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Ersatz des Unfallschadens und Schmerzensgeld

Ein Autounfall ist für alle Beteiligten unangenehm. Als Geschädigter haben Sie Anspruch auf eine Erstattung von Reparatur- und Heilbehandlungskosten. Möglicherweise können Sie auch Schmerzensgeld verlangen.

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Testsieger mit Qualitätsurteil „gut"
03/2017

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Die wichtigsten Fragen und Antworten

Welche Schäden bekommt man nach einem Unfall erstattet?

Grundsätzlich bekommt der Unfallbeteiligte, der keine Schuld an dem Unfall trägt, seine Schäden durch die Kfz-Versicherung des Unfallverursachers ersetzt. Um Beweise zu sichern, sollte deshalb bei größeren Unfällen und bei allen Unfällen mit Personenschäden, die Polizei gerufen werden. Falls Sie selbst den Unfall verursacht haben oder zumindest eine Teilschuld tragen, sollten Sie das aber nicht am Unfallort zugeben. Wer welchen Anteil an einem Schaden zu zahlen hat, fechten die Versicherer untereinander aus. Als Geschädigter haben Sie Anspruch darauf, dass die Schäden an Ihrem Auto erstattet sowie medizinische Behandlungskosten übernommen werden. Zudem haben Sie Anspruch auf einen Mietwagen, falls Ihr Auto nicht mehr fahrtüchtig ist. Möglicherweise haben Sie zusätzlich Anspruch auf Schmerzensgeld. Bei einem Totalschaden werden dagegen meist keine Reparaturkosten übernommen, sondern der Wiederbeschaffungswert ausgezahlt. Wenn Sie eine Teilschuld am Unfall tragen, werden Schadensersatz und mögliches Schmerzensgeld gegebenenfalls anteilig bezahlt.

Was passiert, wenn der Unfallgegner nicht versichert ist?

In Deutschland besteht für alle zugelassenen Fahrzeuge Versicherungspflicht. Deshalb ist es sehr unwahrscheinlich, dass Sie das Pech haben, an einen Unfallgegner ohne Versicherung zu geraten. Falls ein Fahrzeughalter bewusst gegen diese Auflage verstoßen hat, müsste er die Ihnen entstandenen Schäden selbst tragen. Falls dagegen ein Fahrer Fahrerflucht begangen hat, oder er schlicht nicht in der Lage ist, den entstandenen Schaden zu ersetzen, können Sie sich an die Verkehrsopferhilfe wenden. Das ist eine Einrichtung der deutschen Autohaftpflichtversicherer, die einen Garantiefonds betreibt, um Opfer von Verkehrsunfällen zu unterstützen, die durch nicht ermittelte oder nicht versicherte Kraftfahrzeuge verursacht worden sind. Der Fonds springt auch ein, wenn ein Fahrzeug als Tatwaffe eingesetzt wird oder der Autohaftpflichtversicherer insolvent geht.

Wann hat man ein Recht auf Schmerzensgeld?

Wenn Unfallopfer verletzt worden sind, haben sie auch einen Anspruch auf Schmerzensgeld. Hierfür muss aber nachgewiesen werden, dass der gesundheitliche Schaden wirklich von dem Unfall herrührt. Sie sollten nach dem Unfall in jedem Fall einen Arzt aufzusuchen, wenn Sie merken, dass Sie Schmerzen haben oder in irgendeiner Form verletzt sind. Gerade bei einer typischen Unfallverletzung wie dem Schleudertrauma kann es passieren, dass die Beschwerden erst Tage nach dem Unfall auftreten. Deshalb ist es wichtig, jedes gesundheitliche Problem sofort zu dokumentieren, um beweisen zu können, dass es wirklich durch den Unfall entstanden ist. Besorgen Sie sich ein ärztliches Attest, und halten Sie die erlittenen Verletzungen fotografisch fest. Notieren Sie zusätzlich, inwieweit die Verletzungen Sie im Alltag einschränken. Wenn das Unfallopfer gestorben ist, können möglicherweise auch nahe Angehörige Anspruch auf Schmerzensgeld haben, etwa weil sie einen Schock erlitten haben. Wenn Sie glauben, dass Ihnen Schmerzensgeld zusteht, sollten Sie in jedem Fall einen Anwalt beauftragen.

Wussten Sie schon?

Wenn das Auto völlig zerstört ist und somit ein Totalschaden vorliegt, zahlt die Versicherung in der Regel keine Reparatur mehr. Dabei muss jedoch zwischen einem technischen und einem wirtschaftlichen Totalschaden unterschieden werden. Bei einem technischen Totalschaden kann das Fahrzeug tatsächlich nicht mehr gerettet werden. Bei einem wirtschaftlichen Totalschaden wäre die Reparatur zwar möglich, würde aber mehr kosten als das Fahrzeug vor dem Unfall wert war. Deshalb bekommt der Geschädigte in diesem Fall nicht die Reparatur ersetzt, sondern das Geld für den Wiederbeschaffungsaufwand. Davon wird aber noch der Betrag abgezogen, den der Geschädigte für den Verkauf des Unfallwagens erhält.


