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Zahlreiche erfolgreiche Verfahren gegen diverse Hersteller im Abgasskandal!

Rechtstipp vom 23.08.2017
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Rechtstipp vom 23.08.2017
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Berichte über den Abgasskandal („Dieselgate“) häufen sich seit einiger Zeit.

Neben VW, Audi und Porsche sind diverse weitere Hersteller betroffen. Käufer und Leasingnehmer sind verunsichert.

Inzwischen sind erfreulicherweise zahlreiche Klageverfahren von den Gerichten positiv gegen die Hersteller entschieden worden. Käufer und Leasingnehmer können innerhalb der Gewährleistungsfristen unterschiedliche Gewährleistungsansprüche geltend machen.

Diese reichen von der Minderung des Kaufpreises über Schadensersatz und Nachbesserung bis zur Neulieferung eines mangelfreien Pkw.

Beachten Sie unbedingt, dass in Leasingverträgen nahezu immer die leasingtypische Abtretungskonstruktion enthalten ist, nach der Ihnen Ihr Leasinggeber seine Mängelgewährleistungspflichten gegenüber dem Hersteller abgetreten hat.

Sie trifft hier eine Interessenwahrungspflicht!

Vermeiden Sie, von Ihrem Leasinggeber in Regress genommen zu werden, und machen Sie Gewährleistungsrechte rechtzeitig geltend!

Wie stellt sich die Mangelhaftigkeit dar?

Bei den betroffenen Dieselmotoren wird die Abgasrückführung von einer speziellen Software gesteuert, die zwischen zwei verschiedenen Betriebsmodi wechseln kann, sodass der Ausstoß von Stickoxid (NOx) auf dem Prüfstand optimiert und indes im laufenden Verkehr nicht ansatzweise eingehalten wird. Die Abgaswerte werden geschönt. Die Fahrzeuge sind aufgrund der Manipulation und Installation einer illegalen Abschalteinrichtung zur Umgehung von Abgasnormen mangelhaft.

Dies führt zu einem sinkenden Wiederverkaufswert (bzw. Restwert). Nach wie vor drohen Dieselfahrverbote sowie die Stilllegung der Fahrzeuge, von Gesundheitsbeeinträchtigungen und der Umweltverschmutzung abgesehen.

Sollten Sie dem Rückruf folgen?

Die Hersteller führen Rückrufaktionen durch und bieten Softwareupdates an.

Meiner Auffassung nach sollte man dem nicht folgen.

Der ungewisse Ausgang einer Nachbesserung birgt Nachteile. Es dürfte bereits zweifelhaft sein, ob eine Nachbesserung oder Nachrüstung ohne Nachteile möglich ist und ob diese Maßnahmen den Mangel beheben.

Diese Zweifel müssen Sie nicht hinnehmen.

Schließlich müssen Sie auch nach einem Softwareupdate mit einem nicht unerheblichen merkantilen Minderwert rechnen.

Außerdem kann es durch die Updates und einem möglicherweise zudem notwendigen Teiletausch zu Beeinträchtigungen der Motorcharakteristik mit Einfluss auf Leistung, Lebensdauer und Verbrauch kommen.

Wie sollten Sie reagieren?

Vermeiden Sie Fehler bei der Geltendmachung Ihrer Rechte als Käufer oder Leasingnehmer!

Meiner Auffassung nach sollten Sie keinesfalls Nachbesserung durch Aufspielen des Softwareupdates fordern.

Auch ist ein Rücktritt vom Vertrag oder eine Anfechtung wegen arglistiger Täuschung nicht Mittel der Wahl.

Einzig infrage kommende Lösung ist die Geltendmachung Ihres Anspruches auf Nacherfüllung in Form der Neulieferung eines mangelfreien Pkw aus der aktuellen Serienproduktion.

Kontaktieren Sie mich gern für eine kostenlose erste Einschätzung über die nebenstehenden Kontaktdaten.

Mit freundlichen Grüßen

Sandra Sutmar

Rechtsanwältin


Rechtstipp aus der Themenwelt Rechte betrogener Käufer und den Rechtsgebieten Kaufrecht, Verkehrsrecht

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