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Wirksame Abtretung eines Schadensersatzanspruchs bei vorverlegtem Rückflug

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Der Bundesgerichtshof hat mit Urteil vom 17.04.2012, Aktenzeichen: X ZR 76/11 eine Klausel in einem Reisevertrag, durch die die Abtretung von Ansprüchen, deren Rechtsgrund in einer Leistungsstörung liegt, ausgeschlossen wird, für unwirksam erklärt. Nach Ansicht des Gerichts werden dadurch insbesondere bei Familienreisen die Anspruchsdurchsetzung für diejenigen Teilnehmer in unangemessener Weise erschwert, für welches ein anderes Familienmitglied die Reise gebucht hat. Im vorliegenden Fall konnte eine Flugreisende daher trotz des Abtretungsausschlusses Schadensersatzansprüche auch im Namen ihres Lebensgefährten geltend machen, für den sie die Flugreise mitgebucht hatte.

Wenn ein Veranstalter einer einwöchigen Pauschalreise den um 16.40 Uhr gebuchten Rückflug vertragswidrig in die frühen Morgenstunden des vereinbarten Rückreisetags verlegt und wenn sich der Veranstalter weigert, dem Reisemangel abzuhelfen, dann kann der Reisende grundsätzlich die Erstattung der Kosten eines anderweitigen Rückflugs verlangen, den er im Wege der Selbstabhilfe zu der ursprünglich vorgesehenen Zeit angetreten hat.


Rechtstipp vom 01.08.2012
aus der Themenwelt Freizeit und Reise und den Rechtsgebieten Reiserecht, Schadensersatzrecht & Schmerzensgeldrecht

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