Widerspruch erhält man oft mehr als durch eine Kündigung.

Wann kann sich der Widerspruch nicht lohnen?

  • Bei gekoppelten Verträgen – bspw. mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung – entfällt dann dieser Schutz. Ob es einen vergleichbaren, bezahlbaren neuen Versicherungsschutz gibt, ist unklar. 
  • Bei Verträgen mit immer noch guten Konditionen. Gute Garantiezinsen und eine erfolgreiche Anlagestrategie im Zusammenspiel mit geringeren Kosten machen auch widerrufbare Versicherungsverträge attraktiv. 
  • Wenn bereits erhaltene Steuervergünstigungen verlorengingen und diese den Mehrwert durch einen Widerspruch „auffressen“.

Nutzen Sie also die Möglichkeit und lassen sich beraten. Der Versicherte kann sich zum Beispiel an eine/einen Fachanwältin/Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarkt wenden. 

„Auch wenn es sich um den Widerspruch einer Versicherung handelt, können Fachanwälte aus dem Bank- und Kapitalmarktrecht oftmals auf ihre Erfahrungen im Bereich des Widerrufs von Darlehensverträgen und die Vielzahl der dazu ergangenen Rechtsprechung zurückgreifen. Dies nutzt auch dem Versicherten. Zudem bieten einige Kanzleien – so auch wir – hier eine kostenlose Ersteinschätzung an“ erklärt Rechtsanwältin Sandra Lingnau, Fachanwältin für Bank- und Kapitalmarktrecht. Diese Ersteinschätzung ist dann günstiger als Bezahlangebote von anderen Marktteilnehmern und Sie wissen vor der Entstehung von Kosten, ob es sich für Sie lohnt.


Rechtstipp aus der Themenwelt Finanzen und Versicherung und den Rechtsgebieten Bankrecht & Kapitalmarktrecht, Versicherungsrecht

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