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Vorsicht vor Rechnungen aus Tschechien für angeblichen Telefonsex

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In jüngster Zeit tauchen wieder vermehrt Rechnungen auf, die für angebliche Telefondienstleistungen bzw. Erotikdienstleistungen verschickt werden. Als Adresse sind meist lediglich Orte in Tschechien genannt (z. B. Karvina, Zbiroh oder Chomutov). Zum Teil ist zusätzlich eine E-Mail-Adresse angegeben. Der Name der Firma ändert sich dabei in regelmäßigen Abständen. Bekannt sind etwa RLS Forderungsmanagement, Senax, Empower, ECOM Inkasso, CME Forderungsmanagement, Lexam, K.M.N. Inkasso, Reveda, Newcon, Beromax, Monera, Nova, Ukara, Netnovert, OBL, UGS, Mitacord, Gramlick, R.M.I., JCM Inkasso, Zetesccco, Averto, Aveco, Adex, Tesco, Adecto, Debicom Inkasso, Simex, LSM, Vemax, Optima, Prime, Real Payment, Direkt, Metro, Debicom Inkasso, United, Expert, Reinhardt, Schmidt, E.G.E.S. Inkasso, Universal, Pro Bi Re (Professional Billing Reminder), „R.P.S.R.O.“ Dies sind nur einige Beispiele.

In den Schreiben heißt es:

„Sehr geehrte(r) Telefonanschlussinhaber(in),

über Ihren Telefonanschluss wurde eine Erwachsenenunterhaltung in Anspruch genommen.“

Für die Serviceleistung werden meist 90,00 € in Rechnung gestellt. Teilweise soll es sich ausdrücklich um eine „Telefonsex-Serviceleistung“ gehandelt haben. Gezahlt werden soll in bar per Einschreiben an eine Adresse in Tschechien. Wird nicht gezahlt, folgen alsbald Mahnungen mit noch höheren Beträgen. 

Zahlen Sie die geforderte Summe nicht ungeprüft!

Grundsätzlich ist das Unternehmen verpflichtet, zu beweisen, dass es tatsächlich zu einem Vertragsschluss gekommen ist. Selbst wenn tatsächlich telefoniert wurde, sind die Forderungen meist unberechtigt. Vielfach berichten Mandaten jedoch auch, nie eine derartige Hotline angerufen zu haben. In keinem Fall sollten Sie Zahlungen in bar per Einschreiben vornehmen. 

Fraglich bleibt oft, wie das Unternehmen an die Adressen und Telefonnummern der Betroffenen gelangen konnte. Zum Teil erfolgt dies offenbar durch Anrufe, in denen sich der Anrufer bspw. als angeblicher Mitarbeiter der Deutschen Post ausgibt und zwecks Paketzustellung die Adresse abgleichen müsse.

Sie haben eine derartige Rechnung oder Mahnung erhalten, da Sie angeblich eine kostenpflichtige Serviceleistung in Anspruch genommen haben? Rechtsanwalt Dr. Christian Hoffmann in Kiel hat bereits bundesweit Betroffene erfolgreich gegen die geltend gemachten Kosten verteidigt. In keinem Fall kam es zu einer gerichtlichen Durchsetzung der Ansprüche. Nehmen Sie am besten gleich Kontakt auf! 

Jetzt Musterschreiben herunterladen

Alternativ können Sie sich auf unserer Homepage (www.kanzlei-hoffmann-kiel.de) unter der Rubrik „Musterschreiben“ jetzt den Musterbrief „Antwortschreiben bei Telefonabzocke“ herunterladen, um sich gegen die Forderungen zu verteidigen. Das Schreiben ist von der Rechtsanwaltskanzlei Dr. Hoffmann rechtssicher formuliert worden. Sämtliche Ansprüche werden darin zurückgewiesen. Das Schreiben umfasst insgesamt 4 Seiten (ca. 750 Wörter).

Sie müssen in dem Word-Dokument lediglich Ihre eigenen Daten eintragen und das Schreiben an die Gegenseite verschicken.


Rechtstipp vom 26.10.2015
Aktualisiert am 06.10.2017
aus den Rechtsgebieten IT-Recht, Zivilrecht

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            Rechtsanwalt Dr. Christian Hoffmann (Rechtsanwaltskanzlei Dr. Hoffmann) Rechtsanwalt Dr. Christian Hoffmann

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