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Widerrufsrecht besteht für zahlreiche Verbraucher fort

Rechtstipp vom 14.07.2016
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Widerrufsrecht besteht für zahlreiche Verbraucher fort

Das sogenannte „ewige“ Widerrufsrecht besteht für viele Verbraucher in der Bundesrepublik Deutschland noch immer. Am 21. Juni dieses Jahres erlosch zwar ein großer Teil des sogenannten Widerrufsjokers. Für viele weitere Kunden von Banken besteht aber weiterhin das Recht, Altdarlehen auch Jahre nach Verstreichen der eigentlichen 14-tägigen Widerrufsfrist zu widerrufen. Verbraucher, die zwischen 2010 und März 2016 einen Kreditvertrag abgeschlossen haben, könnten betroffen sein. Grundlage für das Widerrufsrecht ist noch immer, dass der Kunde von seinem Kreditinstitut nur fehler-, beziehungsweise lückenhaft über das eigene Widerrufsrecht belehrt worden ist.

Widerrufsrecht stellt rechtlichen und wirtschaftlichen Vorteil dar

Das „ewige“ Widerrufsrecht kann sich auszahlen. Widerruft man den eigenen Darlehensvertrag, wird dieser „rückabgewickelt“. Das heißt, dass alle im Rahmen des Vertrages getätigten Leistungen wechselseitig zurückgewährt werden. Die Bank erhält die Darlehenssumme vom Kunden zurück, dem Kunden werden alle gezahlten Zinsen, Raten und Gebühren erstattet.

Das bietet Raum für eine Umschuldung: Um die Schuld des Altdarlehens begleichen zu können, nimmt man einen neuen Kredit auf. Dieser wird allerdings zu heutigen, enorm günstigen Konditionen abgeschlossen. Die Finanzlandschaft 2016 ist vor allem durch das herrschende Zinstief enorm verbraucherfreundlich. Kurz: Der kostspielige Altkredit wird durch einen günstigen neuen Kredit abgelöst. Durch die Differenz in den Kosten (Zinsen, etc.) spart der Verbraucher laufend Geld. Innerhalb weniger Monate kann eine Ersparnis im fünfstelligen Bereich erzielt werden.

Das Prinzip der Umschuldung ist bekannt. Normalerweise können Verbraucher aber nur durch eine Kündigung vorzeitig aus dem Vertragsverhältnis mit der Bank aussteigen. In diesen Fällen verlangt die Bank eine sogenannte Vorfälligkeitsentschädigung, also eine Ausgleichszahlung für die ausbleibenden Einnahmen. Nicht so beim „ewigen“ Widerrufsrecht: Bei einem Widerruf kann die Bank keine derartige Entschädigung verlangen.

Das „ewige“ Widerrufsrecht verhilft also zu einer problemlosen und günstigen Umschuldung, mittels derer hohe Beträge eingespart werden.

BGH bestärkt Widerrufsrecht

Dass das Widerrufsrecht noch für viele Verbraucher trotz Verstreichen der 14-tägigen Frist noch besteht, fußt auf einer verbraucherfreundlichen Regelung. Nach dieser beginnt die Widerrufsfrist nicht zu laufen, wenn der Kunde fehlerhaft über den Widerruf und den damit verbundenen Rechten und Pflichten belehrt wurde. Fehlerhaft bedeutet, dass gegen das sogenannte gesetzliche Deutlichkeitsgebot verstoßen wurde. Dieses schreibt vor, dass der Kunde vollumfänglich und unmissverständlich belehrt werden muss. Diese Verstöße traten in unterschiedlichen Widerrufsbelehrungen verschiedener Banken beispielsweise in Form von unpräzisen Formulierungen, formalen Undeutlichkeiten oder unzulässigen Zusätzen auf. Unlängst rügte der BGH ein Kreditinstitut für das Verwenden überflüssiger und missverständlicher Fußnoten und sprach dem Kunden das „ewige“ Widerrufsrecht zu.

Damit wurde ein weiteres Mal bestätigt, dass in vielen Widerrufsbelehrungen erhebliche Fehler zu finden sind. Die Entscheidung des BGH ebnet den Weg, den Widerrufsjoker weiterhin ausspielen zu können.

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Viele Verbraucher sind noch betroffen. All diejenigen, die einen Darlehensvertrag zwischen 2010 und 2016 abgeschlossen haben, sollten reagieren. Die historisch niedrigen Zinsen bleiben nicht dauerhaft auf diesem Stand, momentan herrschen beste Voraussetzungen für eine Umschuldung vor. Das „ewige“ Widerrufsrecht bringt die Chance auf eine hohe Ersparnis mit sich, die keinesfalls ungenutzt bleiben sollte.

Die Kanzlei Werdermann | von Rüden bietet in diesem Zusammenhang eine kostenlose Erstberatung mit einer Prüfung des Darlehensvertrages auf Widerrufbarkeit an. Unsere Anwälte beraten Sie professionell und erfahren.

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Rechtstipp aus dem Rechtsgebiet Bankrecht & Kapitalmarktrecht

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