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Warnung vor der I.K. Mediendienst GmbH und firmendienst-portal.de

Rechtstipp vom 12.02.2019
(4)
Rechtstipp vom 12.02.2019
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Die I.K. Mediendienst GmbH, Friesenplatz 3, 50672 Köln und ihr Geschäftsführer Ibrahim Karaarslan sind derzeit mit ungebetenen Cold Calls und damit in Verbindung stehenden Faxschreiben auf Kundenfang und versuchen damit, kostenpflichtige Verträge zu ergattern. Die Masche ist alt und kommt immer wieder in verschiedenen Abwandlungen vor. Dennoch scheint sie nach wie vor sehr beliebt zu sein.

Die I.K. Mediendienst GmbH aus Köln

Die I.K. Mediendienst GmbH ist am 24. Juni 2015 in das Handelsregister beim Amtsgericht Köln (HRB 84662) eingetragen worden und treibt seitdem ihr Unwesen. Geschäftsführer und Alleingesellschafter ist der im Jahre 1969 geborene Ibrahim Karaarslan. Als Firmensitz wird der Friesenplatz 3 in 50672 Köln angegeben. Wer jedoch meint, dort Herrn Ibrahim Karaarslan oder einen Mitarbeiter der I.K. Mediendienst GmbH anzutreffen, wird enttäuscht. In dieser Branche ist man lichtscheu und versucht sich wegzuducken. Die Anrufe jedenfalls werden aus einem Call Center in der Türkei durchgeführt.

Die Masche der I.K. Mediendienst GmbH

Die Masche der I.K. Mediendienst GmbH ist eine Kombination aus Anrufmasche und Trickformular. Zunächst wird das spätere Opfer mittels eines sog. Cold Calls, also eines unerwünschten Anrufs meistens zur Unzeit kontaktiert. Im Rahmen dieses Anrufs wird vorgegaukelt, es bestünde bereits ein entsprechender Firmeneintrag des Unternehmens bei der I.K. Mediendienst GmbH. Es sei aber notwendig, die Daten nochmals zu bestätigen. Trägt der Angerufene dann vor, es sei kein Eintrag bekannt, wird darauf hingewiesen, dass dieser schon lange Bestand habe und erst in sechs Monaten wieder gekündigt werden könne. Kurz darauf erhält der Angerufene ein Fax oder eine E-Mail, wonach die Daten nochmals überprüft und das Formular unterschrieben zurückgeschickt werden soll.

Die horrenden Gebühren, die dabei fällig werden, ergeben sich leider erst aus dem Kleingedruckten. Da alle sechs Monate gezahlt werden muss, kommen schnell Beträge von mehreren tausend Euro zusammen.

Firmendienst-portal.de & Co.: weitere nutzlose Internetregister

Die I.K. Mediendienst GmbH betreibt unter anderem die Website firmendienst-portal.de. Leider ist die Seite so schlecht gestaltet, dass sie kaum funktioniert. Aber die I.K. Mediendienst GmbH betreibt noch weitere Portale, z. B. mov-portal.de oder dov-portal.de. Auf diesen Seiten erscheint das für Abofallenbetreiber typische Geschwafel wie z. B.:

„Das Medien Online Verzeichnis arbeitet nach dem Prinzip „Finden – und gefunden werden.“ Registrieren auch Sie Ihr Unternehmen bei uns und schaffen Sie sich einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil gegenüber Ihrer Konkurrenz. Lassen Sie sich von Ihrer potenziellen Kundschaft trotz unzähligen Anbietern mit nur einem Mausklick finden. Das Medien Online Verzeichnis bietet eine ideale Plattform, um möglichst viele Menschen zu erreichen und miteinander zu verbinden.“ 

Wir haben noch nicht erlebt, dass auch nur ein Unternehmen einen Kunden oder Auftrag durch eine dieser Seiten generieren konnte.

Rechnung der I.K. Mediendienst GmbH

Die Rechnung der I.K. Mediendienst GmbH wird daraufhin auch sofort versandt. Hier sind zumeist Beträge von über 1.000 € für einen angeblichen „Werbeeintrag in dem Internet-Branchenbuch firmendienst-portal.de“ zu leisten. Es wird ein Zahlungsziel von 14 Tagen angegeben, zu zahlen ist die Rechnung auf ein Konto der I.K. Mediendienst GmbH.

Sobald die Rechnung erscheint, geraten viele Betroffene in Panik und leisten getreu dem Motto „Augen zu und durch“ vorschnell Zahlungen. Und genau das ist das Problem: die Hinterleute in dieser Szene sind gut vernetzt. Sobald einer zahlt, rufen sofort die nächsten Abofallenbetreiber an und setzen den Betroffenen massiv unter Druck. Diese Vorgehensweise können wir aus unserer langjährigen Praxis bestätigen.

Abwehr der Forderungen der I.K. Mediendienst GmbH

Wie bei jeder Rechnung sollte auch hier genau überprüft werden, ob und wie ein Vertragsschluss zustande gekommen ist. Solche Verträge lassen sich nämlich angreifen. Wichtig ist hierbei, dass man das so früh wie möglich und mit den richtigen Mitteln tut. Abwarten ist hier meist der falsche Ratgeber. Denn wenn erstmal Mahnbescheid und Vollstreckungsbescheid vorliegen, kann man auch gegen eine unberechtigte Forderung nicht mehr vorgehen.

Unsere Kanzlei hat in den letzten Jahren unzählige Mandanten vertreten, die in die Fänge solcher Abofallenbetreiber geraten sind. Wir konnten hierbei stets erreichen, dass keine Zahlungen geleistet werden müssen.

Haben auch Sie eine Rechnung der I.K. Mediendienst GmbH erhalten? Wir beraten und vertreten Sie. schnell, kompetent und bundesweit. Schreiben Sie uns hierzu einfach eine E-Mail oder rufen Sie uns an.

Weitere Informationen stellen wir Ihnen auch auf unserer Website zur Verfügung:

http://www.ll-ip.com/aktuelles/i-k-mediendienst-gmbh


Rechtstipp aus der Themenwelt Marketing und Internet und den Rechtsgebieten Allgemeines Vertragsrecht, Zivilrecht

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