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Wölbern Fonds Holland 57. Ausschüttung gestrichen. Anleger in Nöten.

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Die auf das Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisierten Hamburger GRÖPPER KÖPKE Rechtsanwälte vertreten Anleger der Siebenundfünfzigste IFH geschlossener Immobilienfonds für Holland GmbH & Co. KG (Holland Nr. 57). Der Fonds befindet sich in einer ernsten Krise.

2010 verdiente der Fonds schon deutlich weniger. Die Prognosen wurden verfehlt. Die Fondsgeschäftsführung hat das mit der geringeren Mietindexierung und dem derzeit niedrigen Zinsniveau begründet. Zudem sei die Inflation als Bezugsgröße für die Wertsicherung der Mieten geringer ausgefallen. Und wegen Gewährleistungsmängeln sind Maßnahmen am Gemeinschaftseigentum notwendig, die unter bestimmten Voraussetzungen anteilig von der Fondsgesellschaft getragen werden müssen.

Mittlerweile hat sich die Lage des Fonds weiter verschlechtert. Die dritte Tranche der Ausschüttung für 2011 wurde eingefroren. Anleger befürchten, dass der Fonds 2013 nicht ausschüttet.

Zur Siebenundfünfzigste IFH geschlossener Immobilienfonds für Holland GmbH & Co. KG: Der Fonds wurde 2004 emittiert und 2005 vollständig platziert. 763 Anleger haben sich insgesamt mit € 18,9 Mio. an dem Fonds beteiligt. Der Kaufpreis für das Objekt in Almere wurde in Höhe von € 19,0 Mio. kreditfinanziert. Die Immobilie (Gesamtmietfläche: 11.475 m²) ist vollständig bis zum 31.12.2014 an den Mieter UWV vermietet.

Trotz allem befindet sich der Fonds in einer ernsten Lage. Nach der Einschätzung des GRÖPPER KÖPKE Rechtsanwalts Matthias Gröpper, der die erste und mit Abstand größte Interessengemeinschaft für Wölbern Fonds Anleger mit mittlerweile weit über 400 Betroffenen vertritt (www.sg-fuer-woelbern-invest-fonds-anleger.de), ein Anlass, sich über Schadensersatzansprüche Gedanken zu machen: „Die Erfolg des Fonds ist gefährdet. Anleger können alles verlieren."

Und die Betroffenen können viel tun. Der Bundesgerichtshof hat die Rechte der Betroffenen in den letzten Jahren durch eine Batterie anlegerfreundlicher Entscheidungen gestärkt. Wenn der Berater so ein Investment als sicher bezeichnet hat, haftet er (BGH, Urteil vom 19.10.2006, III ZR 122/05). Und der unterlassene Hinweis auf die Tatsache, dass Entnahmen und Ausschüttungen nicht zwingend der tatsächlichen Rendite entsprechen (BGH, Urteil vom 26.09.2005, II ZR 314/03) führt wie der fehlende Hinweis auf die eingeschränkte Handelbarkeit dieser Beteiligungen (BGH, Urteil vom 18.01.2007, III ZR 44/06) zum Schadensersatzanspruch. Darüber hinaus kommt die Rückabwicklung in Betracht, wenn nicht oder nicht richtig über das Widerrufsrecht belehrt wurde. Und wenn der Vermittler dem Kunden verschwiegen hat, dass er für den Vermittlungserfolg von der Emittentin ein Kopfgeld kassiert, könnte er sich unter bestimmten Voraussetzungen auch schadensersatzpflichtig gemacht haben (BGH, Urteil vom 19.12.2006, XI ZR 56/05). Darüber hinaus sind Vertriebskostenquoten in Höhe von mehr als 15% der Anlegergelder ausdrücklich aufklärungspflichtig, weil der unternehmerische Erfolg der Beteiligung angesichts des hohen Kapitalabflusses von Anfang an unwahrscheinlich ist (BGH, Urteil vom 12.02.2004, III ZR 359/02).

Dies vorausgeschickt können viele Betroffenen ihre Schadensersatzansprüche mit mehreren Begründungslinien geltend machen und haben in den meisten Fällen nach der Einschätzung des GRÖPPER KÖPKE Rechtsanwalts Matthias Gröpper ausgezeichnete Erfolgschancen Und das scheinen die Banken auch begriffen zu haben. Unter dem Druck der rechtsanwaltlichen Geltendmachung der Forderungen sind viele Geldinstitute zu schnellen Vergleichen bereit. Rechtsanwalt Matthias Gröpper meint: „Prozesse gegen Banken sind in diesen Fällen häufig Selbstläufer. Die Betroffenen müssen sich nur stark machen."

Deshalb raten die Hamburger Anlegeranwälte allen Betroffenen, sich an einen auf das Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisierten Rechtsanwalt zu wenden und alle in Betracht kommenden Ansprüche prüfen zu lassen.

GRÖPPER KÖPKE Rechtsanwälte wurde 2007 von den Rechtsanwälten Matthias Gröpper und Andreas Köpke gegründet. Die Rechtsanwälte beschäftigen sechs Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte und drei juristische Assistentinnen. Alle Juristen sind auf das Bank-, Börsen-, Kapitalanlage- und Kapitalmarktrecht spezialisiert und vertreten ausschließlich private und institutionelle Anleger. Die Rechtsanwaltsfirma wird von unabhängigen Marktbeobachtern zu den führenden Kanzleien im Bank- und Kapitalmarktrecht gezählt und gilt als Schrittmacher bei mehreren wichtigen Schadensfällen auf dem deutschen Kapitalmarkt. Die Rechtsanwälte können durch ihre besondere Expertise und ihre Erfahrung und mit der Unterstützung eines starken Sekretariats regelmäßig Anlegerschutzgemeinschaften in den großen Verfahren vertreten.


Rechtstipp vom 08.03.2013
aus der Themenwelt Finanzen und Versicherung und dem Rechtsgebiet Bankrecht & Kapitalmarktrecht

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