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Haftpflichtversicherung

Eine private Haftpflichtversicherung sollte jeder haben, denn sie kann vor dem finanziellen Ruin schützen. Wann die Police einspringt und auf welche Leistungen es ankommt.

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Gelistet bei: Deutsches Institut für Service-Qualität Öko Test

Testsieger mit Qualitätsurteil „gut"
03/2017

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Die wichtigsten Fragen und Antworten

Wann braucht man eine Haftpflichtversicherung?

Wenn Sie anderen Personen oder deren Eigentum Schaden zufügen, haften Sie. So sieht es das Gesetz vor. Sie sind verpflichtet, den Schaden zu ersetzen, auch wenn Sie dafür Ihr gesamtes Vermögen einsetzen müssen. Wenn Sie aber eine private Haftpflichtversicherung abgeschlossen haben, übernimmt diese es, den Schaden zu regulieren.Sie leistet immer dann, wenn Schadensersatzforderungen auf Sie zukommen. Versichert sind dabei Sach-, Personen- und Vermögensschäden. Sie kommt sogar häufig für den Schaden auf, wenn Sie als Versicherungsnehmer grob fahrlässig gehandelt haben. Gleichzeitig gewährt die Police Rechtsschutz, denn der Versicherer prüft, ob Schadensersatzansprüche anderer an den Versicherungsnehmer gerechtfertigt sind und wehrt unberechtigte Forderungen ab -  notfalls auch vor Gericht. Wichtig bei Abschluss der Versicherung ist die Höhe der Deckungssumme. Gute Versicherungen decken Schäden bis 100 Millionen Euro ab.​

Welche Schäden sind nicht versichert?

Für Schäden, die der Versicherungsnehmer absichtlich herbeiführt, besteht kein Versicherungsschutz. Wer also absichtlich den Gartenzwerg des Nachbarn zertrümmert, kann nicht erwarten, dass die Versicherung dafür geradesteht. Die Police leistet auch nicht, wenn der Versicherungsnehmer laut Gesetz für einen Schaden gar nicht haftet. Das ist zum Beispiel bei Freundschaftsdienst der Fall. Typisches Beispiel ist die Hilfe beim Umzug: Lässt der Versicherungsnehmer als Umzugshelfer eine Kiste fallen und wertvolles Geschirr geht zu Bruch, wird der Versicherer einen solchen Gefälligkeitsschaden nicht ersetzen. Auch bei geliehenen Dingen gilt kein Versicherungsschutz. Neuere Policen bieten in beiden Fällen inzwischen trotzdem eine Deckung an. Vor Abschluss der Versicherung sollten Sie sich die jeweiligen Deckungshöhen genau anschauen.

Zahlt die Versicherung auch, wenn Kinder einen Schaden anrichten?

Es kommt darauf an, wie alt das Kind ist. Laut Gesetz ist ein Kind bis zu sieben Jahren für Schäden, die es verursacht, gar nicht haftbar zu machen. Im fließenden Straßenverkehr gilt sogar eine Altersgrenze von zehn Jahren. In solchen Fällen geht der Geschädigte leer aus. Für Eltern kann das unangenehm sein, wenn der Geschädigte der Nachbar oder gar ein Freund ist. Deshalb bieten viele Versicherer inzwischen auch Leistungen für Schäden sogenannter deliktunfähiger Kind an. Die jeweilige Entschädigungssumme ist aber ebenfalls limitiert, oft auf 3.000 oder 5.000 Euro. Eltern sollten aber grundsätzlich darauf achten, dass die Haftpflichtpolice für die ganze Familie gilt.

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Ausgewählte Rechtstipps zum Thema „Haftpflichtversicherung“

Wussten Sie schon?

Die Haftpflichtversicherung springt auch dann ein, wenn Sie als Eltern Ihre Aufsichtspflicht verletzen und die Kinder dabei Schäden verursachen. Voraussetzung dafür ist, aber dass Sie Ihrer Aufsichtspflicht tatsächlich nicht nachgekommen sind, denn nur dann haften Sie als Eltern. Haben Sie Ihrer Aufsichtsfplicht hingegen erfüllt, besteht kein Schadensersatzanspruch - auch wenn die alt bekannten Schilder "Eltern haften für ihre Kinder" aus Baustellen und Spielplätzen etwas anderes suggerieren. 

Da ohne Aufsichtspflichverletzung rechtlich überhaupt kein Anspruch des Geschädigten auf Schadensersatz besteht, übernimmt auch die Haftpflicht den Schaden nicht - außer Ihr Kind ist selbst zum Schadensersatz verpflichtet oder es besteht eine Zusatzdeckung für nicht deliktsfähige Kinder. 

