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VW-Abgasskandal: Haftung wegen vorsätzlicher sittenwidriger Schädigung

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Immer mehr Käufer gehen im Zusammenhang mit dem sogenannten VW-Abgasskandal direkt gegen VW vor – und zwar mit Erfolg. Ansprüche gegen die Händler, bei denen die betroffenen Fahrzeuge gekauft wurden, sind inzwischen verjährt, allerdings können noch Ansprüche gegen VW als Hersteller des mit der Schummelsoftware ausgestatteten Motors geltend gemacht werden.

Mittlerweile sind zahlreiche Landgerichte zu dem Ergebnis gekommen, dass VW die betroffenen Kunden vorsätzlich und sittenwidrig geschädigt hat und dass den Geschädigten folglich Schadensersatzansprüche gegen VW zustehen.

Warum vorsätzliche sittenwidrige Schädigung?

Die Schädigungshandlung wird im Herstellen und Inverkehrbringen des manipulierten Motors gesehen. Die Gerichte gehen davon aus, dass kein Kunde ein Fahrzeug kaufen würde, wenn er wüsste, dass dieses mit einer unzulässigen Abschaltvorrichtung ausgestattet ist. VW hat die betroffenen Kunden jedoch über das Vorhandensein dieser Vorrichtung getäuscht.

Dementsprechend haftet VW für sämtliche den Käufern dadurch entstandene Schäden. In diesen Fällen ist insbesondere der Abschluss des Kaufvertrages als Schaden anzusehen. Folglich können Geschädigte eine Rückzahlung des Kaufpreises gegen Rückgabe des Fahrzeuges fordern. Lediglich ein vergleichsweise geringer Nutzungsersatz für die mit dem Auto gefahrenen Kilometer wird vom Kaufpreis abgezogen.

Mittlerweile haben auch zahlreiche Oberlandesgerichte durchblicken lassen, dass sie sich der Rechtsprechung der meisten Landgerichte anschließen werden. Sie sind ebenfalls der Ansicht, dass VW für sämtliche den Kunden entstandene Schäden haften muss. Somit sind die Chancen für ein erfolgreiches Vorgehen gegen VW nochmals gestiegen.

Bei dem manipulierten Motor handelt es sich um das Modell „EA189“. Auch in Fahrzeugen anderer Marken wurde dieser Motor verbaut, z. B. bei Audi, Skoda und Seat. Doch haften auch in diesen Fällen nicht die jeweiligen Autohersteller, sondern VW als Motorenhersteller (auch wenn VW gerne an die anderen Hersteller verweist).

Ansprüche gegen VW können nur noch bis Ende 2018 geltend gemacht werden

Geschädigte müssen beachten, dass Ansprüche gegen VW, sollte sich in der Zwischenzeit kein neuer Sachverhalt ergeben, Ende 2018 verjähren. Wenn Sie als Geschädigter noch keine Ansprüche gegen VW geltend gemacht haben, sollten Sie also nicht länger zögern. Gerne informiert die Anwaltskanzlei Lenné Sie im Rahmen einer kostenlosen Erstberatung über die Ihnen zustehenden Ansprüche und setzt diese anschließend für Sie durch.


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