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Windwärts Energie GmbH meldet Insolvenz an - Genussrechte in Gefahr

Rechtstipp vom 11.02.2014
Rechtstipp vom 11.02.2014

10.02.2014: Wie verschiedene Medien heute berichten, hat am vergangenen Freitag, 07.02.2014 der Windparkentwickler und -betreiber Insolvenz angemeldet. Nach dem spektakulären Pleitefall um die Unternehmensgruppe PROKON ist das innerhalb kurzer Zeit ein weiterer Rückschlag für Anleger, die über Genussrechte in Erneuerbare Energien investiert sind.

Windwärts war es bereits im vergangenen Dezember nicht möglich, Genussrechtskapital in Höhe von 1,9 Millionen € an die Investoren zurückzuzahlen, die fälligen Kupons für insgesamt vier zwischen 2006 und 2013 aufgelegte Genussrechte konnten im Januar ebenfalls nicht ausgeschüttet werden. Das Unternehmen begründet die finanzielle Schieflage mit Vorlaufkosten für Projekte im Ausland sowie die zeitlichen Verzögerungen bei neu entwickelten Windparks und hatte sich bereits im vergangenen Jahr von kurz- bis mittelfristig unrentablen Projekten respektive Unternehmensteilen getrennt.

In einem von der Windwärts Energie GmbH in Auftrag gegebenen Gutachten sei nun festgestellt worden, dass die Rückzahlungsansprüche bestehender Genussrechtsinhaber im Hinblick auf die eventuelle Zahlungsunfähigkeit des Unternehmens berücksichtigt werden müsse, entgegen der bisherigen Rechtsauffassung. Insoweit habe der Geschäftsführer Lothar Schulz umgehend beim Amtsgericht Hannover Antrag auf Insolvenz gestellt. Der nun dortig eingesetzte vorläufige Insolvenzverwalter Prof. Dr. Volker Römermann habe eine vorsichtig optimistische Prognose für die Fortführung der weiteren Geschäftstätigkeit des Unternehmens gegeben. Im Übrigen seien die durch das Unternehmen über rechtlich getrennte Betreibergesellschaften begebenen geschlossenen Fonds zur Finanzierung weiterer Windpark- beziehungsweise Photovoltaikprojekte von dem Insolvenzantrag nicht direkt betroffen.

Die Kanzlei Wittmann & Schmitt in Kooperation mit Prof. Dr. jur. habil. Jürgen Rath bearbeitet ständig hunderte von laufenden Verfahren auf dem Gebiet des Wirtschafts-, Banken- und Kapitalmarktrechts. Auch im Insolvenzverfahren um den Windparkentwickler PROKON vertreten wir bereits eine Vielzahl Geschädigter. Wir empfehlen allen betroffenen Anlegern im Insolvenzfall um die Windwärts Energie GmbH, ebenfalls umgehend alle rechtlichen Möglichkeiten zur Sicherung bestehender Ansprüche mithilfe entsprechend erfahrener anwaltlicher Vertretung zu veranlassen. Ansatzpunkte könnten hier jeweils sein die sogenannte Prospekthaftung sowie etwaig Falschberatung, zu prüfen wären ebenfalls möglicherweise strafrechtlich relevante Vorgänge respektive Handlungen der zuständigen Organe beziehungsweise Verantwortlichen in der Unternehmensführung.

Gerne dürfen Sie sich zur Absicherung Ihrer berechtigten Ansprüche an uns wenden, Ansprechpartner auch für eine unverbindliche kurze telefonische Klärung der Sachlage innerhalb der Kanzlei ist Rechtsanwalt Wolfgang Wittmann.


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