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Zong-SMS: Abzocke und Betrug über Facebook und PayPal

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29.04.2015: Eine neue üble Betrugsmasche verbreitet sich im Internet, überwiegend über die Plattform von Facebook. Das berichten in regelmäßigen Abständen seriöse Medien, auch die Polizeibehörden warnen vor dem neuen betrügerischen Vorgehen krimineller Banden. Die Opfer ahnen in der Regel nichts von dem Unheil und werden im Nachgang mit hohen Kosten über Ihre Mobilfunkrechnungen konfrontiert, die Rede ist von teilweise hoch vierstelligen Beträgen.

Üblicherweise hacken sich die Betrüger in bestehende Facebook-Konten ein und verschicken dort massenhaft Nachrichten an die gesamte Freundesliste mit Bitte um Zusendung der Mobilfunknummer unter irgendeinem Vorwand. Anschließend werden von den Kriminellen Zahlungen in Auftrag gegeben, üblicherweise über den asiatischen Internet-Bezahldienst Zong oder beispielhaft auch über die eBay zugehörige Plattform PayPal. Daraufhin werden die Freunde nochmals kontaktiert und darum gebeten, die soeben auf ihr Mobiltelefon erhaltene TAN-Nummer durchzugeben, die wiederum zur Durchführung der betrügerischen Transfers verwendet wird. Die Betroffenen sehen sich dann erst nach Erhalt der nächsten Telefonabrechnung mit den entstandenen Kosten konfrontiert.

Wir empfehlen allen Nutzern entsprechender sozialer Plattformen, stets große Vorsicht walten zu lassen und bei dem geringsten Verdacht vorsichtshalber persönliche Rücksprache zu halten oder auch die Polizeibehörden zu informieren. Insbesondere die Weitergabe persönlicher Daten, hier also schon die eigene Mobilfunknummer, sollte mit großer Umsicht gehandhabt werden.

Betroffenen, die bereits Opfer der oben beschriebenen Vorgehensweise wurden, empfehlen wir dringend, gegen entsprechende Rechnungen zunächst Widerspruch einzulegen. Mit entsprechend erfahrener anwaltlicher Vertretung sollten umgehend alle rechtlichen Möglichkeiten zur Abwehr solcherart betrügerisch produzierter überhöhter Rechnungsforderungen geprüft und gegebenenfalls unternommen werden. Möglicherweise dürfte fraglich stehen, ob es im Grundsatz überhaupt eine Rechtsgrundlage für die Mobilfunkanbieter gibt, ihrerseits entsprechenden und wohl typischerweise auffälligen Zahlungsansprüchen aus dem Ausland nachzukommen.

Die auf Wirtschafts-, Kapitalmarkt- und Bankenrecht spezialisierte Kanzlei Wittmann & Schmitt in Kooperation mit Prof. Dr. jur. habil. Jürgen Rath ist ständig mit hunderten von laufenden Verfahren auf diesen Gebieten mandatiert und hat sich hier über die Jahre eine ausgezeichnete Expertise in Bezug auf Anleger- und Verbraucherschutz erarbeitet. Gerne dürfen Sie uns als Geschädigte in vorausgehend beschriebenen Fällen kontaktieren. Ansprechpartner innerhalb der Kanzlei auch für eine unverbindliche kurze telefonische Klärung des Sachstandes ist Rechtsanwalt Wolfgang Wittmann.


Rechtstipp vom 30.04.2015

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