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Filesharing: Abmahnung von Waldorf Frommer für Warner Bros. Film "Pan" – haften Sie wirklich?

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Bei unserer Kanzlei wurde wieder eine Filesharing-Abmahnung der Kanzlei Waldorf Frommer eingereicht. In dieser Abmahnung werden Rechte der Warner Bros. Entertainment GmbH geltend gemacht.

Die Kanzlei Waldorf Frommer ahndet seit vielen Jahren standardisiert sog. Filesharing-Fälle. In diesen massenhaften Abmahnungen werden urheberrechtliche Ansprüche der Mandanten geltend gemacht. Diese umfassen Unterlassungs-, Kostenerstattungs- und Schadensersatzansprüche.

Weitergehende Informationen über die Abmahnungen der Kanzlei Waldorf-Frommer haben wir hier für Sie hier zusammengestellt: http://e-commerce-kanzlei.de/allgemeine-hinweise-abmahnung-der-kanzlei-waldorf-frommer-erhalten/

Mit der Abmahnung wird die Verbreitung des Filmes „Pan” verfolgt. Es wird im Namen der Warner Bros. Entertainment GmbH die Abgabe einer strafbewehrten Unterlassungserklärung verlangt. Ebenso wird die Zahlung eines Vergleichsbetrags in Höhe von 815,00 Euro gefordert. Dieser Betrag umfasst den vermeintlichen Schadensersatzanspruch sowie den Aufwendungsersatz für die angeblich entstandenen Rechtsanwaltsgebühren.

Aktuelle Informationen und Updates zu dieser Abmahnung finden Sie hier: http://e-commerce-kanzlei.de/abmahnung-von-waldorf-frommer-fuer-warner-bros-entertainment-wg-pan/

Wie sollten Sie nun reagieren?

In jedem Fall sollten Sie Ruhe bewahren! Zunächst ist zu ermitteln, wer überhaupt haftet. Kann Ihre Haftung nicht ausgeschlossen werden, so muss ermittelt werden, ob Sie als Störer oder gar als Täter einzustehen haben.

In keinem Fall sollten Sie überstürzt handeln, denn dies kann fatale Auswirkungen haben! So sollten Sie beispielsweise auch beachten, dass eine einmal abgegebene Unterlassungserklärung „ewig“ gültig ist. Verstoßen Sie nach Jahren gegen die abgegebene Unterlassungserklärung, haben Sie die vereinbarte Vertragsstrafe zu zahlen. Das Gleiche kann auch dann gelten, wenn Sie noch nicht einmal selbst gehandelt haben, aber Ihr Anschluss hierzu verwendet wurde.

Modifizierte Unterlassungserklärung

Es ist demnach sicherzustellen, dass die Unterlassungserklärung so weit wie möglich beschränkt wird. Dies ist regelmäßig durch eine Modifizierung der mitgesendeten Unterlassungserklärung möglich. Um jedoch sicherzustellen, dass diese Modifizierung auch den rechtlichen Mindestanforderungen genügt, muss grundsätzlich eine auf den Einzelfall abgestimmte Vereinbarung formuliert werden. Dringend abzuraten ist hingegen von vorgefertigten, fremden Mustern: Wird die bestehende Wiederholungsgefahr bspw. nicht beseitigt, droht eine Klage der Gegenseite.

Fristen beachten!

Sie sollten insbesondere die gesetzten Fristen beachten. Denn sonst laufen Sie Gefahr, dass die Gegenseite gerichtliche Hilfe in Anspruch nimmt, wodurch regelmäßig deutlich höhere Kosten entstehen.

Haften Sie wirklich? Welche Möglichkeiten haben Sie?

Vor allem ist aber zu prüfen, ob Sie überhaupt zu haften haben. Bei derartigen Verstößen haften nämlich immer nur Verantwortliche, also Täter und Störer. Sofern sowohl die Täter- als auch Störerhaftung ausgeschlossen werden kann, muss weder eine Unterlassungserklärung abgegeben noch Schadensersatz gezahlt werden. Ebenso ist der Schadensersatz für den Störer unter Umständen geringer als für den Täter. Hier bedarf es also auch einer rechtlichen Würdigung im Einzelfall.

Vor der Kopie von im Internet auffindbaren „Ausreden“ oder Argumentationsvorlagen muss eindringlich gewarnt werden! Diese Taktik kann zum Bumerang werden!

Deutsche Richter haben mittlerweile genaue Anforderungen an die sekundäre Beweislast des Anschlussinhabers fixiert. Bei der Einschätzung des konkreten Falls sollte daher in jedem Fall ein Fachkundiger zurate gezogen werden: Nicht selten bestehen schließlich durchaus realistische Möglichkeiten zur Abwehr der geltend gemachten Ansprüche! Hierzu ist jedoch eine dezidierte Kenntnis der aktuellen Rechtsprechung nötig.

In unserem e-commerce-Kanzlei.de-Blog zeigen wir Ihnen diverse Möglichkeiten und Strategien zur Verteidigung. Sollten Sie Hilfe bei der Abwehr der Abmahnung benötigen, so stehen wir Ihnen gerne zur Seite und formulieren – sofern nötig – eine angepasste, modifizierte Unterlassungserklärung.

Unsere Empfehlung

Nutzen Sie unseren Service der kostenfreien und unverbindlichen Ersteinschätzung: e-commerce-kanzlei.de/hilfe-anfordern.

Ihr Rechtsanwalt Philipp Muffert

www.e-commerce-kanzlei.de

Kostenfreie Ersteinschätzung: 

  • Fax: 0221 / 4490 5738
  • Upload-Formular: e-commerce-kanzlei.de/hilfe-anfordern

In dringenden Fällen erreichen Sie uns natürlich auch telefonisch unter unserer Notfall-Nummer: 0172 / 2083 111.

Stand der Bearbeitung: 03/2016


Rechtstipp vom 29.03.2016
aus der Themenwelt Urheberrecht und dem Rechtsgebiet Urheberrecht & Medienrecht

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