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Wie sichere ich ein Arbeitszeitkonto ab?

Um ein Arbeitszeitkonto zu sichern, stehen dem Betrieb zwei Alternativen zur Verfügung. 

Zunächst kann eine Bürgschaft mit einer Bank oder einem Kautionsversicherer vereinbart werden. Nachteil dabei ist, dass Provisionen und Verwaltungsgebühren anfallen, wie auch Treuhänderkosten. Jedoch hat der Betrieb keinen regelmäßigen Finanzabfluss, wodurch in einer finanziellen Schieflage mehr Spielraum bleibt.

Die Soka bietet die vergleichsweise günstigere Alternative der hauseigenen Absicherung. Da es sich hier nicht um eine Bank handelt, fallen auch keine entsprechenden Unkosten an. Hinterlegte Gelder werden – wenn auch niedrig – verzinst. Der Betrieb muss jedoch den monatlichen Abfluss an Kapital tragen.

Die Absicherung erfolgt durch einen Vertrag, den der Betrieb mit der Soka vereinbart, dem sogenannten SIKOflex. Dieser Vertrag hat regelmäßig eine Laufzeit von einem Jahr und verlängert sich automatisch um eine weitere Laufzeit, sollte er nicht vier Wochen vor Ablauf gekündigt werden. Dieser Vertrag kann für alle oder auch nur einen Teil der Mitarbeiter geschlossen werden.

Gleichzeitig schließt der Arbeitgeber mit dem jeweiligen Mitarbeiter eine sogenannte Verpfändungsvereinbarung ab. Mit dieser Vereinbarung kann der Mitarbeiter im Falle einer Insolvenz seine abgesicherten Wertguthaben gegenüber SOKA-BAU geltend machen. Dies wird dann der Soka mitgeteilt.

Werden in einem Monat Guthaben auf dem Arbeitszeitkonto angespart, bucht die Soka den Betrag vom Bankkonto ab und schreibt ihn dem verzinsten Sicherungskonto gut. Wenn der Betrieb aus den hinterlegten Guthaben Zahlungen an seine Mitarbeiter vornimmt, überweist die Soka die Beträge zurück.

Der SIKOflex mit der Soka als Partner bietet noch einen weiteren Vorteil. Es ist verstärkt zu beobachten, dass die Soka den Betrieben versucht entgegenzukommen. Absprachen und Verhandlungen gestalten sich so einfacher, wenn der Betrieb in eine finanzielle Notlage geraten ist. Bei Banken hingegen steht der Gewinn der Bank im Vordergrund. Der Bestand des Betriebs wird dem regelmäßig untergeordnet.


Rechtstipp vom 28.06.2017
aus den Rechtsgebieten Arbeitsrecht, Sozialrecht

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