Übersicht: Fünf spezialisierte Haftpflichtversicherungen

Tierhalterhaftpflicht

Haben Sie einen Hund oder ein Pferd? Dann benötigen Sie eine spezielle Tierhalterhaftpflichtversicherung. Reißt sich der Hund von der Leine, rennt vor ein Auto und verursacht einen Verkehrsunfall, muss der Hundebesitzer dafür geradestehen. Auch, wenn der Hund ein Kind beißt. Das gleiche gilt, wenn das eigene Pferd einen Schaden verursacht. Es haftet immer der Eigentümer.

Bauherrenhaftpflicht

Wenn Sie einen Neubau oder einen größeren Um- oder Anbau planen, sollten Sie eine Bauherrenhaftpflichtversicherung abschließen. Denn Sie als Bauherr haften Sie für Schäden, die anderen auf Ihrer Baustelle zustoßen. Sei es, dass die Baustelle mangelhaft abgesperrt ist, oder Bauteile herabstürzen und Passanten verletzten. Der Bauherr ist für die Sicherheit auf der Baustelle verantwortlich. Neuere Tarife der privaten Haftpflichtversicherung schließen oft Umbauarbeiten bis zu 50.000 Euro in den Versicherungsschutz mit ein. Eine extra Bauherrenhaftpflicht ist dann überflüssig.

Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht

Wer als Hauseigentümer eine Immobilie vermietet, sollte eine Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung abschließen. Denn er haftet für Schäden, die andere auf dem Grundstück oder im Haus erleiden. Das kann der Postbote sein, der auf dem vereisten Gehweg ausrutscht oder der Mieter, der im Treppenhaus stürzt, weil das Licht nicht funktioniert. Eine Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung kommt dann für den Schaden auf.

Gewässerschadenhaftplicht

Haben Sie einen Öltank im Keller oder auf dem Grundstück? Dann sollten Sie eine Gewässerschadenhaftpflicht abschließen. Denn leckt der Tank und verunreinigt das Grundwasser, müssen Sie den Schaden begleichen. Öltanks mit bis zu 5.000 Litern Fassungsvermögen sind häufig in neueren Tarifen Ihrer privaten Haftpflichtversicherung automatisch integriert. Dann benötigen Sie keine zusätzliche Gewässerschadenhaftpflicht.

Berufshaftpflichtversicherung

Diese Police deckt Schäden, die im Beruf geschehen können. Etwa, weil Sie als Arzt einen Patienten falsch behandelt haben. Oder weil Ihnen als Architekt ein Fehler bei der Konstruktion eines Bauwerks unterlaufen ist. Somit kann Sie im Ernstfall die berufliche Existenz sichern.

Wichtiges Extra: Forderungsausfalldeckung

Eigentlich springt die Haftpflichtversicherung dann ein, wenn der Versicherungsnehmer andere schädigt. In einem Fall leistet sie aber auch, wenn Sie als Versicherungsnehmer selbst der Geschädigte sind:

Hat der Schadenverursacher keine Haftpflichtversicherung und auch kein Geld, um den Schaden zu begleichen, kann es sein, dass Sie als Geschädigter leer ausgehen. Das kann finanziell gravierend sein, vor allem wenn Ihre Gesundheit durch einen Unfall nachhaltig beeinträchtigt ist und Sie vielleicht nie wieder arbeiten können. Abhilfe kann dann eine sogenannte Forderungsausfalldeckung schaffen. Diesen Schutz können Sie als Versicherungsnehmer bei Abschluss der privaten Haftpflichtversicherung mitversichern. Dann übernimmt der eigene Versicherer die Kosten, die Ihnen als Geschädigter zustehen.

Allerdings leistet der Versicherer nur unter bestimmten Voraussetzungen:

  • Bagatellschäden sind ausgeschlossen. Vielmehr muss der Schaden eine Mindesthöhe aufweisen, zum Beispiel 2.500 Euro oder mehr. Das variiert je nach Versicherer.
  • Der Versicherer begleicht nur Schäden, die unter den Versicherungsschutz einer privaten Haftpflichtversicherung fallen.
  • Die Zahlungsunfähigkeit des Schadenverursachers muss aus einem rechtskräftigen Urteil hervorgehen. Geschädigte wenden sich in so einem Fall am besten an einen Anwalt. Er kann dabei helfen, möglichst schnell ein rechtskräftiges Urteil zu erwirken und die Zahlungsunfähigkeit feststellen zu lassen.

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