Zur Navigation springen Zum Inhalt springen Zum Footer springen

Wölbernchef Schulte in Untersuchungshaft. Er soll bei mehreren Fonds € 137 Mio. veruntreut haben.

(14)

Das ist der vorläufige Höhepunkt im Wölberndrama. Die Hamburger Staatsanwaltschaft hat heute Morgen die Geschäftsräume der Wölbern Invest KG in der Hafencity und die Privaträume des Wölbernchefs Schulte durchsucht. Ihm wird vorgeworfen, die Gelder der Anleger mehrerer Wölbernfonds in Höhe von € 137 Mio. veruntreut und dadurch einen Gesamtschaden in Höhe von € 37 Mio. verursacht zu haben.

Rechtsanwalt Matthias Gröpper von den auf das Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisierten Hamburger GRÖPPER KÖPKE Rechtsanwälten: "Wir haben seit 2012 vor der Vertrauen vernichtenden Geschäftsführung der Wölbernfonds gewarnt. Und seitdem rund 40 Prozesse gegen eine ganze Reihe von Fondsgeschäftsführungsgesellschaften geführt. Denen in allen Fällen Prof. Dr. Schulte als Geschäftsführer vorstand."

"Nach Lage der Dinge," schätzt GRÖPPER KÖPKE Rechtsanwalt Matthias Gröpper, "könnte dem Professor die von uns bei vielen Wölbernfonds vereitelte Einführung des Liquiditätsmanagementsystems das Genick gebrochen haben: Schulte wollte das Geld prosperierender Fonds an kriselnde Wölbernfonds verleihen. Das hielten wir für rechtswidrig und haben das in vielen Fällen mit Erfolg gerichtlich verbieten lassen. Nichts desto trotz scheint Schulte, meinen wir, Gelder rechtswidrig aus den Fonds entnommen und in den Liquiditätspool gegeben haben. Das wäre eine Veruntreuung des Gesellschaftsvermögens."

Jetzt stehen die meisten Wölbernanleger vor den Scherben ihrer sprichwörtlichen Nibelungentreue zu den Wölbernfonds. "Viele wollten," sagt Rechtsanwalt Gröpper, "bis zuletzt nichts von den Schwierigkeiten, in denen viele Fonds stecken, wissen und haben trotz ganz augezeichneter Rückabwicklungschancen nichts unternehmen wollen. Und auf den vermeintlichen Wert der Fondsobjekte vertraut." Aber die Immobilien sind in vielen Fällen fast nichts mehr wert, meint Gröpper: "Der niederländische Immobilienmarkt steckt seit Jahren in der Krise. Mieter verlängern nicht. Und Käufer scheint es in vielen Fällen auch nicht zu geben. Jedenfalls hat Wölbern den vielbeschworenen Großinvestor bis heute nicht namentlich benennen können."

Die GRÖPPER KÖPKE Rechtsanwältin Nikola Schwadtke sagt: "Das könnte viele teuer zu stehen kommen. Wenn die Immobilien nicht mehr vermietet werden und auch nicht oder zu einem deutlich geringeren Preis verkauft werden können, kassiert am Ende allenfalls die die Objekte finanzierenden Banken; für die Anleger bleibt bei so einem Szenario meistens nichts übrig. Und die müssen dann gegebenenfalls auch noch einen erheblichen Teil der Ausschüttungen zurückzahlen. Bei einigen Fonds drohen Schadensersatzansprüche zum Ende des Jahres zu verjähren. Danach ist Schluss."

Und dabei ist das so einfach. Die GRÖPPER KÖPKE Rechtsanwälte haben eine ganz Reihe von Konzeptionsfehlern bei vielen Fonds identifiziert. Loan-to-value-Klauseln wurden verschwiegen, Satzungen wurden falsch übersetzt, Provisionsabreden von den Vermittlern verheimlicht. Das sind alles nach der Einschätzung der Hamburger Anlegeranwälte unter bestimmten Voraussetzungen Schadensersatz auslösende Informationspflichtverletzungen.

Die GRÖPPER KÖPKE Rechtsanwälte vertreten die erste und mit Abstand größte Anlegerschutzgemeinschaft von Wölbernanleger. Die Rechtsanwälte werden von unabhängigen Marktbeobachtern zu den führenden deutschen Anlegeranwälten gezählt. Durch die Unterstützung der Anlegerbetreuung und des starken Sekretariats vertreten die Hamburger Rechtsanwälte laufend große Anlegerschutzgemeinschaften in Massenschadensfällen.


Rechtstipp vom 25.09.2013
aus der Themenwelt Finanzen und Versicherung und dem Rechtsgebiet Bankrecht & Kapitalmarktrecht

Sie haben Fragen? Gleich Kontakt aufnehmen!

Rechtstipps zum Thema

Rechtstipps des Autors

Alle Rechtstipps von Rechtsanwalt Matthias Gröpper (Rechtsanwalt Gröpper Köpke Rechtsanwälte)