EN Storage GmbH: AG Stuttgart eröffnet Insolvenzverfahren

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Am 2. Mai 2017 eröffnete das Amtsgericht Stuttgart das Insolvenzverfahren über das Vermögen der EN Storage GmbH (Az.: 6 IN 190/17). Auch weiterhin fungiert Herr Rechtsanwalt Dr. Holger Leichtle als Insolvenzverwalter. Bestehende Forderungen können bis zum 19. Juli 2017 beim zuständigen Insolvenzverwalter angemeldet werden. 

Das Insolvenzgericht hat zudem eine Gläubigerversammlung einberufen für die Inhaber der Teilschuldverschreibung:

  • 7 % Inhaber-Teilschuldverschreibung: 2016/18, ISIN DE000A161YY0, Gesamtvolumen bis zu 15 Mio. Euro
  • 5,6 % Inhaber-Teilschuldverschreibung: 2016/19: ISIN DE000A2BPU81, Gesamtvolumen bis zu 15 Mio. Euro
  • 6,8 % Inhaber-Teilschuldverschreibung: 2016/21: ISIN DE000A2BPVQ2, Gesamtvolumen bis zu 18 Mio. Euro.

Die EN Storage GmbH hat als Dienstleister die Datenspeicherung für international tätige Unternehmen und staatliche Institutionen angeboten. Privatinvestoren konnten sich an dem Unternehmen durch renditestarke Direktinvestments und Inhaberteilschuldverschreibungen mit Zinsen bis zu 6,8 Prozent beteiligen (WKN: A161YY / WKN: A2BPU8 / WKN: A2BPVQ). 2014 hat die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) dem Unternehmen das Einlagengeschäft untersagt, da hierfür die erforderliche Erlaubnis fehlte. Die EN Storage GmbH wurde zur Rückabwicklung der Verträge aufgefordert. 

Die Höhe der Insolvenzquote hängt vom Vermögen der EN Storage GmbH ab. Wie bereits bekannt wurde, herrschen große Zweifel an dem Bestehen der Speicherelemente, die den Anlegern verkauft wurden. Der zuständige Insolvenzverwalter arbeitet zwar weiterhin mit Nachdruck am Auffinden von Vermögen, dennoch sollten sich betroffene Anleger nicht allzu viele Hoffnungen machen.

Handlungsmöglichkeiten für Betroffene

Zunächst sollten mögliche Forderungen form- und fristgerecht zur Forderungstabelle bis zum spätestens 19. Juli 2017 bei der zuständigen Insolvenzverwaltung anmelden und des Weiteren zeitnah reagieren und anwaltlichen Rat einholen, um mögliche Schadensersatzansprüche prüfen zu lassen und gegebenenfalls geltend zu machen. Diese können sich im Zuge einer fehlerhaften Beratung oder aus Vermittlerhaftung ergeben. 

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