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Abmahnung Waldorf Frommer - „Breathe In - Eine unmögliche Liebe“ - Was tun?

Rechtstipp vom 18.03.2015
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Rechtstipp vom 18.03.2015
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Mittlerweile sollte es sich herumgesprochen haben, dass die Nutzung von Peer-to-Peer-Netzwerken eine enorm hohe Gefahr mit sich bringt, eine Abmahnung zu erhalten. Gleichwohl in den letzten Monaten eine Vielzahl von Anwaltskanzleien aufgehört hat, Urheberrechtsverletzungen in Netzwerken zu verfolgen, gibt es immer noch die großen Filmunternehmen, die Anwälte beauftragen, um Abmahnungen auszusprechen. In einem aktuell zur Prüfung vorliegenden Fall wurde die Rechtsanwaltskanzlei Waldorf Frommer aus München damit beauftragt, Rechtsverletzungen an dem Filmwerk „Breathe In – Eine unmögliche Liebe“ zu ahnden.

Mit dem Erhalt der Abmahnung von Waldorf Frommer für „Breathe In – Eine unmögliche Liebe“ wird der Betroffene mit einer Aufforderung zur Abgabe einer Unterlassungserklärung sowie der Zahlung eines Geldbetrages in Höhe von 815 € konfrontiert. Die gegnerische Seite geht in dem Abmahnschreiben davon aus, dass der registrierte Anschlussinhaber direkt für die Rechtsverletzung verantwortlich ist. Auch soll er anscheinend vorbehaltlos für den entstandenen Schaden aufkommen. Ganz so eindeutig ist die Rechtslage jedoch nicht und kritiklos und kampflos sollte der Anspruch der Gegenseite dann nicht erfüllt werden, wenn die Täterschaft nicht eindeutig ist.

Doch selbst dann wenn der angeschriebene Anschlussinhaber direkt für die Rechtsverletzung verantwortlich ist, sollte die Geldforderung letztlich hinterfragt werden. Hierbei wird unterschieden, ob der Anschlussinhaber Täter oder Störer ist. Die Täterschaft kann in dem Fall angezweifelt werden, wenn – so ist es dem BearShare-Urteil zu entnehmen – Folgendes gilt: „Wird über einen Internetanschluss eine Rechtsverletzung begangen, ist eine tatsächliche Vermutung für die Täterschaft des Anschlussinhabers nicht begründet, wenn zum Zeitpunkt der Rechtsverletzung (auch) andere Personen diesen Anschluss benutzen konnten.“ Daher sollte die Abmahnung von Waldorf Frommer für „Breathe In – Eine unmögliche Liebe“ hinsichtlich dieses Einwandes geprüft werden.

Sollte sich herausstellen, dass der registrierte Anschlussinhaber nicht Täter sondern nur Störer ist, also indirekt für die Rechtsverletzung verantwortlich ist, kann der Zahlungsanspruch bezüglich der vorgerichtlichen Rechtsanwaltskosten gem. § 97a Abs. 3 UrhG auf 124,00 EUR reduziert werden. So etwas weiß der Laie sicherlich nicht, sollte er sich nicht in die Angelegenheit intensiv eingelesen haben. Diese Beispiele sollen deutlich machen, dass die Angelegenheit nicht immer so einfach gelagert ist, wie es in der Waldorf Frommer-Abmahnung für „Breathe In – Eine unmögliche Liebe“ dargestellt ist.

Wenn auch Sie mit einer Abmahnung der Kanzlei Waldorf Frommer für „Breathe In – Eine unmögliche Liebe“ konfrontiert werden, dann können Sie sich gerne im Rahmen einer kostenlosen, telefonischen Ersteinschätzung an die Kanzlei Dr. Wachs Rechtsanwälte wenden. Die möglicherweise daraufhin folgende Verteidigung bieten die Anwälte für einen vorher festgelegten Pauschalbetrag an, der bereits im ersten Telefonat mitgeteilt wird.

Ihre Kanzlei Dr. Wachs Rechtsanwälte aus Hamburg


Rechtstipp aus dem Rechtsgebiet Urheberrecht & Medienrecht

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