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Typische Verstöße im Straßenverkehr

Rechts überholen, Vorfahrt missachten, rote Ampel ignorieren, während der Fahrt das Handy am Ohr haben – all das sind typische Verstöße im Straßenverkehr. Leistet man sich aber zu viele oder zu schwere Verstöße, riskiert man seinen Führerschein. Die typischen Verstöße im Straßenverkehr sollten Autofahrer daher kennen und wissen, was nicht mehr als Bagatelle durchgeht.

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Testsieger mit Qualitätsurteil „gut"
03/2017

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Die wichtigsten Fragen und Antworten

Welche Regeln gelten im Straßenverkehr?

In der Straßenverkehrsordnung ist klar geregelt, wie sich Fußgänger, Fahrrad-, Motorrad- und Autofahrer zu verhalten haben, damit im Straßenverkehr möglichst niemand zu Schaden kommt. Wer gegen diese Regeln absichtlich oder unabsichtlich verstößt begeht eine Ordnungswidrigkeit und in schweren Fällen sogar eine Straftat. Wie Verstöße, die sich im Rahmen der Ordnungswidrigkeit halten, geahndet werden, regelt der amtliche Bußgeldkatalog Mögliche Sanktionen für Verstöße sind neben Bußgeldern, auch ein Eintrag von Punkten ins Fahreignungsregister in Flensburg, Fahrverbote und der Führerscheinentzug.


Sobald ein Führerscheininhaber acht Punkte auf seinem Punktekonto gesammelt hat, wird ihm der Führerschein entzogen. Um wieder eine Fahrerlaubnis zu bekommen, müssen Autofahrer nach einer mindestens halbjährigen Sperre häufig eine Medizinisch-Psychologische Untersuchung (MPU) bestehen. 

Was sind die häufigsten Verstöße im Straßenverkehr?

Die häufigsten Verstöße im Straßenverkehr sind nach Parkvergehen ganz klar Geschwindigkeitsüberschreitungen. Im Jahr 2016 wurden beim Fahreignungsregister 2,4 Millionen Geschwindigkeitsverstöße von Männern und rund 668.000 von Frauen registriert. Auf der Hitliste der häufigsten Verstöße finden sich zudem:

  • Missachten der Vorfahrt
  • Unterschreiten des Sicherheitsabstandes
  • Falsches Überholen
  • Handynutzung am Steuer
  • Falschparken
  • Alkohol und Drogen am Steuer
  • Falsches Abbiegen und Wenden
  • Falsches Beladen
  • Mangelhafter technischer Zustand des Fahrzeugs
  • Verstöße gegen die Halterpflichten, wie das Abschließen einer Kfz-Haftpflichtversicherung

Wenn Sie bei einem Verkehrsverstoß erwischt wurden, bekommen Sie als erstes den Anhörungsbogen zugeschickt. Hier müssen Sie nur Angaben zu Ihren Personalien machen, sich aber nicht zur Sache äußern. Falls es um größere Vergehen und damit um höhere Bußgelder geht, oder der Führerschein auf dem Spiel steht, sollten Sie am besten anwaltlichen Rat einholen. Denn nur ein Rechtsanwalt bekommt vollständige Akteneinsicht und kann abschätzen, welches Vorgehen am besten für Sie ist. Zudem wissen gerade die auf das Verkehrsrecht spezialisierten Anwälte oder Fachanwälte für Verkehrsrecht, welche Fehler den Behörden bei der Ahnung der Verkehrsverstöße immer wieder unterlaufen. Solche Fehler können bereits ausreichen, um nochmal mit einem blauen Auge davon zu kommen.

Wann gilt ein Verstoß gegen die Straßenverkehrsordnung als Straftat?

2016 wurden im Fahreignungsregister 212.000 Straftaten registriert. Dem stehen rund 4,5 Millionen Ordnungswidrigkeiten gegenüber. Als Straftat gelten im Straßenverkehr das Fahren ohne Fahrerlaubnis, Fahren unter Alkoholeinfluss oder Drogen, Unfallflucht, Nötigung, gefährliche Eingriffe in den Straßenverkehr, Körperverletzung und Tötung. Neben Geldstrafen und Punkten im Fahreignungsregister, Fahrverboten und Führerscheinentzug droht im schlimmsten Fall auch eine Freiheitsstrafe. Wer also eine Straftat im Straßenvekehr begangen hat, oder zumindest dessen beschuldigt wird, sollte sich in jedem Fall einen Rechtsanwalt nehmen. Im Fall einer Straftat ist es besonders wichtig, von seinem Schweigerecht Gebrauch zu machen. Erst wenn der Anwalt Akteneinsicht erlangt hat, ist klar, was Ihnen genau vorgeworfen wird und wie Sie und der Anwalt damit umgehen. Wer in einem solchen Fall auf einen Anwalt verzichtet, sieht sich schlimmstenfalls einem umfangreichen Ermittlungsverfahren ausgesetzt, ohne zu wissen, welche Rechte und Pflichten er als Beschuldigter hat. Das kann sich in der Hauptverhandlung negativ auswirken, da der Beschuldigte ohne Anwalt von Anfang an im Nachteil ist.

Vorsicht Frist!

