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VW Tiguan und der Abgasskandal: Interessengemeinschaft für VW-Geschädigte

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Die Abgasaffäre ist längst bei den Autobesitzern selbst angekommen. Auch etliche VW-Tiguan-Fahrer mussten bereits die Mitteilung lesen, dass sich in ihrem Auto die „optimierende“ Software befinde. Unter den Hunderten enttäuschten Autobesitzern, die sich in den vergangenen Tagen bei der Kanzlei Dr. Stoll & Sauer meldeten, befinden sich auch zahlreiche Käufer des Kompakt-SUV. Sie und auch die Fahrer der rund zwei Dutzend weiteren betroffenen Dieselmodelle der Marken VW, Seat, Audi und Skoda wollen gegen die Autobauer bzw. den Autohändler wegen des Abgasskandals vorgehen. Allerdings fragen sich nicht wenige Betroffene, ob sie den nun vom Kraftfahrt-Bundesamt angeordneten Zwangsrückruf in die Werkstätten abwarten müssen oder nicht.

Käufer können bereits jetzt mehr als die „Reparatur“ im Rahmen des Rückrufs verlangen

Die rechtliche Lage ist hier eindeutig. Wenn ein Sachmangel vorliegt – und die manipulierten Abgaswerte sind ein solcher Mangel – dann stehen den Käufern innerhalb der ersten beiden Jahre nach dem Kauf verschiedene gesetzliche Rechte zu. Sie können bereits jetzt von dem Verkäufer eine Reparatur einfordern, die tatsächlich den Mangel behebt. Als Alternative können die Tiguan-Käufer – derzeit noch! – einen SUV ohne Mängel fordern. Doch die Käufer können nicht beliebig lange warten, wenn sie etwa ein mangelfreies Fahrzeug kaufen wollen: Denn die käuferfreundlichen, gesetzlichen Ansprüche verjähren oder aus anderen rechtlichen Gründen nicht mehr durchsetzbar werden.

Dies ist natürlich nur ein sehr kurzer Abriss der rechtlichen Möglichkeiten, die Autobesitzern offen stehen. Wenn enttäuschte Autobesitzer verlässlich wissen wollen, wie die rechtliche Lösung in ihrem speziellen Fall aussieht, dann sollten sie sich für eine kostenlose Erstberatung an Fachanwälte wenden. Gerade bei noch laufenden Gewährleistungsrechten gibt es keine Lösung, die für „alle“ vom VW-Abgasskandal betroffenen Autobesitzer einwandfrei passt.

Interessengemeinschaft für VW-Geschädigte; Kanzlei Dr. Stoll & Sauer klagt bereits gegen Volkswagen

Doch so wichtig die Einzelfallbetrachtung auch ist, ist für viele Betroffene eine Interessengemeinschaft wichtig. Bei der Kanzlei Dr. Stoll & Sauer haben bereits über 1.000 VW-, Audi-, Seat- und Skoda-Besitzer wegen ihres EA-189-Problems angefragt. Und es gibt es gute Argumente, weswegen sich betroffene Autobesitzer sich bereits jetzt zusammenschließen und handeln sollten. Der bisherige, durch immer neue unerfreuliche Enthüllungen gekennzeichnete Verlauf des Abgasskandals zeigt, dass sich Betroffene nicht darauf verlassen sollten, dass sich alles zum Guten wenden wird.

Die von der Abgasaffäre betroffenen Autofahrer sollten aktiv ihre Rechte einfordern. Auch die Verbraucherzentrale Bayern hat in einem Radiointerview auf Bayern 2 nicht zum Abwarten, sondern zum Handeln geraten.

Weitere Informationen zu der Interessengemeinschaft und zu Käuferrechten befinden sich auf www.vw-schaden.de.


Rechtstipp vom 18.10.2015
aus der Themenwelt Rechte betrogener Käufer und dem Rechtsgebiet Kaufrecht

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