Wiederaufnahmeverfahren bei Fehlurteilen im Strafverfahren - Bundesweite Strafverteidigung -

  • 7 Minuten Lesezeit

Wiederaufnahmeverfahren bei Fehlurteilen

Fehlurteil und Wiederaufnahmeverfahren sind verwandte Begriffe. Die Kanzlei Louis und Michaelis hat bereits unzählige Anträge auf Wiederaufnahme in Verfahren wegen: Mord, Vergewaltigung, sexueller Missbrauch an Kindern und anderen schwerwiegenden Delikten bundesweit gestellt. Sie werden sich hier sicher und verstanden fühlen.

Bundesweit treten Mandanten mit dem Wunsch an mich heran, ein Wiederaufnahmeverfahren einzuleiten. Wir sind eine Kanzlei, die Ihre Wünsche Umsetzt, eine Kanzlei, die umfassende Anträge stellt. Sie werden hier gehört, da die Justiz ihre Ohren verschließt.

Ich erkläre Ihnen sodann zunächst, dass das Wiederaufnahmeverfahren nur unter bestimmten Voraussetzungen Aussicht auf Erfolg hat. In dieser Beratung eruieren wir, was wir verwenden können. Diese Voraussetzungen können Sie hier schon nachlesen, um eine Vertretung durch mich zu erleichtern. Wir müssen im Kampf um Ihr Recht die gleiche Sprache sprechen.

Das Urteil hätte meist nämlich schon - möglicherweise erfolgreich - mit der Berufung oder der Revision angegriffen werden müssen. Ist diese Munition verschossen. Meist sind Sie unzureichende vertreten worden, wie ich immer wieder in der Praxis erfahren darf. Traurig, aber wahr: Man hat sich nicht genügend für Ihr Recht eingesetzt. Wir wollen dieses Gefühl der Aussichtslosigkeit und Enttäuschung wieder mit Hoffnung füllen.

Was in der Vergangenheit versäumt wurde, kann durch ein Wiederaufnahmeverfahren auch grundsätzlich nicht nachgeholt werden. Aber: der Blick in die Zukunft ermöglicht neue Wege, die ich Ihnen aufzeigen werde.

Letztendlich muss sich der Mandant, auch wenn er sich noch so dagegen sträubt, mit der Realität abfinden, dass die Strafprozessordnung nun mal nur begrenzte Rechtsmittel, welche auch zeitlich an Ereignisse gebunden sind, kennt. Wir sind jedoch dafür bekannt zu beißen und uns nicht mit dem der Begrenzung abzuspeisen.

Demnach ist es mir als Verteidiger wichtig, dass Sie durch die nachstehenden Informationen Geld sparen. Investieren Sie nur Geld in ein kostspieliges Wiederaufnahmeverfahren, wenn dieses auch Erfolg verspricht. Genau das sollte die Devise sein. Vertrauen Sie Erfahrung, Kompetenz und Selbstbewusstsein.

Ich berate Sie gerne dahingehend, ob ein Wiederaufnahmeverfahren in Ihrem Fall überhaupt Erfolg versprechend ist. Sollte ich zu dem Schluss kommen, dass dies nicht der Fall ist, dann werde ich Ihnen mit guter Begründung davon abraten. So sparen Sie Kosten und prüfen umfassend Ihre Chancen. Dabei sind wir, so kritisch wie wir auch sein sollten, angehalten, Ihnen in diesem Fall die Wege aufzuzeigen, wie Sie vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt die Voraussetzungen für ein Wiederaufnahmeverfahren schaffen könne. Manchmal müssen die Tatsachen erst recherchiert werden.

Ich werde Ihre Akten anfordern, diese durcharbeiten und sodann eine Prognose abgeben können. Haben Sie bitte Verständnis dafür, dass ohne Akteneinsicht, kaum eine Erfolgschance zuverlässig geprüft werden kann.

Ich werde also nur dann ein kostenintensives Aufnahmeverfahren durchführen, wenn es Erfolg verspricht. Das ist nur fair. Unsere Kanzlei hat weitreichende Erfahrungen mit Wiederaufnahmeverfahren und wir sind ein absoluter Mehrwert für Sie.

Sie können mich unter 0201 - 310 - 4600 oder unter info@rechtsanwalt-louis.de kontaktieren, wenn Sie Ihren Fall überprüft haben wollen. Übersenden Sie mir alle Unterlagen. Dies bietet sich in der Regel postalisch an, da die Unterlagen sehr umfangreich sein dürften.

Wie sind die Chancen für ein Wiederaufnahmeverfahren?

Nur 3 % der Wiederaufnahmeverfahren haben Erfolg.

