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Widerruf von Altdarlehen bei der Sparkasse noch bis Juni 2016 möglich

Rechtstipp vom 04.05.2016
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Rechtstipp vom 04.05.2016
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Widerruf von Altdarlehen bei der Sparkasse noch bis Juni 2016 möglich

Jahrelang nutzten Sparkassen im gesamten Bundesgebiet fehlerhafte Widerrufsbelehrungen. Unzählige Verbraucher, die zwischen 2002 und 2012 (Immobilien-)Darlehensverträge bei Kreditinstituten wie der Sparkasse aufgenommen haben, wurden dementsprechend nur fehlerhaft über ihre Widerrufsrechte informiert. Die damalige Rechtslage schützte Verbraucher in diesen Fällen und sprach ihnen ein unbefristetes Widerrufsrecht von Gesetztes wegen zu. Kunden der Sparkasse hatten dadurch die Möglichkeit, Altkredite auch Jahre später und lange nach dem Verstreichen der vertraglichen Widerrufsfrist zu widerrufen. Diese Chance besteht für betroffene Sparkassenkunden noch bis Juni dieses Jahres. Unverhofft finden sich bundesweit unzählige Verbraucher gegenüber ihrem Kreditinstitut in einer rechtlich vorteilhaften Position wieder.

Gesetzesänderung befristete Widerrufsrecht für fehlerhaft belehrte Verbraucher

Seit dem 1. April 2016 können Darlehensnehmer dieses Recht nur noch bedingt gegenüber der eigenen Sparkasse geltend machen. Eine Gesetzesänderung, die von der Bundesregierung initiiert wurde, hat das ehemals „ewige“ Widerrufsrecht befristet. Kunden, die eine fehlerhafte Widerrufsbelehrung erhalten, können ihren Darlehensvertrag seitdem nur noch maximal ein Jahr und 14 Tage nach Vertragsschluss widerrufen. Diese Gesetzesänderung soll für die Banken mehr Rechtssicherheit schaffen, hieß es in der Erklärung zur Änderung der Rechtslage. Altfälle, also Verbraucher, die weit vor der Gesetzesänderung fehlerhaft belehrt wurden, können das ehemals unbefristete Widerrufsrecht noch bis zum 21. Juni 2016 in die Wege leiten. Knapp anderthalb Monate verbleiben den Sparkassenkunden also, um ihren Vorteil auszunutzen.

Gebrauchen des Widerrufrechts kann unmittelbar zu finanziellem Gewinn führen

Warum ein Widerruf von alten Darlehen bei der Sparkasse überhaupt sinnvoll sein kann, ist schnell erklärt: Wer den Finanzmarkt aufmerksam verfolgt, dem wird nicht entgangen sein, dass die Zinsen für Darlehen auf einem historisch niedrigen Stand sind. Noch vor einigen Jahren mussten Darlehensnehmer wesentlich schlechtere Konditionen akzeptieren, viele Kunden von Kreditinstituten wie der Sparkasse ärgern sich. Der Widerruf bietet nun die Möglichkeit zu einer Umschuldung mit gegebenenfalls hoher Geldersparnis. Die direkte Rechtsfolge eines Widerrufs ist die Rückabwicklung des Vertrags. Der Darlehensnehmer erhält seine gezahlten Raten, Zinsen und Gebühren, die Bank auf der anderen Seite die Darlehenssumme zurück. Um die volle Darlehenssumme des Altkredits zurückzahlen zu können, ist möglicherweise ein neuer Kredit nötig. Der Vorteil: Der neue Kredit wird zu heutigen Konditionen, also mit niedrigeren Zinsen und nahezu ohne Gebühren abgeschlossen. Sparkassenkunden würden durch diesen Schachzug die hohen und ärgerlichen Kosten des Altkredits problemlos einsparen. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Sparkasse keine sogenannte Vorfälligkeitsentschädigung für einen frühzeitigen Vertragsausstieg verlangen kann. Anders als bei einer Kündigung fällt diese bei einem Widerruf nicht an. Zusammengefasst: Altdarlehen widerrufen, Vorfälligkeitsentschädigung umgehen, Umschuldung vornehmen, bis zu fünfstellige Geldsummen sparen.

Sparkassen missachteten gesetzliches Deutlichkeitsgebot in unzähligen Fällen

Diese Tür öffnete die Sparkasse für ihre Kunden selbst, indem sie fehlerhafte Widerrufsbelehrungen nutzte. Für Widerrufsbelehrungen ist das gesetzliche Deutlichkeitsgebot, ein Ausfluss aus §355 Abs. 2 BGB a.F., einschlägig, das unter anderem als Mindestanforderung an Widerrufsbelehrungen die absolute Verständlichkeit für einen Normalbürger voraussetzt. Genau dagegen ist verstoßen worden, indem beispielsweise der Fristbeginn durch unpräzise Formulierungen nicht abschließend und einleuchtend geklärt war. Darüber hinaus waren irrelevante und somit unzulässige Absätze in die Belehrungen eingegliedert. Ein klarer Fehler, wie schon der Bundesgerichtshof entschied. Über Jahre hinweg sind in zahlreichen Widerrufsbelehrungen verschiedenste Fehler gefunden worden, fest steht aber: nahezu alle Sparkassen im Bundesgebiet müssen ihren Kunden in den meisten Fällen die Möglichkeit des späten (ewigen) Widerrufs zugestehen.

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Der 21. Juni 2016 rückt näher und mit diesem Datum könnte das Widerrufsrecht für unzählige Sparkassenkunden für immer erlöschen. Um den maximalen Erfolg zu erzielen, sollte ein erfahrener Rechtsbeistand gewählt werden. Die Kanzlei Werdermann | von Rüden bietet ein Team hochqualifizierter Anwälte, einen großen Erfahrungsschatz und eine sehr hohe Erfolgsquote. Eine Erstprüfung der Vertragsunterlagen auf Widerrufbarkeit inklusive Einschätzung der Rechtslage ist bei Werdermann | von Rüden kostenlos.

Weitere Informationen unter: https://www.wvr-law.de/widerruf-immobilienkredit-ohne-vorfaelligkeitsentschaedigung

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Rechtstipp aus der Themenwelt Finanzen und Versicherung und dem Rechtsgebiet Bankrecht & Kapitalmarktrecht

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