. .
 
Rechtstipp vom
21.04.2009

Befristeter Arbeitsvertrag und Probezeit

Ein befristeter Arbeitsvertrag endet bekanntlich mit Ablauf der vereinbarten Frist, ohne dass es einer Kündigung bedarf. Dabei ist das Teilzeitbefristungsgesetz zu beachten.

Die vom Bundesarbeitsgericht Erfurt zu entscheidende Frage lautete, ob ein solcher befristeter Vertrag zusätzlich auch noch eine Probezeit enthalten darf. Bekanntlich kann in der Probezeit ohne Angaben von Gründen das Arbeitsverhältnis mit einer Frist von nur 2 Wochen gekündigt werden.

Das Bundesarbeitsgericht kommt zu dem Ergebnis, dass eine Vereinbarung, wonach ein befristeter Arbeitsvertrag auch eine Probezeit enthalten kann, insgesamt wirksam ist. (6 AZR 519/07 vom 24.01.2008)

Mit anderen Worten: Ist eine Probezeit vereinbart, kann der Vertrag mit der kurzen Frist von 14 Tagen gekündigt werden.

Der Gegenschluss daraus dürfte sein, dass wenn keine Probezeit vereinbart worden ist, auch keine Kündigung zulässig sein dürfte. Also Achtung beim befristeten Arbeitsvertrag: Wenn Sie sicher gehen wollen, dass der Vertrag wenigstens so lange läuft, wie vorgesehen, sollte keine Probezeit vereinbart sein und auch keine ordentliche Kündigungsmöglichkeit.

Eine außerordentliche Kündigung kann nie ausgeschlossen werden.

Rechtsanwalt Michael Borth

www.DieOnlineKanzlei.de

Hier geht es zum Kanzleiprofil.

Bewertung
229 von 250 Mitgliedern fanden den Rechtstipp hilfreich.
War der Rechtstipp für Sie hilfreich?
Eigenen Kommentar zu diesem Rechtstipp abgeben
Zum Kommentieren der Rechtstipps müssen Sie mit Ihren anwalt.de-Benutzerdaten eingeloggt sein. Falls Sie noch keinen anwalt.de-Zugang haben, können Sie sich hier registrieren  
Empfehlen Sie diesen Rechtstipp

Der Rechtstipp wurde bisher noch nicht kommentiert

Rechtstipps per Newsletter – kostenlos

Jede Woche aktuelle Rechtstipps und kuriose Rechtsfälle.
Der Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden.