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Wie viel Promille sind im Straßenverkehr erlaubt?

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Wer in der Probezeit oder jünger als 21 Jahre alt ist, unterliegt dem strikten Alkoholverbot am Steuer. Es gilt die 0,0-Promillegrenze. Bei einem Verstoß drohen in der Regel 250,00 € Bußgeld und 1 Punkt im Fahreignungsregister. Bei Fahranfängern auf Probe erfolgt außerdem die Anordnung zur Teilnahme an einem Aufbauseminar. Zudem verlängert sich die Probezeit um 2 Jahre.

Für alle anderen gilt

Bei 0,5 Promille und mehr begeht der Fahrer des Kfz eine Ordnungswidrigkeit gemäß § 24a StVG. Im Regelfall drohen 1 Monat Fahrverbot und 500,00 € Geldbuße, bei Wiederholungstaten deutlich mehr.

Achtung

Unabhängig davon kann der Fahrer (egal ob innerhalb oder außerhalb der Probezeit) schon ab 0,3 Promille eine Straftat begehen.

Treten bei einem Wert ab 0,3 Promille zusätzlich alkoholbedingte Ausfallerscheinungen auf, wie z. B. alkoholbedingte Fahrfehler (überhöhte oder verlangsamte Geschwindigkeit, Schlangenlinien o. Ä.), kann eine alkoholbedingte Fahruntüchtigkeit vorliegen. Es droht eine Bestrafung wegen Trunkenheit im Verkehr.

Dieses Stadium kann abhängig vom Körpergewicht auch schon nach einem Bier erreicht sein

Ab 1,1 Promille gilt der Fahrer als absolut fahruntüchtig und hat somit eine Straftat verwirklicht. Die Folge sind in der Regel eine Geldstrafe (bei einem Wiederholungstäter jedoch auch Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr möglich), 3 Punkte im Fahreignungsregister und der Entzug der Fahrerlaubnis. Für die Neuerteilung der Fahrerlaubnis wird dann eine Sperrfrist von 6 Monaten bis zu 5 Jahren verhängt. In schwerwiegenden Fällen kann die Sperre auch für immer angeordnet werden.

Dieser Artikel gewährt lediglich einen ersten Überblick und hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit.


Rechtstipp aus den Rechtsgebieten Strafrecht, Verkehrsrecht

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