Die Erfolgsaussicht ist demnach noch schlechter, als die Erfolgschancen einer Revision.

Das Wiederaufnahmeverfahren ist jedoch oft das letzte Rechtsmittel, welches einem Verurteilten verbleibt, um sich gegen das rechtskräftige Urteil zu wehren.

Wann ist das Wiederaufnahmeverfahren gegen rechtskräftig abgeschlossene Urteile zulässig?

Die Wiederaufnahme eines durch rechtskräftiges Urteil abgeschlossenen Verfahrens zugunsten des Verurteilten ist zulässig,

1. wenn eine in der Hauptverhandlung zu seinen Ungunsten als echt vorgebrachte Urkunde unecht oder verfälscht war;

2. wenn der Zeuge oder Sachverständige sich bei einem zuungunsten des Verurteilten abgelegten Zeugnis oder abgegebenen Gutachten einer vorsätzlichen oder fahrlässigen Verletzung der Eidespflicht oder einer vorsätzlichen falschen uneidlichen Aussage schuldig gemacht hat;

3. wenn bei dem Urteil ein Richter oder Schöffe mitgewirkt hat, der sich in Beziehung auf die Sache einer strafbaren Verletzung seiner Amtspflichten schuldig gemacht hat, sofern die Verletzung nicht vom Verurteilten selbst veranlasst ist;

4. wenn ein zivilgerichtliches Urteil, auf welches das Strafurteil gegründet ist, durch ein anderes rechtskräftig gewordenes Urteil aufgehoben ist;

5. wenn neue Tatsachen oder Beweismittel beigebracht sind, die allein oder in Verbindung mit den früher erhobenen Beweisen die Freisprechung des Angeklagten oder in Anwendung eines milderen Strafgesetzes, eine geringere Bestrafung oder eine wesentlich andere Entscheidung über eine Maßregel der Besserung und Sicherung zu begründen geeignet sind,

6. wenn der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte eine Verletzung der Europäischen Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten oder ihrer Protokolle festgestellt hat und das Urteil auf dieser Verletzung beruht.

Wann ist Wiederaufnahme unzulässig?

1. Eine Wiederaufnahme des Verfahrens zu dem Zweck, eine andere Strafbemessung auf Grund desselben Strafgesetzes herbeizuführen, ist nicht zulässig.

2. Eine Wiederaufnahme des Verfahrens zu dem Zweck, eine Milderung der Strafe wegen verminderter Schuldfähigkeit (§ 21 des Strafgesetzbuches) herbeizuführen, ist gleichfalls ausgeschlossen.

Welche Ziele können mit einem Wiederaufnahmeverfahren verfolgt werden?

- Freispruch

- Mildere Strafe

- günstigere Maßregelentscheidung

- Einstellung des Verfahrens wegen Fehlens bestimmter Prozessvoraussetzungen

In einer Rechtsberatung kann erörtert werden, welches der Ziele verfolgt werden sollte.

Bevor geprüft werden kann, ob überhaupt ein Wiederaufnahmegrund vorhanden ist, muss geprüft werden, inwieweit ein Wiederaufnahmeverfahren überhaupt zulässig ist. Nachstehend finden Sie die Zulässigkeitsvoraussetzungen:

Hier werden, ohne auf Einzelheiten einzugehen, die grundlegenden Zulässigkeitsvoraussetzungen erörtert:

1. Statthaftigkeit des Wiederaufnahmeverfahrens:

- Das Wiederaufnahmeverfahren ist nur gegen „rechtkräftige Urteile" statthaft.

- Das Wiederaufnahmeverfahren ist auch gegen „rechtskräftige Strafbefehle" statthaft.

Probleme können sich bei Prozessurteilen, Beschlüssen, teilrechtskräftigen Urteilen, einzelnen Urteilsteilen und fortgesetzten Handlungen ergeben. Sollte eine dieser Spezialsituation vorliegen, muss dies in einer persönlichen Beratung geklärt werden.

2. Antrag eines Berechtigten:

Ein Antrag kann nur durch einen Berechtigten erfolgen.

Antragsberechtigt sind:

- Verurteilte

- Erziehungsberechtigte

- Verteidiger

- Staatsanwaltschaft

Nicht berechtigt sind:

- Privatkläger

- Nebenkläger

Antragsberechtigt zugunsten eines verstorbenen Verurteilten: sind:

- Aufgezählten Angehörige (§ 361 II)

- Gesetzlichen Vertreter (§ 361 I)

- Staatsanwaltschaft

3. Beschwer:

Die Beschwer muss sich aus dem anzufechtenden Urteilsausspruch ergeben, aus den Urteilsgründen alleine kann keine Beschwer hergeleitet werden.

