Chef verbietet Urlaub? Das sind Ihre Rechte als Arbeitnehmer! đŸ˜Č✈

  • 2 Minuten Lesezeit

Es ist der Albtraum vieler Arbeitnehmer: Der lang ersehnte Urlaub ist geplant, die Koffer sind gepackt, und dann kommt die Nachricht vom Chef, dass der Urlaub gestrichen ist, weil ein Kollege krank geworden ist und Sie nun einspringen mĂŒssen. Doch darf der Arbeitgeber das ĂŒberhaupt? In diesem Rechtstipp klĂ€ren wir auf, welche Rechte Sie als Arbeitnehmer haben und wie Sie sich in solchen Situationen verhalten können. đŸ–ïžđŸ‘©â€âš–ïž

Gesetzliche Grundlagen zum Urlaubsanspruch 📜

Der gesetzliche Urlaubsanspruch ist im Bundesurlaubsgesetz (BUrlG) verankert. Nach § 1 BUrlG hat jeder Arbeitnehmer einen Anspruch auf bezahlten Erholungsurlaub. Der Mindesturlaub betrĂ€gt laut § 3 BUrlG 24 Werktage bei einer Sechs-Tage-Woche, also vier Wochen im Jahr. Bei einer FĂŒnf-Tage-Woche sind es entsprechend 20 Arbeitstage.

Genehmigter Urlaub ist bindend 🔒

GrundsĂ€tzlich gilt: Ein einmal genehmigter Urlaub ist bindend. Hat der Arbeitgeber Ihren Urlaubsantrag genehmigt, können Sie sich auf diesen verlassen. Der Arbeitgeber kann den genehmigten Urlaub nicht einfach widerrufen, es sei denn, es liegen außergewöhnliche UmstĂ€nde vor. đŸ€

Außergewöhnliche UmstĂ€nde und RĂŒckruf aus dem Urlaub 🚹

Ein solcher außergewöhnlicher Umstand kann zum Beispiel dann vorliegen, wenn der Betrieb aufgrund unvorhersehbarer Ereignisse massiv gestört wird und der Betrieb ohne Ihre Anwesenheit nicht aufrechterhalten werden kann. Ein solcher Notfall könnte zum Beispiel ein plötzlicher Großauftrag oder eine Katastrophe sein. Dass ein Kollege krank wird, reicht in der Regel nicht aus, um einen bereits genehmigten Urlaub zu widerrufen. 🏱🚑

Was tun, wenn der Chef den Urlaub verbietet? ❌✋

Wenn Ihr Chef versucht, Ihren Urlaub zu streichen oder Sie aus dem Urlaub zurĂŒckzuholen, sollten Sie folgende Schritte beachten:

  1. GesprĂ€ch suchen: Suchen Sie das GesprĂ€ch mit Ihrem Arbeitgeber und klĂ€ren Sie die Situation. Oftmals lassen sich MissverstĂ€ndnisse im persönlichen GesprĂ€ch ausrĂ€umen. đŸ€

  2. Rechtliche Grundlage anfĂŒhren: Weisen Sie Ihren Arbeitgeber freundlich, aber bestimmt darauf hin, dass ein genehmigter Urlaub grundsĂ€tzlich bindend ist und nur in AusnahmefĂ€llen widerrufen werden kann. 📜

  3. Alternative Lösungen anbieten: Zeigen Sie Bereitschaft, im Notfall alternative Lösungen zu finden, wie zum Beispiel das Vorziehen oder Nachholen des Urlaubs, wenn dies fĂŒr Sie möglich ist. 🔄

  4. Betriebsrat einschalten: Wenn vorhanden, können Sie den Betriebsrat einschalten. Der Betriebsrat kann Ihnen bei Konflikten mit dem Arbeitgeber beratend zur Seite stehen und vermitteln. đŸ—Łïž

  5. Rechtliche Schritte prĂŒfen: Sollten alle GesprĂ€che und Vermittlungsversuche scheitern, können Sie rechtliche Schritte in Betracht ziehen. Ein Anwalt fĂŒr Arbeitsrecht kann Sie ĂŒber Ihre Möglichkeiten aufklĂ€ren und gegebenenfalls eine einstweilige VerfĂŒgung erwirken, damit Sie Ihren Urlaub antreten können. âš–ïžđŸ‘©â€âš–ïž

  6. Fazit 🎯
    Ein genehmigter Urlaub ist fĂŒr viele Arbeitnehmer der Höhepunkt des Jahres und wichtig fĂŒr die Erholung und Gesundheit. Der Arbeitgeber darf diesen nur in außergewöhnlichen NotfĂ€llen widerrufen. Lassen Sie sich nicht verunsichern und bestehen Sie auf Ihre Rechte.



Foto(s): DALL-E

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