Wird man beim Verstoß gegen die Straßenverkehrsordnung erwischt, erhält man in vielen Fällen einen Bußgeldbescheid. Gegen einen solchen Bußgeldbescheid können Sie sich zwar rechtlich wehren, jedoch nur innerhalb einer sehr kurzen Frist von zwei Wochen. Lassen Sie diese zwei Wochen verstreichen, wird der Bescheid rechtskräftig und es besteht keine Möglichkeit mehr, rechtlich dagegen vorzugehen. Beim Bußgeldbescheid sollte man daher keine Zeit verlieren und sich schnell von einem Experten beraten lassen.

Stetige Reform des Bußgeldkatalogs

Der Bußgeldkatalog wird regelmäßig angepasst. So wurde der Bußgeldkatalog z. B. zum 01.01.2014 geändert und eine umfangreiche Punktereform durchgeführt. Um das unübersichtliche Bewertungssystem des einstigen Verkehrszentralregisters neu zu organisieren, wurde das Fahreignungsregister eingeführt. Dabei gehörte zu den wichtigsten Neuerungen, dass es nur noch Punkte für Verstöße gibt, die die Verkehrssicherheit gefährden. Bei Verstößen, die die Verkehrssicherheit nicht gefährden, gibt es seit der Reform statt Punkten erhöhte Bußgelder. Zudem gibt es seit dem nur noch drei Kategorien im Punktesystem – und nicht mehr sieben wie zuvor.

Nur noch maximal drei Punkte

Autofahrer werden je nach Schwere des Vergehens mit einem, zwei oder drei Punkten bestraft.  Für eine schwere Ordnungswidrigkeit gibt es einen Punkt und mindestens 60 Euro Bußgeld. Für besonders schwere Ordnungswidrigkeiten gibt es zwei Punkte. Die dritte Kategorie sind Vergehen, die als Straftaten mit drei Punkten und dem Entzug der Fahrerlaubnis geahndet werden. Außer bei ganz schweren Vergehen, werden Autofahrer aber auf dem Weg bis zum Führerscheinentzug immer wieder ermahnt.

Drastische Bußgelderhöhung 2017

Eine drastische Erhöhung der Bußgelder erfolgte zum 19.10.2017. Seitdem werden die Handynutzung am Steuer, die Blockade von Rettungsgassen und das sog. Gaffen besonders scharf sanktioniert. Abhängig von den Folgen des Gaffens, drohen zwischen 200 Euro und 320 Euro Bußgeld, bis zu zwei Punkte in Flensburg und ein einmonatiges Fahrverbot. Für die Nutzung von Handys werden nun mindestens 100 Euro statt der vorherigen 60 Euro fällig. Auch Fahrradfahrer zahlen nun mehr als das Doppelte, wenn sie am Lenker mit dem Handy am Ohr erwischt werden: 55 Euro statt 25 Euro. Und ganz neu eingeführt wurde das Burkaverbot am Steuer. 

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Ausgewählte Rechtstipps zum Thema „Typische Verstöße im Straßenverkehr“

So funktioniert das Punktesystem

Vormerkung (1 - 3 Punkte)

Der Betroffene wird für die Bewertung seiner Fahreignung vorgemerkt. Mehr passiert aber erste einmal nicht.

Ermahnung (4 - 5 Punkte)

Ab vier Punkten gibt e eine gebührenpflichtige Ermahnung und den Hinweis durch die freiwillige Teilnahme an einem Fahreignungsseminar einen Punkt abbauen zu können.

Verwarnung (6 - 7 Punkte)

Wer sechs Punkte gesammelt hat, muss an einem Pflichtseminar teilnehmen. Ein Punkteabbau ist dadurch nicht möglich. Wer sich weigert, an dem Seminar teilzunehmen, verliert die Fahrerlaubnis.

Entzug der Fahrerlaubnis (ab 8 Punkten)

Ab acht Punkten wird der Führerschein entzogen. Nach frühestens einem halben Jahr und bestandener MPU können Sie einen neuen Führerschein beantragen. Eine erneute Fahrprüfung ist normalerweise nicht erforderlich.

Wussten Sie schon?

Fahranfänger bekommen ihren Führerschein erst einmal zwei Jahre auf Probe. In dieser Zeit werden Verkehrsdelikte schwerer geahndet als bei erfahrenen Autofahrern. Verkehrsdelikte werden bei Fahranfängern in schwerwiegende Verstöße, so genannte A-Verstöße und weniger schwerwiegende Verstöße, B-Verstöße aufgeteilt.

Als A-Verstoß gilt beispielsweise das Fahren unter Alkoholeinfluss, Überholen trotz Überholverbot und zu schnelles Fahren bei schlechten Sichtverhältnissen. Bereits bei einem einmaligen A-Verstoß verlängert sich Ihre Probezeit um zwei Jahre, und Sie müssen ein Aufbauseminar besuchen. Ein B-Verstoß hat einzeln zwar keine Auswirkungen auf die Probezeit. Zwei B-Verstöße werden allerdings wie ein A-Verstoß behandelt und führen zur Verlängerung der Führerschein-Probezeit um zwei Jahre und zur Anordnung eines Aufbauseminars. Als B-Verstoß gilt beispielsweise das Benutzen eines Handys am Steuer oder das Fahren bei Glatteis ohne Winterreifen.

Rechtstipps zum Parken

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