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Ein weiteres Mal eine Überraschung aus Augsburg in Sachen Diesel-Skandal

Rechtstipp vom 18.01.2019
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Rechtstipp vom 18.01.2019
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Volle Kaufpreisrückzahlung ohne Abzug von Nutzungsersatz, d. h. keinerlei Entschädigung der Bank für die gefahrenen Kilometer

Das Landgericht Augsburg hat schon zum zweiten Mal gegen VW geurteilt, dass dem Käufer eines vom Abgasskandal betroffenen Fahrzeugs die volle Kaufpreissumme nebst Zinsen zurückgezahlt werden muss, und zwar ohne Abzug einer Nutzungsentschädigung für die gefahrenen Kilometer. Andere Gerichte haben in der Vergangenheit entschieden, dass der Bank eine Entschädigung für die mit dem finanzierten Wagen gefahrenen Kilometern zusteht. 

Nicht so das Landgericht Augsburg: Bereits mit Urteil vom 14.11.2018 (Az. 021 O 4310/16) hatte das Landgericht so entschieden. Nun fällte es am 05.12.2018 (Az. 021 O 3267/17) abermals ein Urteil, welches keine Anrechnung einer Nutzungsentschädigung vorsieht. Das Gericht beurteilt die Manipulation von Abgasgrenzwerten als sittenwidriges Verhalten im Sinne des § 826 BGB. Aufgrund dessen ist das Augsburger Gericht der Meinung, dass der Kläger nicht zum Nutzungsersatz verpflichtet ist, weil dies dem Gedanken des Schadensersatzes nach einer sittenwidrigen Schädigung widerspreche.

Wenn auch Sie zu den geprellten Dieselfahrern gehören, zögern Sie nicht, sich bei Fachanwalt Hermann Kaufmann zu melden.

Haben Sie weitere Fragen oder Anmerkungen zu diesem Thema? Auch dann laden wir Sie ein, mit uns Kontakt aufzunehmen. Wir freuen uns über jede Anregung. Ihre Rechtsanwaltkanzlei Kaufmann.


Rechtstipp aus der Themenwelt Rechte betrogener Käufer und den Rechtsgebieten Kaufrecht, Strafrecht, Wirtschaftsrecht

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