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Wölbern Fonds: Gericht attestiert der Geschäftsführung Vertrauen vernichtendes Geschäftsgebahren.

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Die Spezialkammer des Landgerichts Hamburg wurde in dem Fall ungewöhnlich deutlich. Die Geschäftsführerin des Wölbern Fonds 58. IFH geschlossener Immobilienfonds für Holland GmbH & Co. KG (Holland 58) hat durch ihr Geschäftsgebaren das Vertrauen der Anleger zerrüttet. Das klingt nach Scheidung.

Was ist geschehen? Der Wölbern Fonds Holland 58 wollte sich an einem umstrittenen Liquiditätspool beteiligen und freies Kapital an kriselnde Fonds verleihen. Das gewagte Manöver wurde recht schnell von den Gerichten verboten. Im Eilverfahren. Die Anleger seien nicht hinreichend über die Funktionsweise und die Risiken des Pools informiert worden.

Bis jetzt hat sich die Fondsgeschäftsführung nicht dazu geäußert, ob trotz allem Gelder in den Pool gegangen sind. Und die längst fälligen Geschäftsberichte, in denen gegebenenfalls Zahlungen ausgewiesen werden müssen, wurden auch noch nicht veröffentlicht. Ein Skandal. Das hat sich der von den auf das das Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisierten Hamburger Gröpper Köpke Rechtsanwälten (www.bankrecht24.de) nicht gefallen lassen. Er verklagte die Geschäftsführerin des Fonds und bekam Recht. Das Gericht stellte klar, dass die Fondsgeschäftsführung dem Anleger Auskunft geben muss. Und begründete den Auskunftsanspruch unter anderem mit zerrüttetem Vertrauen des Anlegers in die Geschäftsführer. Gröpper Köpke Rechtsanwälte hatte in dem Prozess vorgetragen, dass gegen Herrn Prof. Dr. Schulte mittlerweile die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts der Veruntreuung von Anlegergelder ermittelt, die Geschäftsberichte 2011 entgegen der klaren handelsrechtlichen Bestimmungen noch nicht veröffentlicht hat und das Gericht meint zudem, dass die Geschäftsführerin durch eine ungeschickte Formulierung inzident eingeräumt hat, einen Teil der Fondsgelder in den umstrittenen Liquiditätspool eingezahlt zu haben. Das alles begründet das Misstrauen des Anlegers und führt letztlich zum Auskunftsanspruch; der Anleger darf und muss die Geschäftsführung kontrollieren. Eine Ohrfeige für die Geschäftsführerin.

Und das ist möglicherweise der Anfang vom Ende der sehr bedenklichen Ära des Wölbern-Chefs Schulte. Denn die Staatsanwaltschaft dürfte an den Informationen sehr interessiert sein. Nach der Meinung des Gröpper Köpke Rechtsanwalts Matthias Gröpper, der das Urteil erstritten hat, könnte die Verwendung der Fondsmittel für den Liquiditätspool eine Veruntreuung sein. „Und in dem Fall", meint Gröpper, „dürfte der Mann endgültig untragbar werden. Denn nach der Rechtsprechung des Oberlandesgerichts München müsste Wölbern dann bei jeder Neuemission auf das Ermittlungsverfahren und, gegebenenfalls, auf die Verurteilung des Wölbernchefs hinweisen. Und mit den Informationen dürften die schwerlich Eigenkapital für neue Fonds am Markt platzieren." Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Gröpper Köpke Rechtsanwälte betreut über die Schutzgemeinschaft für Wölbern Invest Fonds Anleger (www.sg-fuer-woelbern-invest-fonds-anleger.de) mittlerweile rund 400 Anleger von Wölbern Fonds. Alle Wölbern-Anleger können der Schutzgemeinschaft beitreten. Die Mitglieder werden von den Hamburger Rechtsanwälten in allen gesellschaftsrechtlichen Bereichen beraten und vertreten und können gegebenenfalls Rückabwicklungs- und Schadensersatzansprüche prüfen lassen.

Gröpper Köpke Rechtsanwälte wurde 2007 von den Rechtsanwälten Matthias Gröpper und Andreas Köpke gegründet. Die Rechtsanwälte beschäftigen sechs Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte und drei juristische Assistentinnen. Alle Juristen sind auf das Bank-, Börsen-, Kapitalanlage- und Kapitalmarktrecht spezialisiert und vertreten ausschließlich private und institutionelle Anleger. Die Rechtsanwaltsfirma wird von unabhängigen Marktbeobachtern zu den führenden Kanzleien im Bank- und Kapitalmarktrecht gezählt und gilt als Schrittmacher bei mehreren wichtigen Schadensfällen auf dem deutschen Kapitalmarkt. Die Rechtsanwälte können durch ihre besondere Expertise und ihre Erfahrung und mit der Unterstützung eines starken Sekretariats regelmäßig Anlegerschutzgemeinschaften in den großen Verfahren vertreten.

Die Rechtsanwälte haben mittlerweile in 16 Fällen Schutzgemeinschaften geschädigter Kapitalanleger mit mehreren hundert und teilweise mit über 1.000 Betroffenen betreut, vertreten konsequent Anlegerinteressen in mehreren Gläubigerausschüssen und als Gemeinsamer Vertreter die Ansprüche von über 2.000 Schuldverschreibungsgläubigern.


Rechtstipp vom 14.12.2012

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