Zur Navigation springen Zum Inhalt springen Zum Footer springen

Abofallen im Internet

Jedes Jahr bekommen Millionen Verbraucher Rechnungen für Abos, die sie gar nicht abgeschlossen haben. Wie Sie sich am besten gegen Abofallen wehren.

Bekannt aus: Der Tagesspiegel Money Soldan
Cosmopolitan Wiesbadener Kurier starting up

Gelistet bei: Deutsches Institut für Service-Qualität Öko Test

Testsieger mit Qualitätsurteil „gut"
03/2017

Bekannt aus: Der Tagesspiegel Money Soldan
Cosmopolitan Wiesbadener Kurier starting up

Gelistet bei: Deutsches Institut für Service-Qualität Öko Test

Testsieger mit Qualitätsurteil „gut"
03/2017

Die wichtigsten Fragen und Antworten

Was macht man, wenn eine Rechnung für ein Abo kommt, das unwissentlich geschlossen wurde?

Wenn Sie eine Rechnung für ein Abo bekommen, dass Sie Ihres Wissens gar nicht abgeschlossen haben, sollten Sie erst einmal Ruhe bewahren. Auch über das Internet abgeschlossene Verträge sind nur gültig, wenn bei beiden Vertragsparteien Einigkeit darüber besteht, dass ein Vertrag zustande kommt. Machen Sie deshalb zunächst den Abofallen-Check. Besuchen Sie die genannte Website oder die entsprechende App und prüfen nach, ob es einen eindeutigen Button gibt, der beispielsweise „zahlungspflichtig bestellen“ oder „kaufen“ lautet. Ist das nicht der Fall, so kommt gar kein Vertrag zustande. Doch auch wenn es einen entsprechenden Button gibt, sind die Pflichten des Anbieters damit noch nicht beendet. Unmittelbar vor Abschluss der Bestellung muss er klar und deutlich über die Laufzeit, alle anfallenden Kosten und die Bedingungen der Kündigung informiert werden. Passiert das nicht, so haben Sie ein Recht auf Rückabwicklung des Vertrags. Wurden Sie gar nicht oder nur unvollständig über das zweiwöchige Widerrufsrecht informiert, können Sie den Vertrag auch nach Ablauf von zwei Wochen noch widerrufen.

Muss man eine Abofallen-Rechnung bezahlen?

Wenn der Abo-Betreiber den Bestell-Button nicht eindeutig gekennzeichnet, oder die gesetzlich vorgeschriebenen Informationen unterschlagen hat, müssen Sie nicht bezahlen. Auch wenn der Anbieter Sie nicht richtig über Ihr Widerrufsrecht aufgeklärt hat, müssen Sie nicht zahlen, sondern können einfach den Vertrag widerrufen. Den Widerruf schicken Sie am besten per Einschreiben. Anders sieht es aus, wenn der Anbieter Ihren richtigen Namen nicht kennt, etwa weil Sie bei einem vermeintlichen Gratis-Angebot falsche Daten eingegeben haben. Dann sollten Sie die Zahlungsaufforderung schlicht ignorieren. Eine weitere Variante ist die, dass Sie in eine Smartphone-Abofalle getappt sind. Dann ziehen die Abo-Anbieter das Geld meist direkt über die Handy-Rechnung ein. In diesem Fall müssen Sie sofort das Abo kündigen und das Geld vom Abo-Betreiber oder Ihrem Mobilfunk-Anbieter zurückfordern.

Was macht man, wenn die Situation weiter eskaliert?

Die Betreiber sogenannter Abofallen sind darauf spezialisiert, Verbraucher
so lange unter Druck zu setzen, bis sie schließlich bezahlen. Auf Drohungen, dass Sie einen negativen Schufaeintrag bekommen, müssen Sie aber nicht reagieren, denn strittige Forderungen darf die Schufa gar nicht erst eintragen. Wenn Sie dem Betreiber bereits mitgeteilt haben, dass kein Vertrag besteht kann auch nichts passieren. Sie können sämtliche Drohbriefe – auch von Anwälten und Inkassofirmen getrost ignorieren. Holen Sie sich gegebenenfalls selbst anwaltlichen Rat oder wenden sich an eine Verbraucherzentrale. Auf einen Mahnbescheid müssen Sie allerdings in jedem Fall reagieren. Es reicht der Satz: „Ich widerspreche der Forderung insgesamt“, und der Mahnbescheid ist vom Tisch. Die Frist für die Reaktion auf einen Mahnbescheid beträgt zwei Wochen. Schicken Sie am besten sofort ein Fax und im Anschluss noch einen Brief oder ein Einschreiben. Im nächsten Schritt müsste der Abofallen-Betreiber oder das Inkasso-Unternehmen Klage einreichen, und das passiert in der Regel nicht, wenn die Forderungen unbegründet sind.