Falls ein Autobesitzer so stark an seinem Auto hängt, dass er es unbedingt behalten will, übernimmt die Versicherung bis zu 130 Prozent des Wiederbeschaffungswertes als Reparaturkosten. Der Eigentümer muss dann aber nachweisen, dass er das Fahrzeug auch ein halbes Jahr nach dem Unfall noch benutzt.

Außerdem muss die gegnerische Versicherung bei einem technischen und wirtschaftlichen Totalschaden die Kosten für einen Mietwagen ersetzen. Statt sich die realen Kosten ersetzen zu lassen, oder wenn Sie gar keinen Mietwagen nehmen, können Sie auch eine Nutzungsausfallentschädigung verlangen. Diese tägliche Nutzungsausfallentschädigung wird anhand Ihres defekten Fahrzeugs ermittelt und ist meistens höher als der Preis für einen Mietwagen.

Checkliste Verkehrsunfall

Absichern

Halten Sie nach einem Unfall sofort an und schalten die Warnblinkanlage ein. Dann ziehen Sie eine Warnweste an und stellen in ausreichender Entfernung ein Warndreieck auf. Achten Sie auf die Eigensicherung und bitten Sie mögliche Unfallzeugen zu warten.

Erste Hilfe leisten

Wenn Menschen verletzt wurden, rufen Sie sofort den Rettungsdienst unter 112 an oder sorgen dafür, dass mögliche Zeugen sich darum kümmern. Leisten Sie nach Möglichkeit erste Hilfe und sprechen konkret weitere Menschen an, wenn Sie dabei Hilfe brauchen.

Polizei rufen

Bei einem Unfall mit Verletzten müssen Sie immer die Polizei unter 110 anrufen. Auch bei einem größeren Sachschaden, oder wenn sich die Unfallgegner nicht einigen können, empfiehlt sich der Anruf bei der Polizei. Das gilt auch für den Fall, dass der Unfallgegner keine Versicherungskarte hat, oder das gegnerische Fahrzeug nicht in der EU zugelassen ist. Gegenüber der Polizei sollten Sie nur Angaben zu Ihrer Person und dem Fahrzeug machen, aber nach Möglichkeit kein Schuldeingeständnis abgeben.

Beweise sichern

Wenn es zu einem Rechtsstreit kommen sollte, empfiehlt es sich, so viele Beweise wie möglich zu haben. Machen Sie deshalb Fotos und schreiben sich Namen und Kontaktdaten von Zeugen auf.

Unfallbericht erstellen

Füllen Sie mit den Unfallbeteiligten gemeinsam den Europäischen Unfallbericht aus. So haben Sie alle relevanten Daten direkt erfasst. Den Bericht können Sie direkt an Ihre Versicherung schicken.

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Ausgewählte Rechtstipps zum Thema „Schadensregulierung“

Ansprüche nach Verkehrsunfall

Welche Reparatur- und Abschleppkosten werden erstattet?

Auch wenn Sie bei einem Unfall im Recht sind, muss die gegnerische Versicherung nicht alle anfallenden Kosten übernehmen. Das geht schon beim Abschleppen des Unfallwagens los. Ist Ihr Auto nicht mehr fahrtüchtig, muss die Versicherung beispielsweise nicht dafür aufkommen, Ihr Fahrzeug bis zur Werkstatt Ihres Vertrauens zu schleppen. Sie muss nur den Transport bis zur nächstgelegenen Werkstatt übernehmen, auch wenn das dem Geschädigten nicht gefällt.


Handelt es sich eindeutig um einen Totalschaden, darf das Fahrzeug nur bis zur nächsten Entsorgungsstelle abgeschleppt werden. Die Kosten für den Transport und die Entsorgung übernimmt die gegnerische Versicherung. Falls Sie in Vorleistung gehen, sollten Sie alle Belege sorgfältig aufbewahren.

Die Reparatur können Sie allerdings in einer Werkstatt Ihrer Wahl durchführen lassen. Falls dafür aber ein zusätzlicher Transport notwendig ist, müssen Sie die Kosten dafür selbst übernehmen. Bei größeren Schäden empfiehlt es sich, einen unabhängigen Gutachter einzuschalten, damit die entstandenen Schäden von der gegnerischen Versicherung nicht zu niedrig angesetzt werden.

Sie sind übrigens nicht verpflichtet, Ihr Fahrzeug tatsächlich reparieren zu lassen. Sie können sich auch für die so genannte fiktive Schadensberechnung entscheiden. Dann werden Sie basierend auf dem Sachverständigengutachten oder einem Kostenvoranschlag aus der Werkstatt entschädigt. Falls Sie nur einen Teil reparieren lassen, muss Ihnen die Versicherung des Unfallgegners neben den Reparaturkosten auch den Differenzbetrag zur vollständigen Schadenshöhe bezahlen.

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