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Widerrufsjoker besteht zum Großteil fort

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Tausende Verbraucher können Widerrufsjoker noch ausspielen

Der Widerrufsjoker bleibt existent. Und das trotz der Gesetzesänderung vom 1. April 2016. Mit dieser sollte die Rechtssicherheit zum Wohle der Banken gestärkt werden und im Juni dieses Jahres erlosch der Widerrufsjoker für tausende Verbraucher. Doch ein Großteil ist noch immer in dem Genuss dieser Rechtsfigur.

Der Begriff Widerrufsjoker meint das Recht, alte Darlehensverträge noch Jahre später widerrufen zu können. Das ist insofern ein Vorzug, da das Widerrufsrecht bei einem Kredit grundsätzlich befristet ist. In tausenden Fällen bei vielen verschiedenen Kreditinstituten setzte diese Frist jedoch nie ein. Jene Vertragsschlüsse können „ewig“ widerrufen werden. Vor der Gesetzesänderung waren alle Verbraucher, die seit 2002 einen Kredit aufgenommen hatten, potentiell betroffen. Durch die Änderung der Rechtslage wurde das Zeitfenster verkürzt: Der Widerrufsjoker bleibt für viele Darlehen, die zwischen 2010 und 2016 aufgenommen wurden, erhalten.

Widerrufsjoker ermöglicht Umschuldung und hohe Ersparnis

Das Ausspielen des Widerrufsjokers rentiert sich. Zwar mögen alte Darlehen bewährt sein, der späte Widerruf ist finanziell gesehen dennoch sinnvoll. Noch vor wenigen Jahren waren die Zinsen um einige Prozentpunkte höher als heute. Durch die Niedrigzinspolitik auf dem weltweiten Finanzmarkt, insbesondere aber in Europa, war es nie günstiger als heute für Verbraucher, einen (Immobilien-) Kredit aufzunehmen. Probates Mittel, um diese Lage auszunutzen, ist eine Umschuldung. Bei einer Umschuldung trennt man sich vom alten Darlehen und nimmt ein neues zu besseren Konditionen auf.

Doch die Wege zur Umschuldung sind unterschiedlich: Einerseits kann der Darlehensnehmer den Kredit kündigen. Bei einer Kündigung wird das Schuldverhältnis für die Zukunft beendet, allerdings muss der Verbraucher einen Ausgleichsbetrag, eine sogenannte Vorfälligkeitsentschädigung zusätzlich zu der ausstehenden Schuld entrichten. Nicht so beim Widerrufsjoker. Im Falle des Widerrufs wird der Darlehensvertrag rückabgewickelt – der Kunde erhält unter Rückgewähr der Darlehenssumme alle gezahlten Raten und Zinsen zurück. Eine Entschädigung an die Bank erfolgt nicht. Nach Widerruf wird also ein neues Darlehen aufgenommen, um die alte Schuld zu begleichen. Dadurch, dass das neue Darlehen niedrigere Zinsen hat, also günstiger ist, spart der Kunde monatlich viel Geld. Nicht selten haben Betroffene fünfstellige Summen einsparen können.

Banken für Widerrufsjoker verantwortlich

Doch wer ist berechtigt, den Widerrufsjoker auszuspielen? Wer hat das Recht inne, den alten Darlehensvertrag noch Jahre später zu widerrufen? Prinzipiell könnte jeder Verbraucher betroffen sein, der zwischen 2010 und 2016 einen Kredit aufgenommen hat. Grundlegende Voraussetzung ist, dass die Bank bei Abschluss des Darlehensvertrages eine fehlerhafte Widerrufsbelehrung genutzt hat. Verbraucher im Sinne deutschen Rechts müssen von der eigenen Bank vollumfänglich und ohne verbleibende Missverständnisse über ihre Rechte aufgeklärt werden. Dazu dient die Widerrufsbelehrung. In tausenden Fällen enthielten diese Belehrungen jedoch (teilweise sogar standardmäßig) gravierende Fehler. Rechtsfolge der ungenügenden Belehrung war, dass das Widerrufsrecht unbefristet galt, beziehungsweise gilt. Kurzum, jeder, der von der eigenen Bank fehlerhaft belehrt worden ist, könnte den Widerrufsjoker prinzipiell ausspielen und viel Geld sparen!

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Ob im konkreten Einzelfall die Berechtigung zum späten Widerruf gegeben ist, muss ein geschultes Auge prüfen. Ein voreiliges Handeln kann Chancen verbauen. Die Kanzlei Werdermann | von Rüden bietet allen potentiell Betroffenen eine kostenlose Erstprüfung des Darlehensvertrages an.

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Rechtstipp vom 23.11.2016
aus der Themenwelt Finanzen und Versicherung und dem Rechtsgebiet Bankrecht & Kapitalmarktrecht

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