Wussten Sie schon?

Abofallen sind ein Dauerbrenner. Schon vor Zeiten des Smartphones waren sogenannte Klingelton-Abos Umsatzbringer für dubiose Unternehmen. Klingelton-Abos gibt es tatsächlich auch heute noch, zusammen mit Smiley-Abos für WhatsApp und Spiele-Abos. Ärgerlich bei Spiele-Abos – sie sind häufig auch in Spielen für Kinder versteckt und werden allein durch das Anklicken eines Banners oder einer Spielfigur ausgelöst. Das ist nicht erlaubt, denn gesetzlich vorgeschrieben sind eindeutige Buttons, die klarmachen, dass eine zahlungspflichtige Leistung bestellt wird.

Doch kommen die Abofallen-Betreiber über das Smartphone besonders einfach an ihr Geld. Abgerechnet wird ganz einfach über die Mobilfunk-Rechnung. Wird diese nicht regelmäßig kontrolliert, fällt zunächst gar nicht auf, dass Geld vom Konto abgeht.

Vermeiden lässt sich dieses automatische Bezahlen per Handy-Rechnung über eine so genannte Drittanbietersperre. Seit Mai 2012 sind die Mobilfunkanbieter laut Telekommunikationsgesetzes verpflichtet, eine solche Drittanbietersperre anzubieten. Der Ablauf ist bei jedem Anbieter unterschiedlich. Teils muss das gesamte Handy-Bezahlen gesperrt werden, teils können Sie bestimmte Anwendungen, beispielsweise den Ticketkauf im öffentlichen Nahverkehr, von der Sperre ausnehmen. Solche Sperren können oftmals über den Online-Zugang des Mobilfunk-Kundenkontos eingerichtet werden, manchmal reicht auch ein Anruf bei der Kunden-Hotline.

Wie komme ich aus einer Abofalle?

Wir helfen sofort

Fragen Sie einen Anwalt

Sie haben eine Rechtsfrage? Wir empfehlen Ihnen unverbindlich einen Experten aus über 20.000 Rechtsanwälten bei anwalt.de

Ihre Kontaktdaten können Sie im nächsten Schritt eingeben.

Wir benötigen noch einige Angaben, um Ihnen passende Anwälte zu empfehlen. Ihre Daten geben wir nicht an die Anwälte weiter, sondern nutzen Sie ausschließlich zur Kontaktaufnahme mit Ihnen. Datenschutzerklärung

Vielen Dank für Ihre Anfrage!
Leider ist etwas schiefgegangen.
Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

Passende Anwälte in Ihrer Nähe

Anwaltskanzlei Lenné
Rechtsanwalt Guido Lenné (Anwaltskanzlei Lenné)
Max-Delbrück-Str. 18, 51377 Leverkusen
(689)
Fachanwaltschaften Bankrecht & Kapitalmarktrecht 0214 9098400 0214 9098400
LoschelderLeisenberg PartG mbB
LoschelderLeisenberg PartG mbB
Maximilianstr. 29, 80539 München
(199)
089 25544424 089 25544424

Ausgewählte Rechtstipps zum Thema „Abofallen“

Checkliste – So werden Sie Ihr Handy-Abo wieder los

Drittanbietersperre einrichten

Spätestens wenn Sie gemerkt haben, dass ein Drittanbieter unberechtigt Geld abbucht, sollten Sie umgehend eine Drittanbietersperre veranlassen.

Abo-Betreiber ausfindig machen

Damit Sie wissen, an wen Sie sich wenden müssen, sollten Sie zunächst herausfinden, wer das Abo überhaupt betreibt. Nutzen Sie dazu am besten den in der Mobilfunkrechnung angegebenen Kontakt. Alternativ dürften Sie mit einer Online-Suche ebenfalls Erfolg haben. Normalerweise werden Handykunden tausendfach abgezockt, sodass Sie zahlreiche Foren-Einträge finden sollten.

Abo kündigen

Wenn Sie wissen, an wen Sie sich wenden müssen, stoppen Sie das Abo umgehend. Falls möglich, machen Sie das direkt online und schicken gleich ein Fax und ein Einschreiben hinterher.

Geld vom Abo-Betreiber zurückfordern 

Sie sollten bereits mit der Kündigung, egal in welcher Form Sie diese aussprechen, das bereits gezahlte Geld vom Betreiber zurückfordern.

Geld vom Mobilfunkanbieter zurückfordern

Wenn Sie Ihr Geld nicht zurückbekommen, so stellen Sie dieselbe Forderung noch einmal an Ihren Mobilfunkanbieter. Diese verweisen die Kunden zwar oft wieder an die Anbieter zurück, doch ist dieses Vorgehen umstritten.

Wie bewerten Sie diese Seite?