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Zeit ist Geld. Rechtsanwälte beraten Green Planet-Anleger

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Hamburg/Frankfurt, 25.09.2014. Nachdem die Staatsanwaltschaft die Green Planet AG schon im April dieses Jahres ausgehoben, den ehemaligen Vorstand Michael Wander verhaftet und die restlichen Vermögenswerte beschlagnahmt hatte, wurde jetzt das Insolvenzverfahren beim Frankfurter Amtsgericht eröffnet (810 IN 884/14). Der Frankfurter Rechtsanwalt Miguel Grosser wurde zum Insolvenzverwalter bestellt. Das Unternehmen darf nicht mehr ohne die Zustimmung des Verwalters über die Gelder verfügen.

Zweifelhaftes grünes Investment in Baum-Plantage

Die Green Planet AG warb bei Kleinanlegern für Investments in eine Teakholz- und Kautschuk-Plantage in Costa Rica rund€ 15 Mio. ein. Die Anleger konnten sich ab einem Betrag in Höhe von € 4.490,00 beteiligen. Sie versprachen ihnen einen Zins in Höhe von bis zu 13%/ Jahr. Mit dem Geld sollten Bäume gepflanzt und nach 20 Jahren abgeholzt und verkauft werden.

Staatsanwaltschaft vermutet Betrug

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass höchstens ein Fünftel der Gelder der Anleger satzungsgerecht verwendet und der Rest weitgehend veruntreut wurde. Der ehemalige Vorstand Michael Wander wurde wegen des Verdachts des schweren Betrugs zum Nachteil vieler Kleinanleger in Untersuchungshaft genommen.

Tipps zur Forderungsanmeldung

Die betroffenen Green Planet-Anleger müssen jetzt ihre Forderungen beim Verwalter zur Insolvenztabelle anmelden. Dort laufen wichtige Fristen. Und die Anmeldungen sollten gut begründet werden. Die Qualität der Begründung entscheidet häufig darüber, ob die Forderungen zuerst oder erst nach allen anderen bedient werden, §§ 38, 39 InsO. Und da im Insolvenzverfahren denknotwendig Geld fehlt, drohen unzureichend begründete Forderungen nicht bedient zu werden.

Schadensersatz gegen Vorstand

Weil die mutmaßliche Quote bei der Verteilung der Insolvenzmassen meistens gering ist, raten wir, sagt der Hamburger Anlegeranwalt Matthias Gröpper von den auf das Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisierten GRÖPPER KÖPKE Rechtsanwälten, ergänzend Schadensersatzansprüche gegen die handelnden Personen des Unternehmens prüfen lassen; denn der Verdacht steht im Raum, dass Gelder veruntreut und Anleger betrogen wurden.

Zeit ist Geld

In den Fällen ist der Faktor Zeit von erheblicher Bedeutung. Denn im Zweifel gilt bei der Vollstreckung aus titulierten Forderungen das Prioritätsprinzip; wer zuerst kommt, wird zuerst bedient. Bis nichts mehr da ist.


Rechtstipp vom 25.09.2014

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