Aus den Wiederaufnahmegründen (s.o.) ist die Beschwer herzuleiten.

4. Adressat des Antrags:

Adressat des Antrags muss das zuständige Gericht sein.

Die sachliche Zuständigkeit ergibt sich aus:

- § 140a I GVG

Die örtliche Zuständigkeit ergibt sich aus:

- § 140a II GVG

Das Wiederaufnahmeverfahren kann jedoch auch bei dem Gericht eingereicht werden, dessen Urteil letztendlich angefochten wird. Diese Regelung ergibt sich aus § 367 I S. 2.

5. Frist:

- Keine Frist des Wiederaufnahmeverfahrens

- Keine Verwirkung des Wiederaufnahmeverfahrens

6. Form des Antrags:

- Unterzeichnet durch den Antragsberechtigten.

- Die Verantwortung muss durch den Unterzeichner in Bezug auf den Inhalt übernommen werden.

- Der Bezug auf Anlagen oder Schriftstücke ist ausgeschlossen.

7. Inhalt des Antrags:

- Welches Urteil soll angefochten werden?

- In welchem Umfang soll das Urteil aufgehoben werden?

- Nennung von Wiederaufnahmegründen, welche sich aus dem Gesetz (s.o.) ergeben!

- Beweismittel für den Wiederaufnahmegrund!

Welcher Wiederaufnahmegrund ist in der Praxis von erheblicher Bedeutung?

Wenn neue Tatsachen oder Beweismittel beigebracht sind, die allein oder in Verbindung mit den früher erhobenen Beweisen die Freisprechung des Angeklagten oder in Anwendung eines milderen Strafgesetzes eine geringere Bestrafung oder eine wesentlich andere Entscheidung über eine Maßregel der Besserung und Sicherung zu begründen geeignet sind (§ 359 Nr. 5 StPO).

Aktenstudium, die Kontaktaufnahme mit Zeugen und Sachverständigen und andere detektivische und juristische Arbeit ist erforderlich, um diesen Wiederaufnahmegrund zum Tragen zu bringen.

Was sind „neue Tatsachen" und „neue Beweismittel"?

Tatsachen sind neu, wenn sie dem erkennenden Gericht bei der Urteilsberatung nicht bekannt waren und von ihm daher bei Entscheidung nicht berücksichtigt werden konnten.

Neue Beweismittel sind solche, derer sich das erkennende Gericht nicht bedient hat. Den unbekannten Beweismitteln stehen die unbenutzten Beweismittel gleich.

Beweismittel sind die der StPO: Augenschein, Gegenstände, Sachverständige, Schriftstücke Urkundenbeweis Zeugenbeweis, Zusammenhänge.

Lassen Sie sich durch Louis und Michaelis umfassend beraten und vertreten: Bundesweite Strafverteidigung

Rechtsanwalt Clemens Louis wurde bei der Staatsanwaltschaft Essen in den Abteilungen für Wirtschaftskriminalität und organisierter Kriminalität ausgebildet. Schwerpunkte im nationalen und internationalen Strafrecht und Strafprozessrecht sind der Baustein für Ihre optimale Verteidigung im Strafverfahren und im Ermittlungsverfahren.

Frau Rechtsanwältin Heike Michaelis wurde unter anderem bei der Kriminalpolizei Offenbach am Main und der Staatsanwaltschaft Essen ausgebildet.

Zusammen bieten wir Ihnen einen Synergieeffekt, welcher Ihrem Problem gerecht wird. Strafverteidigung und wirtschaftliches Verständnis aus einer Hand.

Vorab dürfen wir Ihnen Auszüge aus unseren Erfahrungen bieten. Wir vertreten Mandanten vor dem Amtsgericht, dem Schöffengericht und dem Landgericht Essen, Duisburg, Dortmund, Düsseldorf, Krefeld, Unna, Hagen, Kleve, Oberhausen, Mülheim, Münster, Mülheim, Gelsenkirchen u.a.

Auf Anfrage werden wir selbstverständlich auch an anderen Amts- und Landgerichten, bundesweit und als Pflichtverteidiger tätig. Wir legen Wert auf Genauigkeit, auf Auswertung Ihrer Akten und auf eine dienstleistungsorientierte Betreuung Ihrer Person. Besuchen Sie unsere Kanzlei oder lassen Sie sich telefonisch bzw. via E-Mail berate.

Das Wiederaufnahmeverfahren: Der Lichtblick am Horizont


Rechtstipp aus dem Rechtsgebiet

Artikel teilen:


Sie haben Fragen? Jetzt Kontakt aufnehmen!

Weitere Rechtstipps von Rechtsanwalt Clemens Louis

Beiträge zum Thema