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Widerruf von Darlehensverträgen weiter möglich

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Der Widerruf von Verbraucherdarlehensverträgen ist auch nach dem 21.06.2016 weiterhin möglich. Der häufig genannte Fristablauf betraf lediglich Verträge, die im Zeitraum 02. November 2002 bis 10. Juni 2010 abgeschlossen wurden.

Dabei handelt es sich zwar wohl um die meisten der mit falscher Widerrufsbelehrung versehenen Verträge, aber dennoch bei weitem nicht um alle. Auch wenn die Fehler in neuerer Zeit weniger wurden, gibt es auch bei diesen noch viele mit fehlerhaften Belehrungen. Daraus folgt, dass auch viele Verträge, die nach dem 11. Juni 2010 abgeschlossen wurden, weiterhin widerrufen werden können.

Zudem fallen Verträge, die vor dem 02. November 2002 geschlossen wurden nicht unter den Ausschluss. In der Regel können diese zwar nicht widerrufen, aber in vielen Fällen mit einer kurzen Frist gekündigt werden.

Zudem kann weiterhin ein Widerrufsrecht bestehen, wenn der Vertrag in einer so genannten „Haustürsituation“ geschlossen wurde, z. B. dann, wenn der Bankberater zum Beratungsgespräch in der Wohnung oder am Arbeitsplatz des Darlehensnehmers war.

Wenn der Vertrag in den genannten Zeiträumen oder an den genannten Orten abgeschlossen oder angebahnt wurde, lohnt sich daher weiterhin eine Prüfung, ob ein Widerrufs- oder Kündigungsrecht besteht.

Lassen Sie daher die Möglichkeiten in jedem Fall von einem Fachanwalt prüfen. Hierfür stehe ich selbstverständlich gerne zur Verfügung.

Torsten Senn

Rechtsanwalt

Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht


Rechtstipp vom 30.11.2016
aus der Themenwelt Kündigung der Versicherung und dem Rechtsgebiet Bankrecht & Kapitalmarktrecht

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