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GmbH in der Krise - Persönliche Haftung des Geschäftsführers - Strategieberatung

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Wenige rechtliche Risiken sind für den Geschäftsführer einer GmbH größer als das Risiko einer Insolvenz der von ihm geführten Gesellschaft. Gesetzgebung und Rechtsprechung stellen den Gesellschaftsgläubigern und dem Insolvenzverwalter vielfache Möglichkeiten zur haftungsrechtlichen Verfolgung des Geschäftsführers zur Verfügung.

Hierbei geht es selten um den Vorwurf, die Insolvenz verursacht zu haben, sondern meistens um angebliches Fehlverhalten während der Insolvenzreife. Diesem Vorwurf kann der Geschäftsführer vorbeugen, wenn er nur von vornherein weiß, was er vorsorglich tun muss.

Die Pflicht zur rechtzeitigen Stellung des Insolvenzantrags gehört zu den wichtigsten aller Pflichten eines Geschäftsführers. Es handelt sich um eine Kardinalpflicht, die von solch grundlegender Bedeutung ist, dass sich kein Geschäftsführer damit herausreden kann, nicht gewusst zu haben, was Gesetz und Rechtsprechung ihm abverlangen.

Nach Prüfung aller übersandten Unterlagen erfolgt eine strategische Beratung des Geschäftsführers nach folgenden Gesichtspunkten:

• Voraussetzungen der Insolvenzantragspflicht, Zeitpunkt der Antragsstellung
• Rechtsfolgen einer Verletzung der Insolvenzantragspflicht
• Strafrechtliche Folgen der Insolvenzverschleppung
• Berufsrechtliche Folgen der Insolvenzverschleppung
• Haftungsrechtliche Folgen der Insolvenzverschleppung

Vorsorgestrategie - Selbstschutzmaßnahmen:

• Außenauftritt
• Amtsniederlegung
• Selbstversicherung
• Liquiditätssteuerung

Managementmaßnahmen, die bereits vor Insolvenzreife ansetzen:

• Rechtzeitiges Forderungsbestreiten gegenüber Gläubigern
• Rechtzeitige Stundungs- oder Ratenzahlungsvereinbarungen mit Gläubigern
• Vorrangige Tilgung von Altforderungen

Managementmaßnahmen während des Sanierungsversuchs:

• Zahlungen auf das zur vorübergehenden Betriebsfortführung nötige Minimum reduzieren
• Zahlungen mit Zug-um-Zug-Gegenleistung priorisieren
• Zahlung der Arbeitnehmer-, nicht aber der Arbeitgeberbeiträge zur Sozialversicherung
• Zahlung der Unternehmensteuern vor anderen Verbindlichkeiten
• Verbindlichkeiten nur aus einem debitorischen Konto tilgen
• Zahlungseingänge nur auf ein kreditorisches Konto veranlassen

Weitere Managementmaßnahmen nach Fehlschlag des Sanierungsversuchs:

• Unverzüglicher Insolvenzantrag
• Vollständige Wiederaufnahme der Zahlungen
• Beweismittel sichern
• Dokumentation und Archivierung sämtlicher Vorsorgemaßnahmen
• Buchführung

Die Besprechungsergebnisse werden für den Auftraggeber schriftlich zusammengefasst.


Benötigte Informationen/​Dokumente:

Um mir ein möglichst genaues Bild über die aktuelle Situation machen zu können, benötige ich folgende Unterlagen:

1. Gesellschaftsvertrag der GmbH einschließlich Satzung mit sämtlichen Nachträgen, die aktuelle Gesellschafterliste, die Geschäftsführerverträge, sofern vorhanden: Stille Gesellschafterverträge, etc.

2. Protokolle aller Gesellschafterversammlungen.

3. Einen aktuellen Handelsregisterauszug der GmbH.

4. Die Bilanzen 2012, 2013 und 2014, sowie die letzten drei BWA‘s der GmbH.

5. Vermögensstatus der GmbH, einschließlich der Grundbuchauszüge für alle im Vermögen der Gesellschaft befindlichen Grundstücke.

6. Vermögensstatus Gesellschafter, Geschäftsführer (privat).

7. Aufstellung aller Forderungen der Gesellschaft (Debitorenliste) einschließlich der zugrunde liegenden Verträge oder sonstigen Vereinbarungen, sofern vorhanden.

8. Aufstellung aller Verbindlichkeiten der Gesellschaft (Creditorenliste) einschließlich der zugrunde liegenden Verträge oder sonstigen Vereinbarungen, sofern vorhanden.

9. Aufstellung aller Steuerverbindlichkeiten einschließlich des gesamten diesbezüglichen Schriftverkehrs mit dem Finanzamt.

10. Die aktuelle Korrespondenz mit dem Steuerberater der GmbH, ggfs. Wirtschaftsprüfer oder sonstigen Beratern.

11. Sofern vorhanden: entwickelte Sanierungskonzepte, diesbezügliche Vereinbarungen mit Dritten, (mittelbare oder qualifizierte) Rangrücktritte, Forderungsverzichte, Patronatserklärungen etc.

12. Sofern ein Strafverfahren gegen den Geschäftsführer anhängig sein sollte, sind die Mitteilung der zuständigen Staatsanwaltschaft und das hierzu gehörende Aktenzeichen erforderlich.

Sämtliche Unterlagen können Sie mir sowohl per PDF (joerg@streichert.de), Telefax (01805-4466462886) oder als Kopie auf dem Postweg zukommen lassen.


Ablauf und Dauer:

Nach Erhalt der erforderlichen Unterlagen und Zahlungseingang der vereinbarten pauschalen Kosten beträgt die Vorbereitungszeit bis zur persönlichen Besprechung etwa 8 - 10 Tage.

Eine persönliche Besprechung ist zwingend erforderlich. Eine, maximal zwei Folgebesprechungen, um offengeblieben Fragen abschließend klären zu können, sind im Pauschalpreis enthalten.

Eine schriftliche Zusammenfassung der Besprechungspunkte, Ergebnisse und Vorschläge wird Ihnen nach der persönlichen Besprechung - über E-Mail - zugesandt.

Weitere Tätigkeiten, die aufgrund der persönlichen Besprechung - möglicherweise - erforderlich werden, wie z. B. Vertragserstellungen, Firmenumwandlung, Sanierungsverhandlungen mit Gläubigern, Forderungseinzug, Erstellung von Finanzkonzepten, Besprechungen mit dem Steuerberater der Gesellschaft, sind im Pauschalpreis nicht enthalten und werden nach Zeitaufwand abgerechnet. Hierüber ist gegebenenfalls eine gesonderte Vereinbarung zu treffen.


Zahlungsmodalitäten:

Der genannte Preis ist nach Annahme Ihres Auftrags - Bestätigung in Textform durch E-Mail - im Voraus per Überweisung oder PayPal zu zahlen.

Kontoinformationen und Link erhalten Sie im Rahmen der Annahme meines Angebots über E-Mail zugesandt.

Auf ausdrücklichen Wunsch erhalten Sie selbstverständlich die Rechnung und Auftragsannahme auch in Papierform übersandt.

Sie haben Fragen? Gleich Kontakt aufnehmen!

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            Rechtsanwalt Jörg Streichert Rechtsanwalt Jörg Streichert